Ist der Totenschädel Beethovens tatsächlich der seine? Wie identifiziert man die Toten des Lauda-Air-Absturzes in Thailand? Wie hat Elfriede Blauensteiner ihre Männer ins Jenseits befördert? Der Gerichtsmediziner Christian Reiter kennt die Geheimnisse des Todes. In seinem Studierzimmer sammelt er Schädel, Haare, Larven … Als »Falter«-Chefredakteur Florian Klenk diese Schätze sieht, entdeckt er die Abgründe des Menschen und die Überzeugungskraft der Wissenschaft. Der Arzt und der Journalist, gemeinsam obduzieren sie unsere Gesellschaft.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
literaturfreundin
5/5
21.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Die Toten sind für ihn ein Buch des Lebens"
Wussten Sie, was es mit Vampyren auf sich hat?
Der renommierte Journalist und Jurist Florian Klenk, Chefredakteur der Wiener Wochenzeitschrift "Falter", produziert mit dem Gerichtsmediziner Christian Reiter, den er seit seinem Studium kennt, einen gemeinsamen Podcast, der mehr als eine Million mal gehört wird, und nach langen Gesprächen, Begegnungen und "Ausflügen in Reiters Welt" dieses Buch.
Es erzählt auf kluge und unterhaltsame Weise von Professor Reiters Arbeit als Gerichtsmediziner und Gutachter ebenso wie über den Menschen Christian Reiter, seine Geschichte, seine Herkunft, seine Motivation, sein ernormes Wissen eines universalen Naturgelehrten, seine Arbeit als Wissenschaftler; über historische Ereignisse, Fake News, menschliche Schicksale, Medizin und Medizingeschichte, Politik, Chemie, Physik, Biologie und viele andere Fachbereiche und Disziplinen - und über unser aller Menschsein.
Die Kapitel sind im Stil einer Reportage gehalten und ebenso vielseitig, unterhaltsam und humorvoll wie lehrreich. Man lernt eine Menge, ohne sich belehrt zu fühlen.
Ich habe das Buch mit Freude und Gewinn gelesen.
Bewertung
5/5
17.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Empfehlung
Sehr gutes Buch über einen sehr sympathischen Menschen mit einem sehr interessanten und wichtigen Beruf. Man bekommt auf angenehme Weise einen Einblick in seine Arbeit und neuen Respekt vor dem Beruf.
wonderland09
5/5
15.11.2024
eBook (ePUB)
Inhalt: ------------- Der…
Inhalt: ------------- Der Jurist und Journalist Florian Klenk hat im Rahmen eines Podcasts viele Gespräche mit dem Gerichtsmediziner Christian Reiter geführt.Herausgekommen sind Anekdoten aus dem Leben von Reiter, der Historie der Gerichtsmedizin und spannenden Kriminalfällen, die unterhalten und zum Nachdenken anregen. Mein Eindruck: ------------- Ich kannte bisher weder den Autor noch den Gerichtsmediziner, der in seinem Umfeld als bekannt und geachtet gilt. Da ich mich für (gerichts-)medizinische Fakten interessiere, war ich sehr neugierig. Den Podcast kannte ich ebenfalls nicht, daher waren die Geschichten in diesem Buch alle neu für mich. Keine Wiederholungsgefahr! Die Erzählungen sind sehr unterschiedlicher Natur. Zum einen erfährt man etwas über die »historische Sammlung des Instituts für Gerichtliche Medizin«, biografische Details über Reiters Leben und Karriere und nimmt teil an gerichtsmedizinischer Aufklärungsarbeit, angefangen bei Untersuchungen von historischen Persönlichkeiten bis hin zur Identifizierung von Opfern eines Flugzeugabsturzes in Thailand vor wenigen Jahren. Herr Reiter ist nicht nur ein ambitionierter und intelligenter Mensch, sondern auch ein guter Erzähler mit einer Prise Humor. Und so werden dem Leser u. a. diverse Insekten mit ihrer Lebensweise und Vermehrung unterhaltsam und lehrreich nahegebracht. Auch ein kritisches Wort über die aktuelle Situation wird gewagt. So droht das über viele Jahre erworbene Wissen durch Einsparmaßnahmen in diesem Sektor verloren zu gehen. Welche Konsequenzen dies für unsere Gesellschaft haben wird, deutet Reiter ebenfalls an. Kein schöner Gedanke! Und so ist mit diesem Buch ein unterhaltsamer und gleichsam aufschlussreicher Rundumschlag in die Welt der Gerichtsmedizin gelungen, der gerne auch noch umfangreicher hätte sein dürfen. Meine Neugier auf den Podcast ist geweckt sowie die Hoffnung auf weitere Bücher dieses Duos. Fazit: ------------- Unterhaltsam, aufschlussreich, humorvoll und nachdenklich-kritisch geschrieben: Interessante Einblicke in das Leben und die Arbeit des Autors
Mollymoon108
5/5
29.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr spannend!
