Gleißendes Sonnenlicht, weiß getünchte Gebäude vor einem wolkenlosen blauen Himmel, schaukelnde Segelboote im malerischen Hafen. Als Juno zum ersten Mal die griechische Insel Inios betritt, ist sie von der Schönheit des Ortes geblendet. Dennoch hat sie ihr Ziel fest vor Augen: Juno will unbedingt ihren unbekannten Vater finden. Aber je länger sie bleibt, desto deutlicher zeigt sich die Insel als ein Ort der Schatten und Bedrohungen. Und für Juno könnte es schon bald zu spät sein, um zu entkommen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Andernach
5/5
25.08.2026
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Erdrückende Spannung im Urlaubsparadies
Juno und ihr Mann Luke sind seit einigen Jahren verheiratet und seit 2 Jahren versuchen sie unbedingt Eltern zu werden. Juno fühlt sich wie in einem Hamsterrad und das englische Wetter drückt ihr aufs Gemüt. Heimlich flüchtet sie sich nach Griechenland auf die Insel Inios, auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater. Sie ist fest überzeugt, dass wenn sie ihren Vater kennt, sie selbst wieder ins Lot kommt. Ihr Hippie-Mutter hat ihr nie etwas über ihn erzählt und erst als ihre Großmutter starb, bei der sie aufwuchs hat sie Briefe ihrer Mutter gefunden, die ihr seinen Namen verrieten: Nico! Die Insel ist wunderschön, aber inzwischen deutlich teurer als 1985. Also nimmt sie einen Job als Hochzeitsplanerin im Ressort ihrer Großfamilie an, ohne sich erkennen zu geben. Doch über Nico wird nur geschwiegen und die Familie mit ihren ehrgeizigen Plänen ist einigen auf der Insel ein Dorn im Auge. Ihre Vorgängerin ist spurlos verschwunden und immer wieder erhält sie Warnungen sowohl vor der Insel, als auch vor ihrer Suche oder ihrer Familie. Trotz der immer stärker werdenen Gefühls der Bedrohung, kann sie jetzt nicht aufgeben....
Wer bin ich und wo komme ich her? Für die meisten von uns, gehören unsere Eltern einfach zu unserem Leben, aber was macht es mit uns, wenn dem nicht so ist? Da kann Juno genauso dickköpfig sein, wie ihre Hippie-Mutter, die sie mit 11 Jahren zu den Großeltern gab und jede Auskunft mit ominösen Ausflüchten verweigert. Je länger wir Juno auf ihrer Suche begleiten, desto besser konnte ich ihre sehr distanziert-ablehnende Haltung gegenüber ihrer Mutter verstehen. Eigentlich ist Juno total sympathisch und sehr flexibel und freundet sich auch wirklich schnell mit der einzigen anderen englischen Mitarbeiterin, der deutlich jüngeren Milly, einer Partymaus an. Die Insel scheint ein Paradies zu sein, allerdings voller dunkler Vorahnungen, die Juno echt zermürben. Warum machen alle immer aus allem so ein Geheimnis?
Nach und nach erfahren wir mehr. Denn Jess Ryder erzählt die Geschichte aus 2 Perspektiven und 2 Zeitebenen: einmal jetzt aus Junos Sicht und aus Estelles Sicht 1984, als Estelle noch ganz anders war.... Diese Wechsel werden ganz klar durch die Kapitelnamen und Ansagen der jeweiligen Perspektive angekündigt, so dass man da nicht durcheinander kommt. Britta Steffenhagen lässt aber auch jedes Mal ihre Stimme charakteristisch switchen. Als Estelle ist sie rauher, quirliger und kantiger, als Juno sympathisch, normal, lebendig, aber nicht überdreht. Durch diese Perspektiven will man mit Juno immer dringender wissen, was damals 1984/85 passiert ist, dass Estelles Leben so aus der Bahn warf. Man wird gefangen von der Sonne, der Hitze, den Stechmücken und der Urlaubsatmosphäre, hinter der aber noch viel mehr lauert... ist es ein reines Familiengeheimnis, oder steckt noch mehr dahinter? Juno scheint auf der Stelle zu treten.... und dennoch verdichtet sich die Atmosphäre....
Der Kontrast zwischen den Touristen/zugezogenen Mitarbeitern, den Einheimischen und dem Clan von Nicos Familie passt zu Sonne und Schatten auf der Insel. Hier im Mittelmeer herrschen noch ganz andere Gesetze, als in England. Kann es wirklich sein, dass Frauen so wenig zu sagen haben? Die Familienstrukturen kommen Juno sehr archaisch vor und so viel scheint sich seit ihrer Geburt auch nicht geändert zu haben.
Britta Steffenhagen bringt mit ihrer Stimme sowohl Sonne und Meer, als auch ein Gefühl des Unbehangens und der Spannung in die Geschichte. Es ist mehr ein Thriller, der sich im Kopf abspielt, dadurch, dass Juno sich stets beobachtet fühlt... Keine Action, eher leises Grauen, bis sich am Ende alles gewaltsam entlädt und Juno nicht weiß, ob sie diese Insel jemals lebens verlassen wird. Das wird nicht nur hoch brisant, Jess Ryder hat auch Erbarmen mit uns und löst alle offenen Fragen auf.... Im Epilog werden dann alle noch verbliebenen Fragen geklärt. Ich finde, es lässt sich im Sommer super hören!
