Produktbild: Meistens bleibt ja die Frau zu Hause
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Meistens bleibt ja die Frau zu Hause Storys. Ausgezeichnet mit dem International Booker Prize 2025

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27414

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19,4/12,3/2,2 cm

Gewicht

312 g

Farbe

Apricot / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Heart Lamp. Stories

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-81-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27414

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.08.2026

Verlag

Kjona Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19,4/12,3/2,2 cm

Gewicht

312 g

Farbe

Apricot / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Heart Lamp. Stories

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-81-8

Herstelleradresse

Kjona Verlag
Zweibrückenstraße 3
80331 München
DE

Email: hello@kjona.eco

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  • Bewertung

    5/5

    21.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Unterdrückung und Auflehnung

    In zwölf Kurzgeschichten erzählt die Autorin Banu Mushtaq vom Leben muslimischer Frauen in Südindien. Es ist ein Leben im Patriarchat. Die Männer und die Religion bestimmen ihr Leben, das sich innerhalb des Hauses und der Kindererziehung abspielt. Und doch lehnen sich die Frauen auf ihre Art und Weise gegen ihre Bürde auf. So empfiehlt Razia ihrem Mann doch ein Beschneidungsfest zu veranstalten. Somit würden sechs der achtzehn Kinder, die sie beaufsichtigen muss, beschnitten und lägen im Bett, und sie hätte mehr Ruhe. Die Schilderung der Beschneidung sind nichts für zartbesaitete Seelen. Da gibt es Shaista, die sieben Kinder zur Welt bringt, bevor ihr Mann ihr endlich erlaubt, sich sterilisieren zu lassen. Sie stirbt daran und nach vierzig Tagen der Trauer heiratet ihr Mann erneut. Da ist Jamila, die ihren Erbteil von ihrem Bruder einfordert oder Ashraf, die von ihrem Mann verlassen wird, weil sie ihm drei Kinder geboren hat. Sie traut sich mit Petitionen beim Moscheerat um Hilfe zu bitten. Und es gibt Mehrun, die nach fünf Kindern von ihrem Mann betrogen wird. Sie bittet ihre Familie um Hilfe und erhält keine, sondern diese Antwort von ihrem Bruder: "Wenn du irgendeinen Sinn dafür gehabt hättest, die Familienehre zu retten, hättest du dich selbst angezündet. Du hättest nicht herkommen dürfen." Seite 120. Meinung: Ich habe angefangen das Buch im Strandkorb zu lesen. Doch das ist kein Buch für den Strand. Das ist ein Buch, das sich nicht zum nebenher lesen eignet, sondern höchste Aufmerksamkeit verdient. Mich haben die Kurzgeschichten mit unerwarteter Wucht getroffen. Sie sind teilweise so roh und verstörend und vermutlich so nah an der Realität muslimischer Frauen in Südindien. Die Geschichten klingen nach einer längst vergangenen Zeit, aber sie sind im Laufe der letzten 30 Jahre entstanden. Ich bin geschockt, was die Frauen in diesem Buch im Namen der Religion und des Patriarchiats an Unterdrückung ertragen müssen, vor allem die Armen, aber auch diejenigen mit Studienabschluss. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Frauen versuchen, sich im Kleinen gegen die Unterdrückung aufzulehnen. Für mich war das Buch erschütternd und Augen öffnend und gerade deshalb so lesenswert! Das Buch wurde mit dem International Booker Prize 2025 ausgezeichnet.

  • Bewertung

    4/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Licht im Herzen

    Seit Banu Mushtaq 2025 für ihren Erzählband „Heart Lamp“ den International Booker Prize gewonnen hat, habe ich darauf gewartet, dieses Buch lesen zu können. Nun ist der Band endlich in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Meistens bleibt ja die Frau zu Hause“ (aus der Erzählung „Shaista Mahal) im Kjona Verlag erschienen. Banu Mushtaq ist eine indische Autorin, Aktivistin und Anwältin und hat in ihren 12 Erzählungen die Lebenserfahrungen von muslimischen Frauen in Südindien zusammengetragen und in ihrer Muttersprache, dem Kannada, veröffentlicht. Die Erzählungen stammen aus einem Zeitraum von 30 Jahren und zeigen, wie Frauen mit ihrer Wut und Trauer gegen familiäre Widerstände und gesellschaftliche Machtverhältnisse in einem zerrissenen Land umgehen. Die einzelnen Erzählungen sind vielfältig und vielschichtig. Wir erfahren, wie die Hauptfiguren Verschleierung, Zwangsheirat, zahlreiche, zum Teil lebensbedrohliche Geburten oder die Beschneidung ihrer Söhne erleben, wie Frauen beiseite gelegt und ersetzt werden. In der Erzählung „Das Licht im Herzen“ lesen wir beispielsweise, was Frauen in Indien zu einer Witwenverbrennung bewegen kann und in der Titelgeschichte wird der Tod der Ehefrau als nicht schlimm angesehen, weil der Ehemann immer eine andere Frau finden kann, die ihn liebt. Banu Mushtaq erzählt mit leiser Ironie und versteckter Boshaftigkeit scheinbar alltägliche Geschichten, die aber die grausame Lebenswirklichkeit von Frauen aus deren Sicht zeigen und das Persönliche politisch werden lassen. Die Erzählungen haben mich tief bewegt und erschüttert. Teilweise fehlte mir etwas der Spannungsbogen, das hat meinen Lesefluss aber nicht gestört.