Das Buch "Über Leben und Tod" von Christian Klenk ist sehr interessant und man liest es mit angehaltenem Atem. Obwohl der Tod ja nicht unbedingt ein Thema ist, mit dem man sich gerne beschäftigt, gelingt es Klenk mit seiner Darstellung, dass man immer weiter liest und gefesselt ist. Der Weg Reiters, seine Kindheit und sein besonderes Interesse am Sezieren sind interessant und die unterschiedlichen Fallbeispiele lassen den Leser in die Welt der Pathologie eintauchen. Allein der erste Spruch des Prologs sorgt dafür, dass man darüber nachdenkt, wie fragil das Leben ist und inspiriert dazu, doch jeden Tag des Lebens mehr wertzuschätzen. Für alle, die Interesse an der Rechtsmedizin haben, aber auch für alle, die es interessiert, wie Pathologen Todesursachen feststellen können, ist das das richtige Buch. Christian Klenk gelingt es zudem alle Informationen sprachlich geschickt und interessant aufzubereiten, sodass die Lektüre nicht langweilig ist.
Kaeptn
aus Erzhausen
5/5
14.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch hat mich berührt…
Das Buch hat mich berührt Florian Klenks Buch "Über Leben und Tod" ist eine außergewöhnlich tiefgründige und berührende Sammlung von Geschichten, die sich mit den großen Themen unserer Zeit befassen: Leben, Tod und die moralischen Dilemmata dazwischen. Klenk, ein investigativer Journalist und Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung Falter, nimmt den Leser mit auf eine Reise durch das Österreich, das oft im Verborgenen bleibt – hin zu jenen Orten und Menschen, deren Schicksale selten im Rampenlicht stehen. Was das Buch besonders auszeichnet, ist Klenks Fähigkeit, die Grauzonen der Gesellschaft zu beleuchten. Er schafft es, komplexe ethische Fragen greifbar zu machen und den Leser zu ermutigen, über Gerechtigkeit, Verantwortung und Mitmenschlichkeit nachzudenken. Jede Geschichte im Buch basiert auf intensiven Recherchen, und dennoch schreibt Klenk mit großer Empathie und einer einzigartigen Erzählweise, die oft poetisch und zugleich nüchtern wirkt. Stil und Struktur Klenks Erzählstil ist präzise und pointiert, ohne dabei emotionslos zu wirken. Seine Sprache ist klar und zugänglich, was es dem Leser ermöglicht, sich leicht in die Lebenswelten der porträtierten Menschen hineinzufühlen. Gleichzeitig bleibt er immer faktenbasiert und analytisch. Besonders beeindruckend ist die Art, wie er es schafft, die persönlichen Schicksale mit den größeren gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zu verknüpfen. Themen Die Geschichten sind vielseitig und reichen von tragischen Einzelschicksalen bis hin zu juristischen und politischen Missständen. Klenk beleuchtet Fälle, die die Schattenseiten der Gesellschaft offenbaren, sei es in der Justiz, im Gesundheitswesen oder in der Asylpolitik. Dabei geht er jedoch nie sensationsheischend vor, sondern behandelt seine Themen mit Respekt und Feingefühl. Fazit "Über Leben und Tod" ist ein Buch, das lange nachwirkt. Es konfrontiert den Leser mit Fragen, die sich jeder von uns irgendwann stellen muss, und liefert dabei keine einfachen Antworten. Florian Klenk ist ein Meister darin, den Finger in die Wunde zu legen, ohne zu moralisieren. Dieses Buch ist ein Muss für alle, die sich für gesellschaftliche und ethische Fragen interessieren und bereit sind, sich auf die tiefgründigen Reflexionen eines der besten Journalisten unserer Zeit einzulassen. Eine klare Empfehlung für Leser, die anspruchsvolle, aber auch menschlich berührende Lektüre schätzen.
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