Produktbild: Vita
Band CXCIV Vorbesteller

Vita

Aus der Reihe Transfer Bibliothek
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.07.2026

Verlag

Folio

Seitenzahl

528

Maße (L/B)

13,5/21 cm

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Karin Fleischanderl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85256-933-8

Beschreibung

Rezension

„Familiensaga und Liebesgeschichte, Milieustudie und historisches Porträt. Klug, traurig und glänzend recherchiert.“ Brigitte

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.07.2026

Verlag

Folio

Seitenzahl

528

Maße (L/B)

13,5/21 cm

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Karin Fleischanderl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85256-933-8

Herstelleradresse

Folio Verlagsges. Mbh
Pfarrhofstraße 2d
39100 Bozen / Italien
IT

Email: office@folioverlag.com

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  • Jürg K.

    5/5

    21.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrücklich, spannend und emotional

    Es gibt Romane, die nicht einfach eine Geschichte erzählen, sondern ein ganzes Echo von Herkunft, Verlust und Hoffnung in sich tragen. Dieses Buch ist einer davon. Melania G. Mazzucco hat eine Familiensaga über den Mut des Aufbruchs 1903 geschrieben. Täglich laufen Schiffe mit Tausenden Einwanderern den Hafen von Ellis Island an. Von Süditalien nach Ellis Island fühlt sich für mich genauso an, wie ein aufgewühltes Herz, das über den Atlantik getragen wird. Vita und Diamante sind Kinder, aber die Welt zwingt sie viel zu früh in eine Rolle, die Erwachsene kaum ertragen könnten. Ihre nackten Füsse, ihr Hunger, ihre Sturheit all das wirkt wie ein stiller Protest gegen ein Leben, das ihnen nie eine Wahl gelassen hat. Was mich besonders berührt, ist dieser Moment des Ankommens in New York: Die Skyline verspricht Grösse, doch die Realität ist eng, schmutzig, gefährlich. Mazzucco zeigt ohne Pathos, wie brutal der amerikanische Traum sein kann, wenn man ihn von unten betrachtet. Und trotzdem entsteht zwischen den beiden etwas Zartes, fast Trotzendes eine Verbundenheit, die stärker ist als Ausbeutung und Verrat. Dieses Versprechen, das sie sich geben, wirkt wie ein kleiner, leuchtender Widerstand gegen eine Welt, die sie verschlucken könnte. Mazzucco schildert die Geschichte ihres Grossvaters, dies spürt man in jeder Zeile. Es ist kein historischer Roman, der Distanz wahrt, sondern ein persönliches Erinnern, ein Versuch, die Würde jener zu bewahren, die mit leeren Händen und voller Hoffnung aufbrachen. Für mich ist es ein Buch über Mut, aber auch über die Zerbrechlichkeit von Menschen, die nur eines wollen, ein Leben, das ihnen gehört.

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