Dieser Titel ist Programm. Kleine Kostprobe gefällig? Ein Sauerteig löst Staatskrisen aus. In einem Altersheim ist die Zeit kaputt. Eine christliche Schülerband plant nach dreißig Jahren ihr großes Comeback. Ein unsichtbarer Schauspieler macht Karriere. Fassbinder sieht Fack ju Goehte im Kino. Ein Wolfsmädchen wird It-Girl. Eine chinesische Reisegruppe irrlichtert durch Europa. Der Schädel von Hitler wird bei eBay versteigert. Ein Mann verspeist sich selbst. Na ... Unglaublich genug? Eine rasante Achterbahnfahrt durch die Höhen und Tiefen menschlicher Existenzen. Pechschwarzer Humor. Gnadenlos absurd. Unterhaltsam. Lustig. Seltsam. Abgründig. Skurril.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
24.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
grandios
30 unglaubliche Kurzgeschichten von Florian Schröder mit Illustrationen von Martin Fengel.
Die Illustrationen zu beginn einer Kurzgeschichte sind passend, abstrakt und teilweise recht skurril .
Da jede Kurzgeschichte hat einen anderen Plot hat, bekommt man hier als Leser 30 sehr unterschiedliche Kurzgeschichten präsentiert. Teils schwarzhumorig, teils skurill etc.. Konnte sehr oft schmunzeln, den Kopf über die Ideen des Autors schütteln ( im positiven Sinne) und war immer sehr gespannt darauf, wie wohl die Geschichte enden wird. Nicht nur einmal hat mich der Autor mit dem Ausgang einer Geschichte überrascht.
Die Geschichten kommen schnell auf den Punkt, sind unterhaltsam und leicht verständlich geschrieben.
So manch eine Alltagssituation wurde von dem Autor sehr gut beobachtet, die als Grundidee für eine seiner Kurzgeschichte diente.
Ich empfehle dieses Buch weiter.
Bewertung
5/5
18.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Unsterblichkeit, here I come“ Herr Kowatsch hustet sich in die Operngeschichte
Florian Schröder hat mit „30 unglaubliche Kurzgeschichten“ eine Sammlung vorgelegt, die hält, was der Titel verspricht: Unterhaltsam, lustig, seltsam, abgründig, skurril. Das ist kein leeres Werbeversprechen, sondern eine präzise Beschreibung dessen, was den Leser zwischen diesen Buchdeckeln erwartet.
Den Auftakt macht Herr Kowatsch, ein Opernliebhaber ohne Talent, der sich in berühmten Mitschnitten verewigt, indem er im richtigen Moment hustet oder niest – eine perfekte Ouvertüre für einen Band, in dem scheiternde Außenseiter die Hauptrollen spielen. Da ist der siebenjährige Helga, deren Sauerteig „Hermann“ außer Kontrolle gerät und ganz Europa unter sich begräbt. Da ist der schwäbische Auftragsrapper Mario W., der als Industriemechaniker verkleidet Recruiting-Videos für Automobilzulieferer rappt. Da ist Rainer Werner Fassbinder, der alle zehn Jahre ins Kino darf und sich über „Fack ju Göhte“ kaputtlacht.
Schröders Stil ist direkt, bildhaft, oft zynisch – aber nie kalt. Er schreibt präzise, in kurzen bis mittellangen Sätzen, mit wenigen Adjektiven, dafür umso mehr treffenden Beobachtungen. Seine Geschichten beginnen meist ganz alltäglich und steigern sich dann ins Groteske, Absurde, manchmal bis ins kaum Erträgliche. Das funktioniert erstaunlich gut, weil der lakonische Ton die Übertreibungen trägt.
Die Themen des Buches sind vielfältig: Scheitern, Einsamkeit, Selbstzerstörung, Kommerzialisierung, Kunstbetrieb, Beziehungsfrust, Social-Media-Wahn. Schröder übt scharfe Gesellschaftssatire – auf die linke Kunstblase im Kapitel „Das Kunststudium“, auf den Medienbetrieb in „Beim Regional-Feuilleton“, auf die Charity-Inszenierung in „Bumgrading“, wo Obdachlose für eine absurde Trendsportart gestylt und gefilmt werden. Dabei zeigt er nie mit dem moralischen Zeigefinger, sondern lässt die Absurdität für sich selbst sprechen.
Besonders gelungen sind die melancholischen Geschichten. „Unsichtbar“ erzählt von einem unsichtbaren Schauspieler, der seinen Traum lebt und am Ende glücklich ist – eine seltene versöhnliche Note in diesem oft düsteren Band. „Schlecht gealtert“ handelt von drei ehemaligen Zivildienstleistenden, die ihr Seniorenheim besuchen und feststellen, dass einige Bewohner von damals noch leben – eine beklemmende Meditation über Altern und Vergessen. „Der Stammtisch“ schließlich, die letzte Geschichte, lässt einen Baron aus dem Jahr 1756 in die Zukunft reisen, wo er Handys, Autos und U-Bahnen sieht – klug, komisch und ein eleganter Abschluss.
