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Denis Johnson

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Christian Brückner

Spieldauer

5 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

20.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

83

Verlag

Argon

Übersetzt von

Bettina Abarbanell

Sprache

Deutsch

EAN

9783732471157

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Fassung

ungekürzt

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Argon

Übersetzt von

Bettina Abarbanell

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Deutsch

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9783732471157

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Genrewechsel misslungen

Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 22.06.2021

Bewertungsnummer: 769167

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein äußerst ansprechendes Cover im nostalgische Comic-Look. Eine nach literarischem Roadmovie klingende Geschichte. Der äußere Schein von „Keine Bewegung!“ lässt bei Freunden kleiner Krimi-Kleinode die Erwartungen in die Höhe steigen, nur um diese dann bereits knappe 50 Seiten später ungespitzt in den Boden zu rammen. Viel länger dauert es nämlich nicht, bis man begreift, dass dieser „grandiose Genre-Scherz“ leider wörtlich zu nehmen ist. Johnson wartet mit einer unausgegorenen Story auf, die bereits kurz nach Beginn extrem schnell verflacht und ungefähr so lustig ist wie das letzte Bühnenprogramm von Fips Asmussen. Das Niveau der Witze segelt ganz knapp unterhalb der Radarschwelle und ist in seiner Ausführung derart offensichtlich Richtung Elmore Leonard gebürstet, dass es zum Himmel schreit. Der große Unterschied: Altmeister Leonard hätte die wenigen Seiten wohl besser zu nutzen gewusst und sich nicht wie Johnson auf den Wiedererkennungseffekt verlassen. Und überhaupt fragt man sich, was „Keine Bewegung!“ eigentlich werden sollte. Noir? Pulp? Gesellschaftssatire? Parodie? Betrachtet man sich allein die Besetzung des Romans, welche vom Hoden fressenden Psychopathen Gambol bis zum gemeinen mexikanischen Schurken (oder ist er jetzt doch Araber?) Juarez reicht, kommen Erinnerungen an Tarantinos Werke hoch. Doch was in „Pulp Fiction“ oder „From Dusk till Dawn“ zum Schreien komisch war, reizt hier gerade mal zu einem müden Lächeln. Johnsons gestelzte Komik liest sich derart banal und konstruiert, dass einem das einem das im Aufbau begriffene Grinsen im Gesicht wegstirbt und man auch unter größter Anstrengung keine Sympathie für irgendjemanden aufbringen will. Und selbst verabscheuen und hassen kann der Leser die Figuren letztendlich nicht, so farblos grau und ausgegoren wirkt das Ganze. Tja, und der rote Faden der Geschichte? Eher ein Gewirr von Knoten, das sich rasant von einer brutalen Auseinandersetzung zur nächsten Perversität windet, um zwischendurch immer wieder mit kruden Dialogen einen Angriff auf die Lachmuskeln zu proben: Ein Blindgänger auf ganzer Linie also? Nun ganz so schlimm ist es dann nicht, bleibt Johnson doch den Gesetzen des Genres treu und schreibt eine Geschichte, welche Freunde der kantigen, groberen Gangart eventuell sogar begeistern könnte. Ein Großteil der Leserschaft wird aber wohl mit dieser klischeehaft gestrickten Handlung so seine liebe Mühe und Not haben, und letztendlich dem Ende entgegenfiebern, das entsprechend den vorherigen Geschehnissen gleichsam unoriginell und platt ausfällt. Insgesamt ist „Keine Bewegung“ ein misslungener Versuch des Genre-Wechsels, der einmal mehr verdeutlicht, dass nicht jeder Romancier die Kunst der wenigen Worte beherrscht. Ein Scherz ganz sicher. Leider einer, der allzu selten zündet und aufgrund der inhaltlich dürren Geschichte jeglichen Tiefgang vermissen lässt.

Genrewechsel misslungen

Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 22.06.2021
Bewertungsnummer: 769167
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein äußerst ansprechendes Cover im nostalgische Comic-Look. Eine nach literarischem Roadmovie klingende Geschichte. Der äußere Schein von „Keine Bewegung!“ lässt bei Freunden kleiner Krimi-Kleinode die Erwartungen in die Höhe steigen, nur um diese dann bereits knappe 50 Seiten später ungespitzt in den Boden zu rammen. Viel länger dauert es nämlich nicht, bis man begreift, dass dieser „grandiose Genre-Scherz“ leider wörtlich zu nehmen ist. Johnson wartet mit einer unausgegorenen Story auf, die bereits kurz nach Beginn extrem schnell verflacht und ungefähr so lustig ist wie das letzte Bühnenprogramm von Fips Asmussen. Das Niveau der Witze segelt ganz knapp unterhalb der Radarschwelle und ist in seiner Ausführung derart offensichtlich Richtung Elmore Leonard gebürstet, dass es zum Himmel schreit. Der große Unterschied: Altmeister Leonard hätte die wenigen Seiten wohl besser zu nutzen gewusst und sich nicht wie Johnson auf den Wiedererkennungseffekt verlassen. Und überhaupt fragt man sich, was „Keine Bewegung!“ eigentlich werden sollte. Noir? Pulp? Gesellschaftssatire? Parodie? Betrachtet man sich allein die Besetzung des Romans, welche vom Hoden fressenden Psychopathen Gambol bis zum gemeinen mexikanischen Schurken (oder ist er jetzt doch Araber?) Juarez reicht, kommen Erinnerungen an Tarantinos Werke hoch. Doch was in „Pulp Fiction“ oder „From Dusk till Dawn“ zum Schreien komisch war, reizt hier gerade mal zu einem müden Lächeln. Johnsons gestelzte Komik liest sich derart banal und konstruiert, dass einem das einem das im Aufbau begriffene Grinsen im Gesicht wegstirbt und man auch unter größter Anstrengung keine Sympathie für irgendjemanden aufbringen will. Und selbst verabscheuen und hassen kann der Leser die Figuren letztendlich nicht, so farblos grau und ausgegoren wirkt das Ganze. Tja, und der rote Faden der Geschichte? Eher ein Gewirr von Knoten, das sich rasant von einer brutalen Auseinandersetzung zur nächsten Perversität windet, um zwischendurch immer wieder mit kruden Dialogen einen Angriff auf die Lachmuskeln zu proben: Ein Blindgänger auf ganzer Linie also? Nun ganz so schlimm ist es dann nicht, bleibt Johnson doch den Gesetzen des Genres treu und schreibt eine Geschichte, welche Freunde der kantigen, groberen Gangart eventuell sogar begeistern könnte. Ein Großteil der Leserschaft wird aber wohl mit dieser klischeehaft gestrickten Handlung so seine liebe Mühe und Not haben, und letztendlich dem Ende entgegenfiebern, das entsprechend den vorherigen Geschehnissen gleichsam unoriginell und platt ausfällt. Insgesamt ist „Keine Bewegung“ ein misslungener Versuch des Genre-Wechsels, der einmal mehr verdeutlicht, dass nicht jeder Romancier die Kunst der wenigen Worte beherrscht. Ein Scherz ganz sicher. Leider einer, der allzu selten zündet und aufgrund der inhaltlich dürren Geschichte jeglichen Tiefgang vermissen lässt.

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