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Produktbild: Autismus, Trauma und Bindung

Autismus, Trauma und Bindung Neue Wege zu Regulation und Verbindung

3

38,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Kohlhammer Verlag

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

10346 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783170464384

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

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Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Kohlhammer Verlag

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

10346 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783170464384

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Von der Wurzel bis zur Krone

Bewertung am 07.05.2026

Bewertungsnummer: 3131905

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch überrascht mit einer sehr ansprechenden Umschlaggestaltung, die die Wurzeln und die Krone andeutet: die komplexen Wechselwirkungen zwischen Bindungsdynamiken, traumatischen Erfahrungen und Autismus-Spektrum-Störungen. Zentraler Ausgangspunkt des Buches ist die These, dass das Gesamtbild gesehen werden muss und dass klassische, kategoriale Diagnostik häufig zu kurz greift, wenn neurodivergente Entwicklungsverläufe und relationale Belastungserfahrungen nicht gemeinsam betrachtet werden. Der Autor Philippe Stöckli entwickelt eine integrative Perspektive, in der Autismus nicht einseitig als defizitorientierte, neurobiologisch begründete hardware verstanden wird, sondern auch als dynamische, wandlungsfähige software, eingebettet in frühe Beziehungserfahrungen, Stress- und Traumaverarbeitungskompetenzen, Selbst- und Affektregulation sowie soziale Anpassungskompetenzen (z. B. „Masking“). Autismus ist dabei nicht nur ein Problem der Verbindung zu den Mitmenschen, sondern auch zu sich selbst, zur eigenen Identität, zum eigenen Körper, zu den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen. Im ersten Teil des Buches erfolgt eine fundierte Darstellung der neurobiologischen und entwicklungspsychologischen Grundlagen von Autismus, der Bindungstheorien, der Psychotraumatologie und der Stressforschung. Man merkt sehr schnell, dass der Autor mit allen Wassern besonders der letzteren gewaschen ist. Auch die Theorie der prädiktiven Kodierung oder die Polyvagaltheorie werden zwischen den drei Attraktoren Autismus, Trauma und Bindung kritisch-würdigend beleuchtet und auf ihre Anwendbarkeit überprüft. Der zweite Teil widmet sich der klinischen Überlappung dieser drei Bereiche und den Brücken zwischen ihnen und präsentiert ein Vier-Komponenten-Modell, in das Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie, Bindungsforschung, Stressforschung und Neurobiologie eingehen. Besonders hervorgehoben wird die Schwierigkeit der Differenzialdiagnostik bei Autismus und Trauma-Folgestörungen, die Gefahr von Fehldiagnosen, die Rolle chronischer Übersensibilität und Überforderung bei autistischen Menschen als potenziell traumatisierend. Ein dritter Schwerpunkt liegt auf klinischen Fallvignetten, die eindrücklich verdeutlichen, wie sich sensorische Überempfindlichkeit, soziale Missverständnisse, Bindungsunsicherheit und traumatische Erfahrungen gegenseitig verstärken können. Im letzten Teil entwickelt der Autor eine konkrete therapeutische Behandlungsmehtode, wie traumasensible Arbeit mit autistischen Patient:innen aussehen kann, Anpassung klassischer psychotherapeutischer Methoden, Bedeutung von Sicherheit, Vorhersagbarkeit und Beziehungskontinuität, Reduktion von Überforderung statt reiner „Verhaltenskorrektur“. Ein besonderer Verdienst des Buches liegt in seiner konzeptuellen Integrationsleistung in einem Vier-Komponenten-Modell. Während viele Werke entweder Autismus, Trauma oder Bindung isoliert betrachten, gelingt hier eine überzeugende Synthese aller Perspektiven. Besonders gelungen ist die Kontextualisierung von Autismus als vulnerabilitätssteigernder Faktor für Traumatisierung, nicht als Defizit, sondern als spezifische Art der Wahrnehmungs- und Stressverarbeitung. Der „kumulative Anpassungsstress“, das Masking und die soziale Kompensation werden als potenziell traumatisierende Dauerbelastung verstanden. Bindung im Autismuskontext wird nicht als fehlende Bindungsfähigkeit, sondern als andersartige Bindungsregulation verstanden. Die Schilderung neurodivergenter Perspektiven als lebendige Beispiele für die theoretischen Konzepte verleiht dem Werk Authentizität und klinische Relevanz. Das Buch zeichnet sich durch eine hohe kreative Dichte aus, insbesondere in der Art, wie es scheinbar getrennte Diskurse miteinander verschränkt und daraus neue klinische Hypothesen ableitet. Besonders hervorzuheben ist die ethische Dimension des Werkes: Es plädiert für mehr Sensibilität, weniger Pathologisierung und ein tieferes Verständnis individueller neurodiverser Lebensgeschichten. Das Werk ist hoch relevant für Fachpersonen in Psychiatrie, Psychotherapie und Pädagogik, es ist innovativ in seiner Verknüpfung von Autismus, Trauma und Bindung und zukunftsweisend für eine individualisierte, traumasensible Diagnostik und Therapie neurodivergenter Menschen. Der Autor baut eine Brücke zwischen erweiterten theoretischen Konzepten und klinischer Praxis und Erfahrung. Das Buch bietet dem geneigten Leser eine anspruchsvolle Komplexität durch seine hohe theoretische Integrationsleistung, aber auch eine spannend zu lesende innovative Perspektive auf die Fallbeispiele in einer sehr differenzierten, nicht-stigmatisierenden Sprache.

