Kurz vor dem Mauerfall flieht Janna mit ihren Eltern in den Westen. Drei Monate später nimmt sich ihr Vater, ein Schriftsteller, das Leben. In seinen Händen ein Zettel, auf dem nur fünf Buchstaben stehen: Janna. 30 Jahre später kehrt sie, inzwischen selbst Schriftstellerin, auf der Suche nach Antworten ins mecklenburgische Kohltal, das Dorf ihrer Kindheit, zurück. Niemand hat hier auf sie gewartet. Selbst Oskar, Sohn des SED-Ortssekretärs und damals ihr bester Freund, geht ihr aus dem Weg. Als Janna schon wieder abreisen will, stößt sie im baufälligen Bootshaus des Vaters auf dessen Tagebücher. Es scheint, als hätten Jannas Eltern die DDR damals nicht freiwillig verlassen. Und als hätte das ganze Dorf davon gewusst.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
hamburg.lesequeen
aus Bargfeld-Stegen
5/5
09.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lesepraline
EINE EINFACHE WAHRHEIT
Corinna Kreuzer
ET: 21.07.26
„Kein Vater sollte so feige sein, sich über der Wut seines Kindes das Leben zu nehmen und es für immer in Stich zu lassen, nur weil es leichter war, den Abzug zu drücken, als sich der Wut zu stellen.“ (S. 185)
Jannas Vater ist tot. Er hat sich das Leben genommen – nur drei Wochen nach ihrer Flucht aus der DDR in den Westen. Als man ihn fand, hielt er einen Zettel mit ihrem Namen in der Hand. Kurz zuvor hatten Vater und Tochter sich heftig gestritten, und seitdem gibt Janna sich die Schuld an seinem Tod.
Dreißig Jahre später möchte sie einen Roman über ihren Vater schreiben. Doch ausgerechnet ihr Verlag, der ihre Bücher sonst schätzt und feiert, lehnt das Thema ab. Selbst ihr Ehemann, der gleichzeitig ihr Agent ist, stellt sich auf die Seite des Verlags und rät ihr, die Geschichte erst einmal ruhen zu lassen.
Also beschließt Janna, in das kleine mecklenburgische Kohltal zurückzukehren. Sie will herausfinden, was von ihrem Vater geblieben ist. Doch schon bald stellt sie fest, dass sich dort kaum etwas verändert hat. Die Menschen sind noch immer voller Vorurteile und zeigen mit dem Finger auf den Mann, der sich damals „rübergemacht“ hat. Janna aber will Antworten. Sie möchte verstehen, warum ihr Vater Hals über Kopf fliehen wollte und dafür alles hinter sich ließ.
Was für ein wundervolles Debüt von Corinna Kreuzer. In Rückblenden erfahren wir von Jannas Kindheit und Jugend in der DDR, von ihrer Freundschaft mit Oskar, dem Sohn des Dorfarztes und linientreuen Parteimitglieds, und davon, wie sehr sie sich damals für ihren unangepassten Vater schämte.
Einmal begonnen, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die vielen kleinen Geschichten fügen sich nach und nach zu einem berührenden Gesamtbild zusammen, erzählt in Corinna Kreuzers wunderschöner, ruhiger Sprache.
Gerne empfehle ich euch diese kleine literarische Lesepraline.
5/5
Eva
5/5
21.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grenzen sprengen
Kein Stacheldraht, kein Schlagbaum, kein Zaun. So beginnt eine einfache Wahrheit. Dabei sind sie doch überall, die Grenzen. In den Köpfen, in Jannas Fähigkeit, sich zu erinnern, zum Westen, zwischen Vater und Tochter, zwischen denen die dazugehören und denen die außenvor bleiben.
In Kohltal in Mecklenburg, war Jannas Vater der Außenseiter, der Zugezogene, der Unruhestifter. Er kam in den Osten, auf der Suche nach Utopie und Freiheit im anderen System, um dann an der politischen Realität spektakulär zu scheitern. Die Zuschreibungen, die Marginalisierung überträgt das Dorf ungefiltert an die Tochter.
Kurz vor der Grenzöffnung flieht Janna mit ihren Eltern in den Westen. Kurz darauf erschießt sich ihr Vater, einen Zettel in den Händen, auf dem ihr Name steht.
30 Jahre später ist Janna auf der Suche nach der Wahrheit, sucht sie im Schreiben, kehrt zurück nach Kohltal. Das Dorf schweigt. Der Vater schwieg.
Eine einfache Wahrheit erforscht Grenzen. Worte reißen Grenzen ein, sprengen Grenzen, das Schweigen errichtet Mauern. Janna ist Schriftstellerin, genau wie ihr Vater. Sie hinterfragt Grenzen.
