Hanna befreit sich aus einer Sekte, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Doch ist darin auch Platz für Noah? Hanna lebt in Freiheit auf Zeit: Nur für die Dauer ihres Studiums darf sie die streng religiöse Gemeinschaft verlassen, in die sie hineingeboren wurde. Doch mit jedem Tag auf dem Campus wird ihr mehr bewusst, in welchen Käfig sie gezwängt wurde. Jetzt trägt sie Jeans anstatt der verabscheuten langen Röcke, geht mit ihrer Mitbewohnerin zum Tanzen und spürt zum ersten Mal, was ein Leben ohne Fesseln bedeutet. Und sie lernt Noah kennen, der mit seiner Abenteuerlust unbekannte – verbotene – Gefühle in ihr weckt. Er bewundert Hanna für ihre innere Kraft und bestärkt sie, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Doch Hanna kennt nur gehorsame Unterordnung und hört diese düstere Stimme in ihrem Kopf: Sie droht ihr mit schweren Konsequenzen für sie und ihre Familie, sollte sie sich nicht an die Regeln der Gemeinde halten. Was würde geschehen, wenn sie niemals zurückkehrt?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Johanna Zimmermann
5/5
23.08.2026
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Wenn die Liebe begleitet, aber nicht rettet
"Like the First Breath – Based on Elena’s Story" von Tine Nell erzählt von Hanna, die in einer streng religiösen Gemeinschaft aufgewachsen ist und diese nur für die Dauer ihres Studiums verlassen darf. Außerhalb der Gemeinde erlebt sie erstmals, was es bedeutet, selbst über ihr Leben zu entscheiden: Sie trägt Jeans, geht tanzen, findet Freundschaften, und lernt Noah kennen. Doch die jahrelange religiöse Kontrolle und die damit verbundenen Ängste und Schuldgefühle lassen sich natürlich nicht einfach abstreifen.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand Josephine Hochbruck und Florens Schmidt wirklich toll. Beide haben die Gefühle sehr authentisch transportiert, sodass Hannas innerer Konflikt, aber auch die hoffnungsvollen und liebevollen Momente richtig bei mir angekommen sind.
Besonders berührt hat mich, dass der Roman auf Elenas echter Geschichte basiert. Dadurch fühlten sich vor allem Hannas vermeintlich kleine Schritte in die Freiheit noch einmal viel bedeutungsvoller an. Dinge, die für andere vollkommen selbstverständlich sind, muss sie sich erst erlauben, immer begleitet von der Angst, etwas Verbotenes zu tun und dadurch ihre Familie zu verlieren.
Was ich an der Geschichte besonders mochte: Es gibt eine Romance, aber sie ist nicht der eigentliche Mittelpunkt. Noah kommt nicht in Hannas Leben und rettet sie mal eben. Im Zentrum stehen ihre Befreiung, ihre Selbstbestimmung und die Frage, wie man nach jahrelanger Kontrolle überhaupt lernt, der eigenen Stimme zu vertrauen. Solche Geschichten gibt es für meinen Geschmack noch viel zu selten.
Und dann natürlich Found Family. Dieses langsame Entdecken von Freundschaft, Zugehörigkeit und einem sicheren Ort außerhalb der eigenen Herkunftsfamilie fand ich unglaublich schön. Die Menschen um Hanna geben ihr Halt, ohne ihr die Entscheidungen abzunehmen, und genau dadurch fühlten sich diese Beziehungen so wertvoll an.
Ein emotionales Hörbuch über religiöse Kontrolle, weibliche Selbstbestimmung und den Mut, sich ein eigenes Leben aufzubauen, mit einer zarten Liebesgeschichte, die Hannas Entwicklung begleitet, ohne sie zu überdecken.
4,5 von 5 Sternen ⭐️
Kerstin Kartenwerkstatt Kreativ- und Buchblog
Thalia Book Circle Community
5/5
29.05.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Mein emotionales Jahreshighlight
Like the first Breath von Tine Nell erschien im Heartlines Verlag. Die Geschichte basiert auf der Story von Elena. Das passende Hörbuch dazu wurde von Josephine Hochbruck und Florens Schmidt für den Hörbuch Hamburg Verlag eingelesen. Für mich ist es die dritte Based On Story aus dem Heartlines Verlag, die ich regelrecht verschlungen habe. Und ich muss sagen, sie hat mich komplett gefesselt und tief berührt. Das Hörbuch landet damit direkt auf meiner Top Ten Liste für 2026.
