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Die letzte Kammer

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.03.2026

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

354

Maße (L/B/H)

19/12/2,5 cm

Gewicht

377 g

Farbe

Schwarz / Grau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8192-0641-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.03.2026

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

354

Maße (L/B/H)

19/12/2,5 cm

Gewicht

377 g

Farbe

Schwarz / Grau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8192-0641-2

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  • Bewertung

    5/5

    17.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Dieser Roman lässt nicht los

    Thomas Grubers Roman “Die letzte Kammer” habe ich mit wachsender Begeisterung gelesen, weil der Roman etwas schafft, das selten geworden ist: Er erzählt nicht einfach nur eine Geschichte, sondern fängt ein Lebensgefühl ein. Einzelne Szenen wirken fast filmisch: nächtliche Gespräche, exzessive WG-Abende, Diskussionen über Philosophie zwischen Kneipe, Musik und Alltag. Diese Mischung aus studentischer Freiheit, Überforderung und Sinnsuche wirkt erstaunlich authentisch. So mancher Leser und manche Leserin dürfte sich in diesen Beschreibungen selbst wiederfinden. Der Roman entwickelt von Seite zu Seite eine zunehmende Dichte und zieht einen dabei immer tiefer in den Text hinein. Ein Text im Übrigen, der viel Dunkles hat. Die Protagonisten bleiben dabei vielfach uneindeutig - was zum Weiterlesen antreibt. Man möchte wissen, wie sich der Plot entwickelt und was aus den Figuren wird. Diese sind nicht durchaus alle sympathisch - so, wie im richtigen Leben. „Die letzte Kammer“ ist kein leicht konsumierbares Buch, und genau das ist seine Stärke. Wer schnelle Unterhaltung sucht, wird hier nicht glücklich. Wer jedoch eine dichte, psychologisch präzise und atmosphärisch starke Lektüre möchte, ist hier am richtigen Ort.

  • Bewertung

    5/5

    16.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Allein unter vielen - kluger und unterhaltsamer Gesellschaftsroman

    Der Roman lässt sich flüssig lesen, ist aber dennoch keine bloße Unterhaltungsliteratur, sondern regt durchaus zum Nachdenken an: Wie kann es gelingen, sich einerseits nicht von der Gesellschaft vereinnahmen zu lassen, aber anderseits der Gefahr der Vereinzelung zu entgehen? Der Roman zeigt, wie schwierig es ist, eine eigene Haltung zu bewahren und dennoch Teil einer Gemeinschaft zu bleiben. Daneben geht es um die moralische Frage: Ist der Mensch von Natur aus böse oder besitzt er stets die Möglichkeit, sich für das Gute zu entscheiden? Wer vor der Jahrtausendwende jung war, wird im ersten Teil bei vielen Details schmunzeln, die die Erfahrungswelt zu D-Mark-Zeiten und ohne Smartphones lebendig machen. Sehr gelungen sind auch die Einblicke in die Absurditäten der Arbeitswelt, etwa von entmenschlichten Unternehmensphilosophien, die Gemeinschaft predigen und Unterwerfung meinen. Gleichzeitig lebt der Roman von fein beobachteten Szenen menschlichen Zusammentreffens. Dabei ist die Sprache häufig bildhaft und atmosphärisch. Insgesamt ein kluger und unterhaltsamer Gesellschaftsroman.

  • Bewertung

    4/5

    16.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    brennt sich in den Kopf

