1940. Hermine ist acht Jahre alt, als ihre Mutter stirbt. Der Vater und die beiden älteren Brüder sind im Zweiten Weltkrieg gefallen. Als Waisenkind wird sie von entfernten Verwandten aufgenommen, die ihr ein Dach über dem Kopf geben.
Als "Onkel Heinrich" an dem heranwachsenden Mädchen Interesse zeigt, läuft sie fort und kommt auf einem großen Bauernhof unter, wo jede Arbeitskraft willkommen ist.
Auch als der Krieg schon lange zu Ende ist, hofft Hermine, dass ihr jüngster Bruder Josef noch am Leben ist.
Tatsächlich gelingt Josef 1948 die Flucht aus einem Gefangenenlager in Sibirien. Er macht sich zu Fuß, und meist nachts, auf den gefährlichen Heimweg über Polen und die Tschechoslowakei, in das, von russischem Militär besetzte Mühlviertel.
Die Geschichte meines Onkels, der aus russischer Gefangenschaft zu Fuß nach Oberösterreich floh, hat mich zu diesem Roman inspiriert. Hermine steht stellvertretend für viele Waisenkinder und Frauen, die im und nach dem Zweiten Weltkrieg ein schweres Los hatten. Es ist ein Buch voller Hoffnung.
Isabella Maria Kern
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Eine berührende Geschichte über eine Zeit, die niemals so wieder kommen soll!
Jeanette Lube aus Magdeburg am 25.03.2026
Bewertungsnummer: 3088489
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dieses Buch erschien 2026 und beinhaltet 349 Seiten.
Die Handlung der Geschichte beginnt im Jahr 1940. Als Hermines Mutter stirbt, ist sie gerade acht Jahre. Ihr Vater und die beiden älteren Brüder sind im Zweiten Weltkrieg gefallen. Von entfernten Verwandten wird sie als Waisenkind aufgenommen. Sie geben ihr ein Dach über dem Kopf. „Onkel Heinrich“ zeigt an dem heranwachsenden Mädchen Interesse, Hermine läuft fort und kommt auf einem großen Bauernhof unter, wo jede Arbeitskraft willkommen ist. Der Krieg ist schon lange zu Ende und Hermine hofft, dass ihr jüngster Bruder Josef noch am Leben ist. Josef gelingt 1948 tatsächlich die Flucht aus einem Gefangenenlager in Sibirien. Er macht sich zu Fuß, meistens nachts, auf den gefährlichen Heimweg über Polen und die Tschechoslowakei in das, von russischem Militär besetzte, Mühlviertel. Hier handelt es sich um die Geschichte des Onkels der Autorin, der aus russischer Gefangenschaft zu Fuß nach Oberösterreich floh und die Autorin Isabella Maria Kern zu diesem Roman inspirierte. Hermine steht dabei stellvertretend für viele Waisenkinder und Frauen, die im und nach dem zweiten Weltkrieg ein schweres Los hatten. Es handelt sich um ein Buch voller Hoffnung.
Ich kenne bereits alle Bücher der Autorin Isabella Maria Kern, die in vielen Genres unterwegs ist. Dies ist eine sehr persönliche Geschichte, die von der Zeit nach dem Krieg, des Aufbaus, der Hoffnung und der Liebe erzählt. Die Geschichte Hermines hat mich sehr berührt, aber auch zu Tränen gerührt. Sie ist erst acht Jahre, als ihre Mutter stirbt. Der einzige Verwandte, der noch lebt, ist ihr Bruder Josef, der selbst in den Krieg ziehen muss. Nun ist Hermine ganz allein und wird zu entfernten Verwandten gebracht, bei denen sie zwar ein Dach über den Kopf bekommt, aber auch arbeiten muss. „Onkel Heinrich“ ist nicht gerade nett und als er Interesse an ihr zeigt, läuft sie davon und erlebt dabei jede Menge. Ihr Bruder Josef hat ihr versprochen, nach dem Ende des Krieges wieder nach Hause zu kommen und diese Hoffnung lässt sie immer weitermachen. Er dagegen ist in einem Gefangenenlager in Sibirien und eines Tages gelingt ihm die Flucht. Darauf folgt ein langer, schwerer Weg. Ich habe mit ihm gelitten, gehofft und gebangt und finde es unglaublich, was er alles erlebt hat. Wenn er diesen langen Weg überhaupt überleben wird, ist das ein wahres Wunder. Ich bewundere ihn dafür, dass er die Kraft hat und den Mut. Ich hatte wunderbare Lesestunden, die mich sehr zum Nachdenken brachten. Was jammern wir manchmal herum! Dieser Roman geht mitten ins Herz und so wie es Hermine und Josef ging, gab es so viele Menschen, die so viel Leid erlitten haben und immer wieder Mut und Hoffnung schöpften. Sie hatten kaum zu essen und doch ging es irgendwie immer weiter. Ich habe geweint, war an Hermines Seite, mit der ich immer wieder gehofft habe und auch Josefs Schicksal hat mich ganz schön mitgenommen. Dies ist eine Geschichte über eine Zeit, die sich so niemals wiederholen soll! Die Autorin Isabella Maria Kern hat hier alles gegeben und da es das Schicksal ihrer eigenen Familie ist, ist es ihr gelungen, es sehr authentisch zu vermitteln. Sicher nicht einfach, wenn es persönlich wird! Mich konnte die Autorin Isabella Maria Kern mal wieder vollends begeistern, faszinieren und überzeugen. Ihr Schreibstil ist toll und bildhaft, sodass ich alles wie einen Film vor mir ablaufen sah. Sie beherrscht es einfach super, das Handwerk des Schreibens! Was für ein Lesehighlight! Dieses Buch empfehle ich sehr gern weiter!
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