Mit Spaten, Spürsinn und giftgrünem Daumen. Oberdistelbrunn soll neu erblühen für mehr Insekten, mehr Biodiversität und mehr sanften Tourismus. Doch statt Bienensummen liegt plötzlich Angst in der Luft. Der Fund eines Hundeskeletts setzt eine mysteriöse Mordserie in Gang - ein Mensch nach dem anderen wird vergiftet. Schon bald schreien die Dorfbewohner nach Selbstjustiz, denn die Polizei tappt im Dunkeln. Und wieder einmal müssen Berta und Pauline, die beiden Hobbygärtnerinnen mit Miss-Marple-Gen, einem Serienmörder das Handwerk legen. Nur kommen sie ihm dabei gefährlich nahe ... Schwarzhumorig, charmant, spannend: eine fesselnde Mischung aus Cosy Crime, Pflanzen-Know-how und Mörderjagd.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Martin Schult
aus Borken
5/5
17.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Sehr unterhaltsamer Kriminalroman mit gelungenem Wortwitz
In Oberdistelbrunn geht das Sterben wieder um. Die beiden Möchtegern-Miss-Marples Berta und Pauline bekommen es in ihrem Heimatdorf wieder mit einer rätselhaften Tode-Serie zu tun. Ein Mann nach dem anderen wird vergiftet aufgefunden und ein Motiv oder ein Zusammenhang der Taten ist auch nach langer Recherche nicht in Sicht. Ein Massenmörder, der nicht gezielt, sondern willkürlich tötet? Kleine Zettel bei den Opfern deuten aber auf ein persönliches Motiv hin, so dass die Ermittlungen zumindest einen Ansatz haben. Berta und Pauline knien sich voll rein, um den Täter oder die Täterin zu stellen, ehe es den nächsten Toten gibt...
Der erste Band aus der Reihe um die beiden mit Ermittlergenen ausgestatteten Damen Berta und Pauline konnte mich schon begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in den neuen und mittlerweile dritten Fall eingestiegen bin. Die Autorin Klaudia Blasl erzählt die Geschichte in einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mit viel Wortwitz ausgestattet ist. Es entsteht ein angenehmer und wohldosierter Mix aus Spannung und Humor, der für ordentlich Krimiunterhaltung sorgt. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden des ersten Opfers direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die sehr unterhaltsamen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die Hinweise zur Auflösung sind gut versteckt, so dass sich ein ständiges Miträtseln beim Lesen automatisch einstellt. Nichts desto trotz wurde ich im spannenden Finale von einer gut nachvollziehbaren Auflösung angenehm überrascht.
Insgesamt ist "Gärten, Gift und kalte Rache" eine für mich mehr als gelungene Fortsetzung einer besonderen Krimi-Reihe, die mit wunderbar gezeichneten Protagonisten, kniffligen Fällen und dem Erzähltalent, sowie der Fachexpertise der Autorin in Sachen giftige Pflanzen voll und ganz überzeugen kann. Ich empfehle den Kriminalroman daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Bewertung
aus Luckenwalde
5/5
15.05.2026
eBook (ePUB 3)
Morden mit der Natur
"Gärten, Gift und kalte Rache" von Klaudia Blasl ist nicht mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich schon im Vorfeld auf ihren treffsicheren schwarzen Humor gefreut. Es ist schon der 3. Band in der Krimi-Reihe rund um Pauline und Berta, er ist auch einzeln lesbar, der aktuelle Fall ist in sich abgeschlossen. Allerdings macht es sehr viel Spaß die Entwicklung der Gemeinschaft um die beiden mitzuerleben und ganz nebenbei sein Pflanzenwissen, gerade um die giftigen Exemplare, zu vertiefen.
In Oberdistelbrunn soll es noch grüner und schöner werden, es soll noch mehr wachsen und blühen, summen und brummen und es wird gepflanzt und gebuddelt und s kommt ein Skelett zutage. Es ist von einem Hund, aber der Beginn einer Serie von Giftmorden. Betroffen sind hier Menschen, Männer aus dem Ort. Pauline führt sehr schnell wieder die Hitliste der Verdächtigen an und weiß sich nicht besser zu wehren, als selbst nach dem Täter zu suchen.