Von der Wurzel bis zur Krone

Bewertung am 07.05.2026
Bewertungsnummer: 3131905
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch überrascht mit einer sehr ansprechenden Umschlaggestaltung, die die Wurzeln und die Krone andeutet: die komplexen Wechselwirkungen zwischen Bindungsdynamiken, traumatischen Erfahrungen und Autismus-Spektrum-Störungen. Zentraler Ausgangspunkt des Buches ist die These, dass das Gesamtbild gesehen werden muss und dass klassische, kategoriale Diagnostik häufig zu kurz greift, wenn neurodivergente Entwicklungsverläufe und relationale Belastungserfahrungen nicht gemeinsam betrachtet werden. Der Autor Philippe Stöckli entwickelt eine integrative Perspektive, in der Autismus nicht einseitig als defizitorientierte, neurobiologisch begründete hardware verstanden wird, sondern auch als dynamische, wandlungsfähige software, eingebettet in frühe Beziehungserfahrungen, Stress- und Traumaverarbeitungskompetenzen, Selbst- und Affektregulation sowie soziale Anpassungskompetenzen (z. B. „Masking“). Autismus ist dabei nicht nur ein Problem der Verbindung zu den Mitmenschen, sondern auch zu sich selbst, zur eigenen Identität, zum eigenen Körper, zu den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen. Im ersten Teil des Buches erfolgt eine fundierte Darstellung der neurobiologischen und entwicklungspsychologischen Grundlagen von Autismus, der Bindungstheorien, der Psychotraumatologie und der Stressforschung. Man merkt sehr schnell, dass der Autor mit allen Wassern besonders der letzteren gewaschen ist. Auch die Theorie der prädiktiven Kodierung oder die Polyvagaltheorie werden zwischen den drei Attraktoren Autismus, Trauma und Bindung kritisch-würdigend beleuchtet und auf ihre Anwendbarkeit überprüft. Der zweite Teil widmet sich der klinischen Überlappung dieser drei Bereiche und den Brücken zwischen ihnen und präsentiert ein Vier-Komponenten-Modell, in das Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie, Bindungsforschung, Stressforschung und Neurobiologie eingehen. Besonders hervorgehoben wird die Schwierigkeit der Differenzialdiagnostik bei Autismus und Trauma-Folgestörungen, die Gefahr von Fehldiagnosen, die Rolle chronischer Übersensibilität und Überforderung bei autistischen Menschen als potenziell traumatisierend. Ein dritter Schwerpunkt liegt auf klinischen Fallvignetten, die eindrücklich verdeutlichen, wie sich sensorische Überempfindlichkeit, soziale Missverständnisse, Bindungsunsicherheit und traumatische Erfahrungen gegenseitig verstärken können. Im letzten Teil entwickelt der Autor eine konkrete therapeutische Behandlungsmehtode, wie traumasensible Arbeit mit autistischen Patient:innen aussehen kann, Anpassung klassischer psychotherapeutischer Methoden, Bedeutung von Sicherheit, Vorhersagbarkeit und Beziehungskontinuität, Reduktion von Überforderung statt reiner „Verhaltenskorrektur“. Ein besonderer Verdienst des Buches liegt in seiner konzeptuellen Integrationsleistung in einem Vier-Komponenten-Modell. Während viele Werke entweder Autismus, Trauma oder Bindung isoliert betrachten, gelingt hier eine überzeugende Synthese aller Perspektiven. Besonders gelungen ist die Kontextualisierung von Autismus als vulnerabilitätssteigernder Faktor für Traumatisierung, nicht als Defizit, sondern als spezifische Art der Wahrnehmungs- und Stressverarbeitung. Der „kumulative Anpassungsstress“, das Masking und die soziale Kompensation werden als potenziell traumatisierende Dauerbelastung verstanden. Bindung im Autismuskontext wird nicht als fehlende Bindungsfähigkeit, sondern als andersartige Bindungsregulation verstanden. Die Schilderung neurodivergenter Perspektiven als lebendige Beispiele für die theoretischen Konzepte verleiht dem Werk Authentizität und klinische Relevanz. Das Buch zeichnet sich durch eine hohe kreative Dichte aus, insbesondere in der Art, wie es scheinbar getrennte Diskurse miteinander verschränkt und daraus neue klinische Hypothesen ableitet. Besonders hervorzuheben ist die ethische Dimension des Werkes: Es plädiert für mehr Sensibilität, weniger Pathologisierung und ein tieferes Verständnis individueller neurodiverser Lebensgeschichten. Das Werk ist hoch relevant für Fachpersonen in Psychiatrie, Psychotherapie und Pädagogik, es ist innovativ in seiner Verknüpfung von Autismus, Trauma und Bindung und zukunftsweisend für eine individualisierte, traumasensible Diagnostik und Therapie neurodivergenter Menschen. Der Autor baut eine Brücke zwischen erweiterten theoretischen Konzepten und klinischer Praxis und Erfahrung. Das Buch bietet dem geneigten Leser eine anspruchsvolle Komplexität durch seine hohe theoretische Integrationsleistung, aber auch eine spannend zu lesende innovative Perspektive auf die Fallbeispiele in einer sehr differenzierten, nicht-stigmatisierenden Sprache.