Bewertung
4/5
07.06.2026
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Familiendrama in traumhafter Kulisse
In Junos Leben läuft es gerade nicht so gut. Ihre Ehe ist in einer Krise,außerdem trauert sie um ihre Großmutter, die gerade gestorben ist,Bei ihr hat sie den größten Teil ihrer Kindheit verbracht.Als sie den Nachlass ihrer Großmutter ordnet, stößt sie auf alte Postkarten, die ihre Mutter einst aus Griechenland an ihre Eltern geschickt hat. Das bringt sie auf die Idee auf die Insel.Inios zu reisen,um sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen,den sie nie kennengelernt hat.Ihre Mutter rät ihr dringend von dieser Reise ab, doch davon lässt sich Juno nicht beirren.
Die Geschichte wird nun im steten Wechsel zwischen den Jahren 1984 /85 und heute erzählt,jeweils aus der Sicht von Estelle und Juno.
Die Autorin greift eine große Anzahl von Themen wie kriminelle Machenschaften, Vergewaltigung, Korruption, Umweltthemen, Familienstreitigkeiten und nicht zuletzt die griechische Kultur auf.Der immer stärker werdende Tourismus mit seinen Vor- und Nachteilen und das gestörte Mutter/ Tochter Verhältnis werden ebenfalls thematisiert.
Die einzelnen Personen waren gut ausgearbeitet, ich hatte klare Bilder im Kopf. Während mir Juno von Beginn an sympathisch war,hatte ich zu ihrer Mutter Estelle ein eher gespaltenes Verhältnis.
Mir gefiel der Schreibstil sehr gut, die Beschreibungen der Landschaft und der Natur weckten Urlaubssehnsüchte.
Ich habe mir das Buch von Britta Steffenhagen vorlesen lassen,die ihre Aufgabe sehr gut gemeistert hat.
Genremäßig würde ich das Buch als Familiendrama und nicht als Thriller einordnen.Von mir vier Sterne für gute Unterhaltung.
Fredhel
Thalia Book Circle Community
4/5
18.05.2026
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Gefährliche Sommerromanze
„Die Touristin“ von Jess Ryder ist eine ideale Urlaubslektüre, die mich gut unterhalten hat. Die Geschichte wird geschickt auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt: In den 80ern erleben wir Estelle, die sich auf der griechischen Insel Inios in den Kellner Niko verliebt – eine Sommerliebe, die scheinbar dramatisch endet. In der Gegenwart entdeckt ihre Tochter Juno zufällig durch alte Postkarten die wahre Identität ihres Vaters. Trotz aller Warnungen vor dem einflussreichen Inselclan begibt sie sich auf Spurensuche nach Inios und muss am eigenen Leib erfahren, wie gefährlich das ist. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, allerdings plätschert die Handlung lange wie eine leichte Sommerstory dahin. Die Spannung ist eher mittelmäßig und zieht erst gegen Ende richtig dramatisch an. Ein großes Lob geht an die Hörbuchsprecherin: Ihre leicht kratzige, freche Stimme passt perfekt zum Charakter der eigensinnigen Juno. Insgesamt eine nette, atmosphärische Geschichte, für die ich gerne 4 Sterne vergebe.
Bewertung
3/5
06.05.2026
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Mamma Mia! Suche nach dem Vater.. und nach dem Thrill
Als Hörbuch gehört, gelesen von Britta Steffenshagen
Sommer 1984:
Estelle und ihre Freundin machen Urlaub auf einer griechischen Insel wo sie sich in einen Griechen verliebt.
Heute:
Juno reist trotz aller Warnungen nach Griechenland, um ihren Vater zu suchen.
Das Cover ist bunt und trotzdem auch düster und macht gespannt auf den Inhalt.
Der Schreibstil ist leicht erzählerisch und verständlich.
Die Sprecherin hat eine leicht angerauhte Stimmer, der man gerne zuhört.
Inhaltlich hab ich mich bis zum letzten Drittel ziemlich gelangweilt.
Bis zu dem Punkt, an dem Juno abreist, ist es ein Roman.
Eine Frau, die in Griechenland ihren Vater sucht, gibt mir totale Mamma Mia Vibes, aber keine Krimi oder sogar Thriller Vibes.
Meiner Meinung nach fehlt auch mehr oder weniger Tiefe.
Insgesamt war es sehr langweilig, wenn man sich auf einen echten Thriller gefreut hat.
Bewertung
3/5
30.04.2026
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Solide erzählt, aber ohne großen Nachhall
Die Stärke dieses Hörbuchs liegt klar in der Umsetzung: Die Sprecherin liest ruhig, angenehm und differenziert, sodass man den Figuren gut folgen kann. Auch das Tempo ist stimmig und unterstützt die eher leise Erzählweise.
Atmosphärisch punktet die Geschichte mit ihrem Schauplatz auf einer griechischen Insel, der sehr bildhaft und stimmungsvoll beschrieben wird. Inhaltlich bleibt die Handlung jedoch recht vorhersehbar und entwickelt nur wenig Spannung.
Die Protagonistin ist zwar nachvollziehbar, erreicht emotional aber nicht die Tiefe, die die Geschichte noch stärker gemacht hätte. Positiv hervorzuheben ist die thematische Ebene rund um familiäre Abhängigkeiten und gesellschaftliche Rollenbilder.
Insgesamt ein solides, eher ruhiges Hörbuch, das sich gut hören lässt, aber kein nachhaltiges Hörerlebnis bietet.
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