Dieses Buch macht, trotz ernstem Hintergrund, sehr viel Spaß, ich musste so oft schmunzeln und auch lachen. Der Humor ist immer sehr treffsicher und tiefschwarz, genau so mag ich es.
Trotz Komik kommt aber der klassische Fall nicht zu kurz, es gibt überraschende Wendungen und auch eine in sich schlüssige Aufklärung. Auch das mitraten hat hier sehr viel Freude gemacht.
Ich freue mich sehr auf weitere Werke der Autorin, Dann wird mein Garten und das Bücherregal wieder ergänzt.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
10.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Humor, Pflanzenkunde und Serienmörder
Das Cover finde ich wieder sehr gut und ansprechend gestaltet. Die grüne Farbe mit dem Fläschen passt perfekt und die Details mit den Pflanzen gefällt mir besonders gut.
Ein frischer Wind weht in Oberdistelbrunn. Der neue Bürgermeister startet ein Projekt zur Verbesserung der Natur und Biodiversität. Und Veränderungen kommen leidere nicht bei allen Bewohnern gut an. Bei einer Pflanzaktion findet Pauline gemeinsam mit ihrer Nachbarin und Freundin Berta ein Hundeskelett und damit beginnt ein neuer Fall. Kurze Zeit später stirbt er ein Mensch, dann noch einer…. Gift war hier das Mordwerkzeug und Pauline muss sich unterschwelligen Behauptungen stellen, immerhin kennt sie sich in der Pflanzenkunde bestens aus. Aber auch zu Hause scheint es Geheimnisse zu geben, ihr Mann Fred ist nach seiner Reha irgendwie anders…. Wer mordet hier mit Gift? Ein neuer Fall für Pauline und ihre Freundinnen, die das Miss-Marple-Gen intus haben.
Auch dieser Fall war spannend, humorvoll und unterhaltsam. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und wurde gut unterhalten. Die Auflösung war klasse. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Lillith
aus Berlin
5/5
06.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Dies ist kein Cosy Crime, kein Schmunzelkrimi – für Klaudia Blasl muss eigentlich ein eigenes Genre erfunden werden!
Gift, Geblüm und viel Gelächter garantiert!
Dieses Buch ist der dritte Band einer Reihe, den man auch ohne Vorwissen genießen kann – aber wer die vorherigen Bände nicht gelesen hat, verpasst eine Menge Spaß.
Pauline, pensionierte Lehrerin und botanisch bewanderte ältere Dame – um nicht das unschöne Wort „Kräuterhexe“ zu bemühen – hat wieder alle Hände voll zu tun. Nicht nur, dass ihr im Grunde heiß geliebter (auch wenn sie es nicht immer offen zeigt) Gatte Fred nach einer Herz-Reha plötzlich sportliche und modische Ambitionen entwickelt, was ihr einige eifersüchtige Sorgen bereitet, nein, natürlich stolpert sie auch diesmal wieder völlig unverhofft über eine Leiche.
Nachdem sie bei einer Aktion im Rahmen eines Programms à la „unser Dorf soll schöner werden“ zusammen mit ihrer Busenfreundin und Nachbarin Berta beim Blumenzwiebelsetzen wohl etwas zu tief gegraben hat finden die beiden Damen Gebeine. Es handelt sich – zum Glück – „nur“ um einen Hundekadaver.
Aber das war erst der Anfang. Kurz darauf verenden in Oberdistelbrunn nacheinander zunächst zwei Jäger, dann gibt es weitere Opfer...allesamt vergiftet...und männlichen Geschlechts.
Hauptkommissar Hartmann, Stammlesern bestens bekannt, beißt sich nicht nur an dem Fall, sondern wieder einmal an Pauline und ihren natürlich nicht ausbleibenden „Ermittlungen“ sowie an etlichen Bleistiften die Zähne aus...
Pauline, mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Freundinnen Berta, Emma, der Betschwester Elsbeth und der „Schwarzen Witwe“ Bobo sind ihm jedenfalls wie immer meist eine Nasenlänge voraus. Für Neulinge der Reihe sei erwähnt, dass die Damen alle die 60 überschritten haben, aber beileibe keine alten Frauen sind! Beileibe ist ebenfalls ein passendes Wort, denn zumindest Berta und Emma sieht man ihre Vorliebe für Torte und andere Leckereien auch äußerlich an.