Corinna Krenzer schreibt mit subtilem Humor und täuschend echten Dialogen. Sie trifft einen Ton, der trotz des Schmerzes, der Wut und der Schuld zwischen den Zeilen Leichtigkeit zulässt. Die Mecklenburger sind ebenfalls nicht die Gesprächigsten und dennoch sprechen die lebendigen, nahbaren, facettenreichen Charaktere so viel zwischen den Zeilen.
Eine einfache Wahrheit erzählt von Schuld und Wut, von den Grenzen, die familiäre Prägungen auferlegen und von dem unbändigen Wunsch, das eigene Leben zurückzuerobern.
Es durchbricht ein immer noch vorrherschendes Narrativ, das der Suche nach Identität in Romanen, die im Osten spielen, die eine generelle Ost-Identität zuschreibt und zugesteht. Innerhalb der mecklenburgischen Dorfgemeinschaft in den 1980er Jahren verknüpft sie ein Leben, das sich zwischen den Grenzen zweier unterschiedlicher politischer Systeme bewegt, mit dem persönlichen Ballast aus Schuld und Scham, Wut und Schmerz.
Eine einfache Wahrheit schwingt auf zwei Ebenen. Es widerspricht Stereotypen und erzählt gleichzeitig eine spannende, tiefsinnige, sprachlich ausgefeilte Geschichte. Ein literarisch beeindruckendes, im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs höchst relevantes Debüt. Möge diese Stimme deutlich hörbar bleiben!
Bewertung
5/5
19.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Von der Schuld und dem großen Schweigen
Janna, 44, Schriftstellerin. In Kohltal im Osten geboren, mit 14 Jahren mit ihrer Familie in den Westen geflohen. Drei Monate nach ihrer Flucht hat sich ihr Vater Ulli, Schriftsteller, umgebracht. In der Hand ein Zettel, auf dem "Janna" stand. 30 Jahre lang hat sich Janna die Schuld an dem Tod ihres Vaters gegeben. Aber was hatte sie getan? War es ihre Wut, die ihn erst verstummen und dann sich umbringen ließ? Oder hatte sie ihn wirklich beim Ortsparteisekretär verraten, obwohl sie sich an nichts erinnern konnte? Sie wollte doch nur in die FDJ und ihr Vater war dagegen.
30 Jahre nach dem Tod ihres Vaters reist Janna nach Kohltal zurück um herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Sie trifft auf ihren besten Freund Oskar, der ihre Briefe nie beantwortet hat, und sich auch nach 30 Jahren nicht über ein Wiedersehen freut und ihr sogar aus dem Weg geht. Auch die anderen Dorfbewohner scheinen Jannas Anwesenheit zu missbilligen. Wissen sie mehr als Janna? Oder ist es diese "einfache Wahrheit"? Jannas Vater Ulli war einst aus dem Westen in den Osten gekommen, um Jannas Mutter Bea zu heiraten und für Frieden und Freiheit im Osten zu kämpfen. Da er aber seinen Mund nicht halten konnte, bekam er Probleme. Er verlor seinen Job als Lehrer und ist schließlich mit seiner Familie wieder in den Westen geflohen. Nehmen die Kohltaler ihr und ihrer Familie die Flucht immer noch übel? Ist Oskar nach 30 Jahren immer noch sauer, dass Janna sich nicht verabschiedet hat? Warum gibt es dann das Bootshaus des Vaters immer noch und warum pflegt Oskar das Grab ihrer Eltern?
Im alten Bootshaus ihres Vaters findet Janna die "Erika", die alte Schreibmaschine ihres Vaters und unter morschen Bohlen seine versteckten Tagebücher und ihre alten Schulhefte. Die "einfache Wahrheit" zerfällt wie ein Kartenhaus. Viele Menschen in Kohltal haben geschwiegen und Schuld auf sich geladen, ob willentlich oder unwillentlich. Und am meisten derjenige, dem Janna am meisten vertraut hat.
"In Kohltal gab es keine Geheimnisse. Nur Dinge, über die man nicht sprach." Seite 85.
Meinung: Was für ein großartiger Debütroman von Corinna Krenzer. Klar und präzise schreibt die Autorin über die Vorgänge, die vor 30 Jahren in Kohltal stattgefunden haben. Der Roman würde sich hervorragend für eine Verfilmung eignen. Viele Szenen sind so bildstark geschildert, dass sie im Kopf bleiben. Und der Roman eignet sich für eine kontroverse Diskussion in West und Ost. So oder so ähnlich hat sich die Geschichte vielleicht mehrfach ereignet. So oder so ähnlich wurde und wird geschwiegen. So oder so ähnlich leben Menschen immer noch mit ihrer Schuld oder falschen Schuldzuweisungen. Und wer stand dabei auf der richtigen Seite der Geschichte?
Die Rahmenhandlung um Jannas Ehemann Hannes und ihre Geliebte Marie hätte ich nicht gebraucht. Ich finde die Handlung um Janna und die Menschen in Kohltal trägt ganz für sich.