Nicht alle Geschichten sind für jeden Leser geeignet. „Fleisch“ (Kannibalismus als Selbstverzehr) ist extrem verstörend, fast nihilistisch. Die Ekel-Momente im Schwimmbad-Kapitel sind bewusst überzeichnet. Wer klassische, geradlinige Erzählungen mit klaren Moralvorstellungen sucht, wird hier nicht glücklich. Wer aber schwarzen Humor und groteske Gesellschaftssatire liebt, für den ist dieser Band ein Volltreffer.
Die Illustrationen von Martin Fengel zwischen den Kapiteln sind einfach, abstrakt und passen gut zum Ton der Geschichten – ob man sie in die Bewertung einbezieht, bleibt Geschmackssache.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen. Die Sammlung ist durchweg gelungen, jede Geschichte hat ihre eigene Pointe, ihren eigenen Ton – und doch erkennt man Schröders unverwechselbare Handschrift. „30 unglaubliche Kurzgeschichten“ ist ein Buch für Leser, die sich gerne verstören, überraschen und zum Lachen bringen lassen – auch wenn das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt.
Bewertung
4/5
12.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herrlich skurril
Bereits die abstrakten Illustrationen, die jede Kurzgeschichte einleiten, finde ich sehr unterhaltsam.
Die Kurzgeschichten sind lustig, herrlich skurril und manchmal politisch nicht ganz korrekt. Einfach perfekt für zwischendurch. Wenn man abends zu müde ist, um tief in einen Roman einzutauchen oder am Tag nur kurz Zeit hat, eine kurze Geschichte geht immer.
30 sehr unterschiedliche Kurzgeschichten, die mich teilweise sehr zum Lachen gebracht haben. Manche wenige zielen aber auch ein wenig über das Ziel hinaus und steigern sich für mich ins Unerträgliche. Das finde ich bei einer Kurzgeschichten-Sammlung aber nicht schlimm. Es ist einfach für jeden etwas dabei.
Absolut Leseempfehlung für alle, die Kurzgeschichten mit schwarzen Humor mögen.
Bewertung
5/5
19.05.2026
eBook (ePUB)
Geschichten, die im Kopf bleiben
dem Buch „30 unglaubliche Kurzgeschichten“ ist der Name definitiv Programm! Hier werden skurrile, witzige und merkwürdige Geschichten erzählt, die oftmals mit einer guten Portion schwarzem Humor versehen sind. Einige Geschichten, wie z.B. die über einen unfassbar riesigen Hermann-Teig, wirken auf den ersten Blick wie aus dem Alltagsleben gegriffen, nehmen dann aber eine völlig verrückte und unerwartete Wendung. Gerade dadurch lassen sie die Leser*innen sprachlos zurück und bleiben im Kopf! Jede der Geschichten kommt dabei mit ca. 5 bis 10 Seiten aus, ist also angenehm kurz und pointiert und lädt dazu ein, auch mal mehr als eine Geschichte am Stück zu lesen.
Ich muss zugeben, dass es mindestens eine Geschichte gab, die meiner Meinung nach die Grenzen des guten Geschmacks überschritten und mich geekelt hat („Fleisch“). Doch das Gute an der Kurzgeschichtensammlung ist ja, dass man auch einzelne Geschichten überspringen darf, wenn sie einen nicht ansprechen. Als Ausgleich dazu hat mir z.B. die nachfolgende Geschichte über die Eigenheiten der Schwaben sehr gefallen und mich zum Schmunzeln gebracht. Insgesamt kann ich dieses Buch allen Kurzgeschichten-Fans und Leser*innen, die Lust auf abwechslungsreiches und humorvolles Lesevergnügen haben, definitiv ans Herz legen!
Fazit: 30 Kurzgeschichten, die definitiv im Kopf bleiben - skurril, witzig und voller schwarzem Humor.
E.W.
aus Vorarlberg
5/5
19.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Was alles möglich oder unmöglich ist
30 humorvoll umgesetzte Alltagsgeschichten die mit einem kleinen schmunzeln auf den Lippen gelesen werden dürfen. Der Sauerteig Hermann der aus dem Ruder läuft oder doch lieber mit einer chinesischen Reisegruppe einen Europatrip absolvieren. Hinter jeder dieser 30 Geschichten ist eine Geschichte die ein humorvolles Ende nimmt. Dieses Buch lädt zum Schmunzeln ein. Würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
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