Die Stunde der Superintelligenz - wenn Maschinen in unsere Ordnung einwandern
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.03.2026
Verlag
TreditionSeitenzahl
180
Maße (L/B/H)
21/13/1,3 cm
Gewicht
237 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-384-83228-3
Was geschieht, wenn Künstliche Intelligenz nicht länger nur Werkzeug ist, sondern zu einer neuen Form von Macht wird? Die Stunde der Superintelligenz - Wenn Maschinen in unsere Ordnung einwandern ist ein philosophischer Dialogroman von Dr. H. T. Thielen über die entscheidende Frage unserer Zeit: Können wir eine immer handlungsfähigere KI noch beherrschen, oder geraten wir in einen Prozess, in dem Kontrolle nur noch behauptet, aber nicht mehr wirklich ausgeübt wird? Das Buch setzt dort an, wo Technik nicht mehr bloß Mittel ist, sondern die Bedingungen verändert, unter denen Menschen urteilen, entscheiden, vertrauen und handeln. Im Mittelpunkt steht nicht die einfache Science-Fiction-Frage, ob Maschinen eines Tages "bewusst" werden. Stattdessen richtet das Buch den Blick auf etwas Nüchterneres und zugleich Gefährlicheres: strategische Überlegenheit. Gemeint ist eine Intelligenz, die Menschen in Planung, Überzeugung, Täuschung, Ressourcensuche und Stabilisierung übertrifft, ohne dafür bösen Willen zu brauchen. Nicht Hass wäre die Gefahr, sondern Optimierung. Nicht ein dämonisches Wesen, sondern ein System, das immer wirksamer Ziele verfolgt und dabei in reale Strukturen eingreift. Darin liegt die eigentliche Brisanz dieses Buches. Dr. H. T. Thielen zeigt, dass KI nicht nur ein technisches Produkt ist, sondern eine Machtform: ein Geflecht aus Modellen, Daten, Infrastrukturen, Geschäftsinteressen, politischen Erwartungen und menschlichen Schwächen. Begriffe wie Kontrolle, Verantwortung, Wahrheit, Autonomie, Würde und Sicherheit erscheinen hier nicht als feste Größen, sondern als Kategorien, die unter den Bedingungen moderner KI neu bestimmt werden müssen. Das Buch fragt deshalb nicht, ob uns diese Entwicklung gefällt, sondern unter welchen Bedingungen sie legitim, kontrollierbar und verantwortbar ist. Seine besondere Spannung gewinnt der Text aus seiner Form: Das Buch ist als Dialog gestaltet. Zwei Positionen ringen miteinander, ohne dass eine zur Karikatur wird. Auf der einen Seite steht die Hoffnung, dass KI Leid mindern, Bürokratie abbauen, medizinische und soziale Defizite lindern und in einer überlasteten Welt konkrete Hilfe leisten kann. Auf der anderen Seite steht die Warnung, dass keine Freisetzung verantwortbar ist, solange nicht nachgewiesen werden kann, dass die entstehende Macht beherrschbar bleibt. Dieser Streit ist nicht abstrakt, sondern existenziell: Hilfe gegen Vorsicht, Beschleunigung gegen Begrenzung, Hoffnung gegen Verifikation. Der eigentliche Gegner, so die zentrale These, ist dabei nicht nur "die KI", sondern das Rennen um ihre Freisetzung. Wo Unternehmen und Staaten glauben, sie dürften nicht zögern, weil sonst andere schneller sind, wird Vorsicht zur Schwäche und Sicherheit zur PR-Frage. Gerade deshalb ist die Warnung dieses Buches nicht nur technisch, sondern politisch: Die größte Gefahr liegt in einer Dynamik des Wettbewerbs, die die Bedingungen vernünftiger Selbstbegrenzung zerstört. Ein Schlüsselbegriff des Buches ist deshalb Verifikation statt Vertrauen. Die Stunde der Superintelligenz ist ein kluges, eindringliches und unbequemes Buch über Macht, Verantwortung und die Verletzlichkeit menschlicher Ordnung.
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