  • Bewertung

    aus Buchen

    4/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gott, sei ein einziges Mal eine Frau

    Dieses Buch versammelt 12 Kurzgeschichten, in denen die Autorin vom Leben in Indien erzählt und sie benennt klar Missstände. Vor allen sind da das Patriarchat und die Benachteiligungen der Frauen. Strukturell sind die Storys sich ähnlich, obwohl sie über einen längeren Zeitraum entstanden sind. Dadurch enthält das preisgekrönte Buch eine große Geschlossenheit. Man sollte das Nachwort der Übersetzerin Katrin Binder frühzeitig beachten, denn sie berichtet von der Originalsprache Kannada, in der Banu Mushtaq schreibt und erläutert Besonderheiten der Sprache und einige Begriffe.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    3/5

    27.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das harte Leben der indischen Frauen

    Banu Mushtaq, indische Schriftstellerin und Juristin, hat in ihrem Buch „Meistens bleibt ja die Frau zu Hause: Story“ 12 Geschichten geschrieben über das schwierige Leben in Indien, die Missstände und die Situation der Frauen im Patriarchat. Das Buch wurde mit dem mit dem International Booker Prize 2025 ausgezeichnet. Manche der Kurzgeschichten haben mir sehr gut gefallen (besonders „SHAISTA MAHAL“ und „Das Licht im Herzen“ fand ich sehr stark“).   „Oje … das habe ich ganz vergessen! Ich hätte Ihnen gleich sagen sollen, wer Mujahid überhaupt ist. Also, Mujahid ist mein Hausmann. Na ja, das trifft es nicht ganz. Meistens bleibt ja die Frau zu Hause. Deshalb nennt man sie auch Hausfrau. Nach dieser Logik wäre Mujahid wohl eher mein Büromann. Ach was, das stimmt auch nicht! Das Büro gehört ja nicht mir. Aber wie soll ich ihn dann nennen? Wenn ich ihn »Herr« nenne, wäre ich wohl seine Sklavin. Ich könnte genauso gut ein Stück Vieh oder ein Hund sein. Aber ich habe auch ein bisschen studiert. Ich habe einen Bachelor gemacht. Es gefällt mir überhaupt nicht, unsere Beziehung mit der von einem Herrn und seiner Sklavin zu vergleichen. Vielleicht sollte ich ihn »Ehemann« nennen? Ehemann – Wehemann. Als würde ich auf ein großes Desaster warten! Aber warum gleich an so viel Unglück denken? Ich könnte ihn meinen »Gemahl« nennen … aber keine Frau würde Ihnen ihren Mann vorstellen, indem sie sagt: »Dies ist mein Gemahl«, oder? Diese Bezeichnung wird umgangssprachlich nicht oft benutzt, sie ist eher literarisch. Außerdem möchte man dann sofort »Herr Gemahl« daraus machen, und das klingt beinahe wie »Herrgott«. Diesen Status will ich Mujahid nicht zugestehen. Es ist bei uns, das heißt bei uns Muslimen, schon so, dass für uns Frauen hier auf Erden der Ehemann wie ein Gott ist, ganz wie Gott da oben im Himmel. Stellen Sie sich vor, der Körper eines Mannes wäre mit eiternden und blutenden Wunden bedeckt. Seine Frau stünde auch dann noch in seiner Schuld, wenn sie all diese Wunden mit ihrer Zunge sauber leckte. Egal, ob er ein Trunkenbold oder ein Ehebrecher ist, oder ob er seine Frau Tag und Nacht wegen der Mitgift drangsaliert – egal, wie viele »ob« und »wenn« tatsächlich zutreffen, er bleibt immer noch ihr Ehemann. Ganz egal, welche Religion Sie sich anschauen: Die Frau ist immer die untertänigste Dienerin ihres Mannes, seine Sklavin.“   Etliche der Kurzgeschichten haben mich leider nicht ganz abgeholt. Bei Anthologien dieser Art ist das ja fast „normal“, und am Ende entscheidet sowieso immer der persönliche Geschmack.   Es wäre meiner Meinung nach besser, das erklärende Nachwort von Übersetzerin Katrin Binder als Vorwort zu drucken, das hätte das Verständnis der Lektüre erleichtert.   Final vergebe ich 3 von 5 Sternen.   Vielen Dank an den Kjona Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!

  • Bewertung

    5/5

    29.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Großartig!

    Ein wirklich tolles Buch, das mich vor allem durch seine vielen unterschiedlichen Geschichten überzeugt hat. Besonders interessant fand ich, dass hier die Perspektive einer Minderheit sichtbar gemacht wird und man dadurch auch viel über die kulturellen und gesellschaftlichen Hintergründe erfährt. Jede der zwölf Geschichten erzählt auf ihre eigene Weise von weiblichem Widerstand und davon, wie Frauen sich in einer von Patriarchat, Klassismus und religiösen Machtstrukturen geprägten Gesellschaft behaupten müssen. Dabei hat jede Geschichte ihre eigene Moral, ohne dass diese einem einfach vorgegeben wird – vielmehr ergibt sie sich ganz natürlich aus dem Erlebten der Figuren. Besonders gut gefallen hat mir der Humor. Trotz der teilweise wirklich schweren und bedrückenden Themen sind die Geschichten oft unglaublich witzig, pointiert und teilweise fast schon satirisch. Gerade diese Mischung macht das Buch für mich so besonders: Man ist wütend über die Ungerechtigkeiten und muss im nächsten Moment über die Schlagfertigkeit oder den absurden Umgang der Figuren damit lachen.

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