"Eine einfache Wahrheit" ist ein Roman, über den ich noch lange nachdenken werde und den ich bestimmt nochmals lesen werde, um wirklich alle Details zu erfassen. Ich kann den Roman von Corinna Krenzer jedem empfehlen, der sich für deutsch-deutsche Geschichte und spannende Unterhaltung interessiert. Eine echte Entdeckung!
Eternal-Hope
aus Österreich
4/5
03.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unglaublich packend erzählt, mit kleinen Schwächen in Bezug auf die historische Authentizität
"Eine einfache Wahrheit" ist das Romandebüt der 1989 in Frankfurt am Main, also in der damaligen BRD, geborenen Autorin Corinna Krenzer. Von dieser Autorin werden wir hoffentlich noch viel hören, denn die Geschichte ist von einer außergewöhnlich starken, besonderen Stimme erzählt, die die Leserinnen und Leser von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zieht und in Atem hält.
Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, einerseits um das Jahr 2019, als die 44-jährige Schriftstellerin Janna See nach vielen Jahren und lange nach dem Tod beider Eltern für kurze Zeit wieder in ihren alten Heimatort im mecklenburgischen Kohltal zurückkehrt. Sie ist auf der Flucht vor sich selbst, mitten in der Midlife-Crisis, entfremdet von ihrem Ehemann, der gleichzeitig ihr Literaturagent ist, außerdem in einer Beziehungskrise mit ihrer lesbischen Affäre Marie sowie enttäuscht von ihrem Verlag, der ihre letzte Romanidee zurückgewiesen hat. Gleichzeitig quält sie sich seit 30 Jahren damit, dass sie sich die Schuld am Suizid ihres Vaters gibt.
Ihr Vater Ulli See war ursprünglich als junger Mann mit hohen Idealen und verliebt in eine junge Frau aus der DDR, die er bei einem Besuch dort kennen gelernt hatte, aus der BRD in die DDR gezogen, aber schnell von der realen Umsetzung des Sozialismus desillusioniert worden, hatte zu viele kritische Gedanken geäußert, wurde in Folge degradiert und gedemütigt und schließlich hatte die Familie sehr plötzlich kurz vor der Wende aus der DDR fliehen müssen und in der BRD von ganz unten noch einmal anfangen müssen. Daran und an der Entfremdung in der Familie war er verzweifelt und hatte sich kurz nach der Flucht das Leben genommen.
Auf der zweiten Zeitebene erleben wir also die Familie See in der DDR. Hier gibt es durchaus idyllische Kindheitsmomente mit einer berührenden Kinderfreundschaft zwischen Janna und Oskar, dessen Mutter gestorben ist und der von seinem Vater, Arzt und eine mächtige Figur in der lokalen SED, nicht viel Liebe erfährt, und in Jannas Familie warmherzig aufgenommen wird und hier viele Nachmittage verbringt. Doch ist wirklich alles so gewesen, wie es damals schien?
Dramaturgisch ist die Geschichte sehr gut aufgebaut und äußerst packend und einfühlsam erzählt. Wichtige zwischenmenschliche Themen insbesondere zu Eltern-Kind-Beziehungen und was das Leben in einem unterdrückerischen Regime mit diesen machen kann, welche Distanz und welches Misstrauen auch aus einer ursprünglich guten familiären Verbindung entstehen können, werden in dem Buch nachdrücklich und einprägsam verhandelt.
Auch sprachlich finden sich viele sehr prägnante Stellen insbesondere zu den Themen Anpassung vs. Rebellion, Unterdrückung vs. Freiheit, Individualität vs. Kollektiv:
""Janna wusste es. Ihre Mutter sagte es ihr oft. Dass sie sich benehmen musste. Keinen Blödsinn machen. Tun, was die Erwachsenen ihr sagten, so wie Oskar, schneller noch als Oskar. Weil alles, was Janna tat, und alles, was Janna nicht tat, auf ihren Vater zurückfiel und ihr Vater schon genug daran zu tragen hatte, dass alles, was er selbst tat und nicht tat, auf ihn zurückfiel." (S. 59 im E-Book)
"Stattdessen Schweigen. Wirf die Tagebücher weg. Alles ins Feuer beim Hexenbrennen, worüber besser nie wieder zu sprechen war. Gut möglich, dass sie es immer so machten. Dass die Kohltaler es deshalb so viele Jahrzehnte miteinander aushielten, ohne dass sich je etwas zu ändern schien. Und ohne das Bedürfnis, davonzulaufen." (S. 147 im E-Book)
Somit handelt es sich insbesondere für ein Debüt um ein außergewöhnlich starkes Werk, das von einem besonderen schriftstellerischen Talent zeugt.