    Jupiter verwandelt sich in Amphitryon um mit dessen Frau Alkmene zu schlafen. Alkmene bemerkt den Betrug nicht und aus dieser Verbindung tritt Herkules hervor. Dieses Theaterstück spielen die beiden Studenten Heike und Marc in den frühen 90ern. Heike hat einen Freund, Alexander. Hält sich mit einem Job bei Quelle Versand über Wasser und zusammen mit ihrer besten Freundin Gabi bilden die vier eine Clique die viel Zeit miteinander verbringt. Thomas Gruber führt einen mit ruhigen, klaren Erzählton durch die Handlung, was manchmal wie eine Länge wirkt ist jedoch die Vorbereitung auf einen Knall, der dafür richtig sitzt. Davon hat er einige eingebaut, bis hin zu einem spektakulären Finale. Ich sag's euch, es war richtig krass und heftig. Doch würde ich sagen, in der Geschichte geht es nicht grundsätzlich um die Handlung, sondern mehr um die Folgen von Täuschung und Schuld über Generationen. Was in den 90ern beginnt führt in die heutige Zeit. Die Manipulation, Lügen, Identitätsverlust, Machtmissbrauch, all das bleibt. Wir begleiten den Werdegang der vier Protagonisten, hinein in seelenlose Konzerne, in denen Druck ausgeübt wird, mehr Überstunden, Stellenabbau und heftige Methoden um alles aus den Mitarbeitern heraus zu quetschen. Als Leser sieht man, wie sie sich selbst verlieren, an Anpassung, ein System und Erwartungen der Gesellschaft, bis am Ende alles kippt. Dabei durchlebt man das Theaterstück wie beiläufig, es durchzieht die gesamte Geschichte, subtil und unaufhaltsam. Beim lesen hatte ich das Gefühl, nicht frontal getroffen zu werden, sondern das Buch ist in meinen Kopf eingesickert um dann ohne Vorwarnung zu zuschlagen. Es ist keine Geschichte, die in mir Sympathie auslöst, mehr , reale Schrecken. Was ich als sehr gelungen empfinde. intensive Erlebnis und schöne 90er Feelings! Jupiter verwandelt sich in Amphitryon um mit dessen Frau Alkmene zu schlafen. Alkmene bemerkt den Betrug nicht und aus dieser Verbindung tritt Herkules hervor. Dieses Theaterstück spielen die beiden Studenten Heike und Marc in den frühen 90ern. Heike hat einen Freund, Alexander. Hält sich mit einem Job bei Quelle Versand über Wasser und zusammen mit ihrer besten Freundin Gabi bilden die vier eine Clique die viel Zeit miteinander verbringt. Thomas Gruber führt einen mit ruhigen, klaren Erzählton durch die Handlung, was manchmal wie eine Länge wirkt ist jedoch die Vorbereitung auf einen Knall, der dafür richtig sitzt. Davon hat er einige eingebaut, bis hin zu einem spektakulären Finale. Ich sag's euch, es war richtig krass und heftig. Doch würde ich sagen, in der Geschichte geht es nicht grundsätzlich um die Handlung, sondern mehr um die Folgen von Täuschung und Schuld über Generationen. Was in den 90ern beginnt führt in die heutige Zeit. Die Manipulation, Lügen, Identitätsverlust, Machtmissbrauch, all das bleibt. Wir begleiten den Werdegang der vier Protagonisten, hinein in seelenlose Konzerne, in denen Druck ausgeübt wird, mehr Überstunden, Stellenabbau und heftige Methoden um alles aus den Mitarbeitern heraus zu quetschen. Als Leser sieht man, wie sie sich selbst verlieren, an Anpassung, ein System und Erwartungen der Gesellschaft, bis am Ende alles kippt. Dabei durchlebt man das Theaterstück wie beiläufig, es durchzieht die gesamte Geschichte, subtil und unaufhaltsam. Beim lesen hatte ich das Gefühl, nicht frontal getroffen zu werden, sondern das Buch ist in meinen Kopf eingesickert um dann ohne Vorwarnung zu zuschlagen. Es ist keine Geschichte, die in mir Sympathie auslöst, mehr , reale Schrecken. Was ich als sehr gelungen empfinde. intensive Erlebnis und schöne 90er Feelings!

  • Marcel

    aus Geesthacht

    4/5

    10.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Nicht einfach für Nebenbei - dieser Gesellschaftsroman bleibt für immer

    Es handelt sich bei diesem Werk, meiner Meinung nach, weder um einen Thriller och um einen klassichen Roman.. ganz im Gegenteil. Was man hier bekommt ist ein Buch, einzuordnen wie ich finde in die Gruppe der Gesellschaftsromane, welches mit viel Zeit gelesen werden sollte anstatt es mal eben irgendwie "wegzusnacken". Das Buch hat mich gepackt ja, aber weniger der Handlung wegen.. sondern eher der Stimmung wegen. Es geht in diesem Buch um Menschen, die dazugehören wollen, die viel denken, zerdenken und diskutieren ohne wirklich weiterzukommen. Das Buch ist insofern anspruchsvoll, weil es viel Zeit für tiefgreifende Dialoge und Reflexionen aufwendet. Man spürt förmlich die inneren Konflikte der Personen und man merkt dass sich etwas aufstaut, was sich defintiv entladen muss. Gewalt spielt da eher eine nebensächliche Rolle, da sie gefühlt unausweichlich ist und dazugehören muss. An mancher Stelle hätte ich mir etwas mehr direkte Handlung gewünscht, aber es wurde trotzdem nie langweilig.