„Ich dachte immer Liebe wäre ein Fehler, kein Gefühl, sondern gehorsam. Jetzt weiß ich, dass sie alles ist in und um mich, sie hält alles zusammen."
Dieser Satz der Protagonistin Hanna sagt schon sehr viel darüber aus, welche Gefühle und Fragen die Geschichte aufwirft. Hanna und Noah fungieren beide als Ich-Erzähler, wobei Hanna eindeutig den größeren Erzählpart übernimmt.
Ich war sofort mittendrin und sehr oft schlicht sprachlos über das, was ich da hörte. Ich durfte zum Glück in einer normalen Umgebung aufwachsen und kenne die Zwänge von Bruderschaften und Sekten nur aus Erzählungen. Ich erinnere mich noch gut an die Diamantene Hochzeit meiner Großeltern, als ich neben einem entfernten Verwandten saß, den ich in der Familie zum ersten Mal bewusst wahrnahm. Seine Mutter war nach dem Tod des Vaters einer Sekte beigetreten, die ihr in schwerer Stunde half, aber auch dafür sorgte, dass die Kinder alle mit in diesem Leben gefangen blieben. Er erzählte mir, dass er mit 18 Jahren dem Ganzen den Rücken gekehrt hat, danach aber nur noch einen erschwerten Kontakt zu seiner Familie pflegen konnte.
Genau an dieses Gespräch musste ich denken, während ich Hannas Schilderungen lauschte. Sprecherin Josephine Hochbruck unterstützt mit ihrer Stimmlage und Intonation die Gefühlslage, besser gesagt das Gefühlschaos der Protagonistin, sehr überzeugend. Zwischendurch hatte ich immer wieder Gänsehaut, weil ich einfach nicht glauben konnte, dass so etwas möglich ist. Und doch sagte mir mein Verstand: ja, es ist möglich. Im Nachwort geben übrigens sowohl Tine Nell als auch Elena kurze Statements zur Entstehung des Buches und zu den Fakten, auf denen die Geschichte beruht. Ich bin schwer beeindruckt, wie real Tine Nell die Szenen geschrieben hat, und am Ende war ich einfach nur aufgewühlt über das, wie viel Wahrheit darin steckt. Aber das musst du am besten selbst hören oder lesen.
Noch ein paar Worte zu Noah und dem männlichen Sprecher Florens Schmidt. Noah zeigt sich gegenüber Hannas Unerfahrenheit sehr einfühlsam, und das hört man auch in der Stimme des Sprechers deutlich. Man spürt förmlich die bedachten Gesten und Sätze des Protagonisten und muss ihn einfach ins Herz schließen. Auch er ist nicht mit Friede, Freude, Sonnenschein aufgewachsen, durfte aber eine relativ normale Kindheit und Jugend erleben, während Hanna nur Gehorsam und Rollenbilder kannte.
Sehr eindrucksvoll sind die kleinen Rückblenden in Hannas Erzählung, die durch ihre Tagebucheinträge sichtbar werden. Als Leserin darf ich so an ihrer Zerrissenheit zwischen der Liebe zu Geschwistern und Eltern und der Sehnsucht nach Freiheit teilhaben.
Hast du dich schon mal mit dem Leben in einer Bruderschaft oder Sekte auseinandergesetzt? Magst du Geschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen? Dann bist du hier genau richtig. In Like the first Breath von Tine Nell tauchst du in eine andere Welt ein und schaust Hanna über die Schulter, wie sie es schafft, aus der Gemeinschaft zu entkommen und ihre ersten Schritte in die Freiheit zu gehen. Ich war von Anfang an fasziniert und konnte einfach nicht aufhören. Ich musste wissen, wie es am Ende für Hanna und Noah ausgeht. Kann eine Liebe entstehen, oder zieht das Blut und die Herkunft stärker an der Protagonistin? Freue dich auf eine spannende und einfühlsame Geschichte. Von mir gibt es eine klare Hör- und Leseempfehlung, denn für mich ist es ein absolutes Jahreshighlight.
love.books4ever
aus Villingen-Schwenningen
4/5
17.05.2026
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Voller Mut und Hoffnung
„Like the First Breath“ von Tine Nell ist ein True-Fiction- Roman voller Leben, Hoffnung, Verzweiflung, Selbstfindung und Liebe.
Schon nach wenigen Kapiteln war ich tief in Hannas Gedankenwelt gefangen - zwischen Angst, Schuldgefühlen und dem nahezu verzweifeltem Wunsch nach Freiheit.