Nur einen kleinen Kritikpunkt habe ich und der betrifft die historische Authentizität. Klarerweise kann eine 1989 in der BRD geborene Autorin rein aus ihrer eigenen Lebens- und Familiengeschichte kein tiefgründiges Erfahrungswissen über die DDR oder die heutigen neuen Bundesländer Deutschlands haben.
Ein authentischer Roman aus dieser Perspektive braucht also eine umso tiefer gehende Recherche, die die Autorin zum Teil sicher auch gemacht hat. Dennoch sind mir ein paar kleine Unstimmigkeiten aufgefallen, wenn ich das Buch mit vielen anderen Werken von Menschen, die die DDR erlebt haben, vergleiche: beispielsweise ist es mehrmals Thema, dass Menschen in Kohltal der Familie auch nach 30 Jahren noch nachtragen würden, dass sie ohne Abschied gegangen wären. Das war aber meines Wissens damals üblich: wer wirklich aus der DDR flüchten musste und so einen Außenseiterstatus hatte, wie diese Familie zu diesem Zeitpunkt, der konnte sich nicht unbedingt noch von allen im Ort ausgiebig verabschieden und kaum jemand hätte mit dieser Familie öffentlich in Verbindung gebracht werden wollen.
Weiters wirken die ostdeutschen Figuren in der heutigen Zeitebene so, als ob seit 1989 keine Zeit vergangen wäre und es keine Entwicklung gegeben hätte: sie werden so dargestellt, als ob sie die direkten Nachfolger ihrer 30 Jahre jüngeren Ichs oder sogar ihrer Eltern aus der DDR-Zeit wären: ohne irgendeine Reue oder Reflexion. Da ist die damalige überzeugte Parteigenossin und Lehrerin auch als alte Frau 30 Jahre später noch genauso wie damals, und alle anderen eigentlich auch. Dass wir uns 30 Jahre nach der Wende befinden sollen, habe ich den Figuren also nicht wirklich angemerkt.
Ich glaube, dass der Roman damit den heute in den neuen Bundesländern lebenden Menschen nichts Gutes tut, weil dadurch eher verbreitete Klischees noch verstärkt werden (was vermutlich nicht die Absicht der Autorin war).
Ich rate also dazu, dieses wirklich sehr spannend und auch zum Nachdenken anregende Werk eher als sehr fiktive Geschichte in einer fiktiven DDR und einem fiktiven wiedervereinigten Deutschland zu lesen und nicht als eine zwar erfundene Geschichte, die aber stark in historischen Tatsachen wurzeln würde, denn in dieser Hinsicht gibt es noch Luft nach oben.
Bewertung
aus Wermelskirchen
4/5
20.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine spannende deutsch-deutsche Geschichte
Was bleibt von einem Menschen, wenn er plötzlich alles zurücklasst und schweigt?
Janna ist 44 Jahre alt, als sie in das mecklenburgische Dorf ihrer Kindheit zurückkehrt und Fragen nach der Vergangenheit stellt. Kurz vor dem Mauerfall war Janna mit ihren Eltern aus der DDR in den Westen geflogen. Drei Monate später nahm sich der Vater das Leben und in seinen Händen hielt er einen Zettel mit ihrem Namen.
Janna möchte verstehen, was damals wirklich geschah. Doch im Dorf stößt sie auf Ablehnung und alte Vorurteile. Selbst Oskar, ihr einst bester Freund und Sohn des SED-Ortssekretärs geht ihr aus dem Weg. Erst als Janna im baufälligen Bootshaus ihres Vaters auf dessen Tagebücher stößt, beginnt sich das Bild ihrer Vergangenheit zu verändern. Offenbar war die Flucht der Eltern nicht so freiwillig, wie Janna immer geglaubt hat. Und die Dorfbewohner wussten mehr, als sie je erzählt haben.
Corinna Krenzer erzählt eine bewegende deutsch-deutsche Familiengeschichte über Schuld, Angst und Geheimnisse und die Folgen einer Vergangenheit, die nie richtig aufgearbeitet wurde. Dabei steht die Vater-Tochter-Beziehung im Mittelpunkt. Janna ist wie ihr Vater Schriftstellerin geworden und das Schreiben wird für sie zu einem Weg, Erinnerungen zu ordnen und Lücken zu schließen.
Ruhig und zugleich mit großer Sogwirkung entfaltet der Roman nach und nach seine Geheimnisse. DDR-Geschichte, Erinnerungskultur, Heimat, Identität,Freundschaft und weibliche Selbstermächtigung verbinden sich zu einem vielschichtigen Familiendrama.
Wer sich mit der DDR-Geschichte beschäftigen möchte, findet hier eine berührende und spannende Geschichte. Wenn man sich erst einmal in die Geschichte eingefunden hat, kann man den Roman nicht mehr aus den Händen legen. Große Leseempfehlung.
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