  • Hubertus C. Feldmann

    4/5

    02.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Das Leben zwischen Theater und Realität, zwischen Sein und Schein

    Eines ist unbestreitbar, dass Buch will nicht nur unterhalten, sondern hat auch eine Botschaft im Gepäck – auch wenn die stringente Umsetzung hin und wieder ins Stolpern gerät. Mit einem professionellen Lektorat hätten zumindest einige sprachliche oder grammatikalische Schnitzer vermieden werden können. Dabei ist die Geschichte gut durchdacht, nimmt die Leser:innen mit in eine Welt, wo der Schein das Sein oft zu überholen scheint. Und sich die Frage aufdrängt: Ist das ganz Leben nicht ein Theater, mit uns als Statisten und der Welt als die dazugehörige Bühne? Wobei diese Geschichte von im Wesentlichen drei bis vier Hauptakteuren bestimmt und auf zwei weiter voneinander entfernten Zeitebenen erzählt wird, was dem Leser den Freiraum gibt, beim Lesen die passenden Bezüge herzustellen, bevor sie noch explizit benannt werden. Zugleich vermischen sich Realität und Theater(spiel) so intensiv, dass daraus die Akteure nicht unbeschadet hervorgehen können. Der erste Teil, in dem der Autor quasi Anlauf für den dominanten teilweise thrillermäßig ablaufenden zweiten Teil nimmt, spielt direkt nach der sogenannten Wende (1990/1991) und spiegelt die Such- und Findeprozesse von vier jungen, ganz unterschiedlichen Menschen. Wobei die beiden Jungs in ihren Anlagen nicht unterschiedlicher sein könnten. Alexander (23), der eher schüchterne, unsichere, introvertierte Typ hadert nicht erst mit seinem Berufseinstieg mit sich und der Welt: „Das Alleinsein führte ihn dann an die Klippen der Sinnlosigkeit.“ Wie gut, dass seine Freundin Heike ein ähnlich labiles psychische Korsett hat: „Sie sei den anderen gegenüber minderwertig und genüge den Ansprüchen nicht.“ Man mag jetzt schon ahnen, dass dies zu Konflikten führen wird. Und da ist dann auch noch dieser Marc (25), Student der Theaterwissenschaften, selbstbewusst, dominant bis rücksichtslos, mit narzisstischen Zügen. Und da Heike wie Marc im Theaterstück „Amphitryon“ von Heinrich Kleist die passenden Rollen spielen kommt es wie es kommen muss. An dieser Stelle kann es nicht schaden, das Drama zumindest in groben Zügen zu kennen. Es bildet quasi den Hintergrund für den weiteren Verlauf der Geschichte. Hier wie im zweiten Teil blitzt immer wieder auch der „lehrreiche Charakter“ der Geschichte auf, beispielsweise wenn der Philosoph Theodor W. Adorno wie folgt zu Wort kommt: „‘Das Gute ist unentwirrbar mit dem Schlechten vermischt.‘“ Diese Anleihen stabilisieren die Geschichte und heben sie so aus einer profanen Erzählung heraus. Was dem zweiten Teil zugutekommt, die im Wesentlichen an einem einzigen Tag (15. März 2024) in einem Frankfurter Hotel spielt. Hier führen die Spuren der Akteure erneut zusammen, auch wenn anstelle von Heike (an Krebs verstorben) jetzt ihre Tochter Sarah ihre Position einnimmt. Theater und die vulgäre Welt des Geldes, unterlegt mit spiritistischen Elementen von Aethernology (Futurologen), gehen hier eine verhängnisvolle Verbindung ein. Es ist fast zwangsläufig wie hier erneut die Rollen verteilt sind. Und auch hier kann der Leser seine detektivische Ader trainieren, um die Rollenverteilung bereits im Vorfeld zu erahnen. Spätestens hier hat sich der Autor eingeschrieben und die Story wird zu einem Pageturner. Bis auf die gelegentlichen sprachlichen Unebenheiten ist es ein Buch, das zu fesseln vermag und auch dem präfrontalen Kortex des Leserhirns etwas zu tun gibt.

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