Benediktiner in Ostafrika Die Missionsstation Kloster Pugu im Kontext deutscher Kolonialherrschaft 1888/89
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
12.03.2026
Abbildungen
mit 16 Abbildungen
Herausgeber
Ao. Univ.Prof. Alfred Rinnerthaler + weitereVerlag
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der WissenschaftenSeitenzahl
544
Maße (L/B/H)
21,6/15,3/3,3 cm
Gewicht
763 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-631-94465-3
1887 wurden die ersten 14 Benediktinerinnen und Benediktiner von St. Ottilien im Rahmen der beginnenden deutschen Kolonialherrschaft von Rom aus zur Mission nach Ostafrika gesandt. In der Apostolischen Präfektur Süd-Sansibar gründeten sie als ihre Missionsstation das Kloster Pugu, etwa 20 km südwestlich von Daressalam, wo sie bis zur Zerstörung am 13. Januar 1889 knapp ein Jahr lebten. Bei der Zerstörung, im Zuge des Widerstands der ostafrikanischen Küstenbevölkerung gegen die deutsche Kolonialherrschaft, im sogenannten „Araberaufstand“ (1888-1890), wurden drei Benediktinermissionare getötet; vier weitere gerieten in Geiselhaft und wurden später befreit.
Vor dem Hintergrund des Kolonialismus untersucht die Arbeit das vielschichtige Verhältnis von politisch-kolonialem und religiösem Handeln. Sie analysiert, wie die benediktinische Mission zur deutschen Kolonisation durch die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft (DOAG) stand, und zeigt Gemeinsamkeiten sowie Differenzen auf. Dabei werden die Motive der Missionare ebenso wie der koloniale Kontext kritisch beleuchtet. Anhand verfügbarer Quellen wird zudem geprüft, ob die 1889 getöteten Benediktiner in Pugu als Kriegsopfer oder Märtyrer gelten können. Heute ist Pugu ein bedeutender Wallfahrtsort.
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