Die Autorin schreibt gewohnt flüssig, emotional und packend. Als Hörbuch hat die Geschichte für mich noch intensiver gewirkt…. Insbesondere
Hannas Emotionen, wie z.B. ihre Zerrissenheit konnte man förmlich spüren. Josephine Hochbruch und Florens Schmidt haben der Geschichte ihre Stimmen verliehen und einen wirklich tollen Job gemacht.
Mit Hanna und Noah haben wir zwei wundervolle Charaktere, die ich sehr gern hatte. Ab der ersten Minute habe ich zusammen mit Hanna gehofft und gebannt und fand sie so unheimlich stark und mutig.
Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie schwer es ist, sich von toxischen Strukturen zu lösen, wenn man sein ganzes Leben darin aufgewachsen ist. Gleichzeitig steckt so viel Hoffnung zwischen den Seiten. Noah bringt Licht in die Geschichte, ohne Hannah Entwicklung zu überschatten und genau das mochte ich sehr.
Für alle, die emotionale Geschieden über Selbstfindung und Mut lieben.
Bewertung
4/5
04.05.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Sehr schön
Ich durfte das Hörbuch zu Tine Nells Buch hören und war positiv überrascht. Die Sprecher:innen waren beide sehr angenehm und authentisch – man hört einfach gerne zu.
Bei der Geschichte war ich anfangs ehrlich gesagt skeptisch: Sekte? Wahre Begebenheit? Und ich mittendrin – na ja… Aber Tine Nell hat das wirklich gut umgesetzt. Nachvollziehen kann ich es nicht komplett, aber ich konnte es verstehen.
Die Verbindung zwischen den Protagonist:innen entwickelt sich ruhig, aber konstant, was mir gut gefallen hat. Gelesen hätte ich das Buch vermutlich nicht, aber als Hörbuch hat es mich absolut überzeugt.
Thomas
aus Karlsruhe
5/5
08.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Emotionaler True-Fiction-Roman
Ich habe bereits ein paar Bücher aus dem {heartlines} Verlag gelesen, weil ich das True-Fiction-Konzept einfach so toll finde. Bisher konnte mich zwar leider keines so richtig überzeugen, aber dennoch wollte ich "Like the First Breath" von Tine Nell unbedingt lesen. Denn die Ausgangssituation rund um Hanna, die aus einer strengen religiösen Glaubensgemeinschaft nach München kommt, um zu studieren, klang für mich einfach unglaublich spannend.
Nells Schreibstil ist flüssig und einnehmend, sodass ich ab der ersten Seite mitten im Geschehen war. Hannas Reise nach München, in eine mehr oder weniger fremde Welt, war so toll beschrieben, und ich konnte so gut mit ihr mitfühlen. Man spürt beim Lesen richtig den extremen Kontrast zwischen den strengen Regeln, mit denen Hanna aufgewachsen ist, und dem völlig neuen, freien Leben an der Uni.
Besonders gut gefallen hat mir die Darstellung von Hannas innerem Zwiespalt. Obwohl sie die Freiheiten ihres neuen Lebens genießt, ist da immer diese Stimme in ihrem Kopf, die ihr Schuldgefühle einredet und sie wieder und wieder in eine Angstspirale katapultiert. Ich habe richtig mit ihr mitgefühlt und war so froh, als sie nach und nach ihre tiefsitzenden Denkmuster hinterfragt und auch ablegt.
Dies ist nicht zuletzt Noah zu verdanken, der eine absolute Green Flag ist. Er geht so liebevoll und rücksichtsvoll mit ihr um und bestärkt sie darin, sie selbst zu sein und auf ihr Bauchgefühl zu hören. Es war so schön zu sehen, wie die beiden sich näherkommen und Hanna sich mehr und mehr traut, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen.
Zugegeben: Manchmal haben sich Hannas Zweifel und Gedanken doch etwas wiederholt, was das Tempo zwischendurch minimal gebremst hat. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Die Geschichte hat mich dennoch so tief berührt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Insgesamt ist "Like the First Breath" ein toller und emotionaler True-Fiction-Roman, der mich von Anfang an gefesselt hat. Große Leseempfehlung!
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5/5
24.05.2026
eBook (ePUB)
Starke Story
Die Geschichte einer jungen Frau die sich aus ihrer sehr religiösen Gemeinschaft und dadurch auch von ihrer Familie lossagt hat mich gefesselt. Wie stark die Famile und Gemeinde auf einen einzelnen Menschen einwirkt ist immer wieder interessant. Vor allem wenn, wie in diesem Buch, die Kraft zum selber entscheiden stärker ist als alles was man von klein an vorgesagt bekommt.
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