Was Klaudia Blasl hier entfacht ist jedoch nicht einfach ein gemütlicher Dorfkrimi mit schrulligen „alten Weibern“ und unsympathischem Polizisten, nein, hier wird ein Feuerwerk an Wortkaskaden, Satzbildungen, Metaphern und Situationskomik abgebrannt, welches seinesgleichen zwar gerne suchen kann, jedoch nicht finden wird. Diese Wortakrobatik, diese Lust am Fabulieren, dieser absolut treffende Wortwitz ohne jemals in schenkelklopfenden Humor auszuarten, das ist und bleibt einzigartig.
Mein Leseerlebnis schwankte zwischen leisem Schmunzeln und lautem Lachen, und ich bin nur froh, dass ich nicht in der U-Bahn gelesen habe – man hätte mich wohl ziemlich seltsam angesehen.
Niemand außer Klaudia Blasl schafft es, den Inhalt einer Damenhandtasche so lakonisch, treffend und urkomisch zu beschreiben – und dabei auch noch nützlich in die Ermittlungen einzubringen.
Da alle Opfer durch Pflanzengift ins Gras oder Ähnliches beißen mussten, hat die Autorin, die selbst über ein enormes Wissen zu Pflanzen und Giften verfügt, immer wieder die Gelegenheit, interessante botanische Details einfließen zu lassen. Schließlich kann es nicht schaden, mehr über harmlos wirkende Gartenpflanzen und ihre tödlichen Gifte zu wissen – man weiß ja nie, wann solche Kenntnisse einmal nützlich sein könnten.
In diesem Buch passiert eigentlich ständig etwas und man ist als Leser durch die Augen von Pauline als Erzählerin immer hautnah dabei, wenn sie mit scharfzüngigen aber durchaus treffenden Vergleichen ihre Mitmenschen, ob Freund oder Feind, beschreibt.
Irgendwann hatte ich einmal einen kurzen Geistesblitz, wer hinter den Morden stecken könnte, doch mir fehlte völlig ein Motiv, und der Zusammenhang zwischen den Mordopfern blieb fast bis zum Schluss im Dunkeln. Das macht das Buch neben seinem unschlagbaren Humor auch noch spannend.
Auch dieses Mal hat mich der Krimi der besonderen Art absolut überzeugt.
Zugegeben, diese Art von Humor ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Wer jedoch ein Faible für schwarzen Humor und leicht groteske Erzählungen hat, dem sei diese Lektüre wärmstens empfohlen!
5 wohlverdiente Sterne von mir!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
30.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Perfekte Unterhaltung für mich
Das war jetzt mal wieder ganz ein Buch, welches für mich genau die richtige Unterhaltung bietet. Ein amüsanter Kriminalroman, der nebenbei noch Wissen vermittelt, jede Menge Wortwitz und gelungene redewendungen hat, in dem aber zusätzlich fleißig gemordet wird. Gärten, Gift und kalte Rache ist bereits der dritte Teil von Klaudia Blasl und ihrer Rentnertruppe in dem beschaulichen Dörfchen Oberdistelbrunn. Hier gibt es einen neuen Naturschutzreferenten, der Oberdistelbrunn neu erblühen lassen soll. Alles andere als beschaulich wird es dann aber als ein Hundeskelett gefunden wird. Es wird vergiftet noch und nöcher. Selbstjustiz lautet die Devise der Oberdistelbrunner, denn die Polizei tappt wie immer im Dunkeln.
Klaudia Blasl hat einen genialen Schreibstil. Da gibt es soviel an Wortwitz, manchmal Satzweise hinter einander, eigentlich bin ich aus dem Schmunzeln die ganzen Seiten bis zum Ende nie raus gekommen. Die Morde, na ja, sind für mich eher im Hintergrund abgelaufen und deswegen hatte ich auch bis zum bitteren Showdown null Ahnung was da überhaupt los war. Es hat sich aber alles schlüssig geklärt. Von der Idee her fand ich es wieder einmal genial. Natürlich finden sich am Ende wie in jedem Band im Anhang Infos zu einigen Pflanzen, die für mich immer ganz hilfreich sind.
Ein toller Cosy Crime, der in meinem Regal verbleibt und bestimmt noch mehrere Male gelesen wird.
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