Hilfreiches, gut geschriebenes Buch

Bewertung am 11.04.2026

Bewertungsnummer: 3106098

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch "Autismus, Trauma und Bindung" von Philippe Stöckli richtet sich an Fachpersonen, Betroffene und interessierte Personen im Allgemeinen. Es war für mich als betroffene Person ohne entsprechende Fachkenntnisse gut verständlich, da die Grundlagen zu Autismus, Trauma und Bindung ausführlich und nachvollziehbar geschildert werden. Besonders interessant ist die Darstellung davon, inwiefern sich die einzelnen Symptome von Autismus und Trauma überschneiden können und worin der Zusammenhang zur Bindungsentwicklung besteht. Aus diesem Gesamtüberblick wird das Modell der vier Komponenten von Autismus entwickelt (genetische Komponente, Stress- und Traumakomponente, Bindungskomponente, Kompensationskomponente). Es leuchtet sofort ein, dass die einzelnen Komponenten auseinandergehalten werden müssen, weil ihnen auf unterschiedliche Art begegnet werden kann und sollte. Betroffene Personen werden von einer Behandlung viel stärker profitieren, wenn beispielsweise Traumasymptome identifiziert und entsprechend traumaorientiert behandelt werden, und insbesondere, wenn nicht ausschliesslich und einseitig auf die Akzeptanz von (Autismus-)Symptomen fokussiert wird oder auf Strategien für den Umgang damit im Alltag. Ich bin überzeugt, dass das Buch sehr wichtig und wertvoll ist, weil die bereichsübergreifende Betrachtung der Thematik integrative Behandlungsansätze ermöglicht, die vielen Personen helfen können.

Hilfreiches, gut geschriebenes Buch

Bewertung am 11.04.2026
Bewertungsnummer: 3106098
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch "Autismus, Trauma und Bindung" von Philippe Stöckli richtet sich an Fachpersonen, Betroffene und interessierte Personen im Allgemeinen. Es war für mich als betroffene Person ohne entsprechende Fachkenntnisse gut verständlich, da die Grundlagen zu Autismus, Trauma und Bindung ausführlich und nachvollziehbar geschildert werden. Besonders interessant ist die Darstellung davon, inwiefern sich die einzelnen Symptome von Autismus und Trauma überschneiden können und worin der Zusammenhang zur Bindungsentwicklung besteht. Aus diesem Gesamtüberblick wird das Modell der vier Komponenten von Autismus entwickelt (genetische Komponente, Stress- und Traumakomponente, Bindungskomponente, Kompensationskomponente). Es leuchtet sofort ein, dass die einzelnen Komponenten auseinandergehalten werden müssen, weil ihnen auf unterschiedliche Art begegnet werden kann und sollte. Betroffene Personen werden von einer Behandlung viel stärker profitieren, wenn beispielsweise Traumasymptome identifiziert und entsprechend traumaorientiert behandelt werden, und insbesondere, wenn nicht ausschliesslich und einseitig auf die Akzeptanz von (Autismus-)Symptomen fokussiert wird oder auf Strategien für den Umgang damit im Alltag. Ich bin überzeugt, dass das Buch sehr wichtig und wertvoll ist, weil die bereichsübergreifende Betrachtung der Thematik integrative Behandlungsansätze ermöglicht, die vielen Personen helfen können.

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Autismus, Trauma und Bindung

von Philippe Stöckli

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