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Produktbild: Sanditz
Artikelbild von Sanditz
Lukas Rietzschel

1. Sanditz

Sanditz Roman | Das große Epos der Nachwendezeit: »Rietzschel ist eine der wichtigsten jungen Stimmen Ostdeutschlands.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2255

Gesprochen von

Tetje Mierendorf

Spieldauer

13 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

69

Verlag

dtv

Sprache

Deutsch

EAN

9783423390170

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

2255

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Tetje Mierendorf

Spieldauer

13 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

69

Verlag

dtv

Sprache

Deutsch

EAN

9783423390170

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Gesellschaftsporträt

Lesens_werte am 06.05.2026

Bewertungsnummer: 3130138

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sanditz in Ostdeutschland. Ein Ort, der zu DDR-Zeiten einst vom Kohletagebau eingeholt und durch das sozialistische Regime beschnitten wurde. Heute ist es das Corona-Virus und damit auch wieder Politik, die Familien entzweit, egal ob aus Angst, Wut oder Verzweiflung. So geht es auch den Zwillingen Maria und Tom, mittlerweile fast vierzig Jahre alt, die sich fremder und ferner denn je zuvor sind. Der Roman "Sanditz" ist ein einzigartiges Gesellschaftsporträt. In zwei Zeitebenen lernt man Sanditz' Bewohner kennen. In den Jahren 1982 bis 1999 bietet die Evangelische Kirche einen Rückhalt für Protest und Kritik an der Regierung. Der Unmut unter den Jugendlichen ist zur Wendezeit verständlicherweise groß, der Handlungsspielraum klein. Die zweite Zeitebene widmet sich 2021/22 der Coronapandemie und den konkreten Herausforderungen innerhalb Sanditz und seiner Familien. Für mich war es besonders spannend das Miteinander dieser Gesellschaft in den unterschiedlichsten Krisensituationen von früher bis heute zu verfolgen, die sich über Verdrängung durch den Bergbau, politische Verfolgung, Homophobie bis hin zur Pandemie und Ukraine-Krieg erstrecken. Durch die abwechselnden Kapitel aus Vergangenheit und Gegenwart, konnte die Spannung gut gehalten werden und Hintergründe ließen sich Stück für Stück erschließen. "Sanditz" hat mich in seiner inhaltlichen Gesamtheit nicht nur tief berührt, sondern vor allem zum Nachdenken angeregt und den Blick für unser Gesellschaftsgefüge geschärft.

Gesellschaftsporträt

Lesens_werte am 06.05.2026
Bewertungsnummer: 3130138
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sanditz in Ostdeutschland. Ein Ort, der zu DDR-Zeiten einst vom Kohletagebau eingeholt und durch das sozialistische Regime beschnitten wurde. Heute ist es das Corona-Virus und damit auch wieder Politik, die Familien entzweit, egal ob aus Angst, Wut oder Verzweiflung. So geht es auch den Zwillingen Maria und Tom, mittlerweile fast vierzig Jahre alt, die sich fremder und ferner denn je zuvor sind. Der Roman "Sanditz" ist ein einzigartiges Gesellschaftsporträt. In zwei Zeitebenen lernt man Sanditz' Bewohner kennen. In den Jahren 1982 bis 1999 bietet die Evangelische Kirche einen Rückhalt für Protest und Kritik an der Regierung. Der Unmut unter den Jugendlichen ist zur Wendezeit verständlicherweise groß, der Handlungsspielraum klein. Die zweite Zeitebene widmet sich 2021/22 der Coronapandemie und den konkreten Herausforderungen innerhalb Sanditz und seiner Familien. Für mich war es besonders spannend das Miteinander dieser Gesellschaft in den unterschiedlichsten Krisensituationen von früher bis heute zu verfolgen, die sich über Verdrängung durch den Bergbau, politische Verfolgung, Homophobie bis hin zur Pandemie und Ukraine-Krieg erstrecken. Durch die abwechselnden Kapitel aus Vergangenheit und Gegenwart, konnte die Spannung gut gehalten werden und Hintergründe ließen sich Stück für Stück erschließen. "Sanditz" hat mich in seiner inhaltlichen Gesamtheit nicht nur tief berührt, sondern vor allem zum Nachdenken angeregt und den Blick für unser Gesellschaftsgefüge geschärft.

Sehr lohnenswertes Graben durch gesellschaftspolitische Schichten

Buecherheidrun aus Horb am 26.04.2026

Bewertungsnummer: 3120568

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sanditz ein fiktives, aber vortrefflich skizziertes Dorf in der Lausitz, ist Schauplatz dieses Romans, an dessen Beispiel der Autor die geschichtlichen Ereignisse ab Ende der 70-er Jahre bis ins Heute in einem gesellschaftspolitischen Reigen Revue passieren lässt. Die Familie Wenzel steht dabei stellvertretend für die Generationen dieser Zeit, die sich von der Besetzung der örtlichen Stasi-Zentrale und dem Mauerfall, über den Gang in den Westen und die desillusionierte Rückkehr von dort bis hin zur Corona-Pandemie und zum freiwilligen Kriegsdienst in der Ukraine erstreckt. Dabei lebt die Geschichte von der Authentizität ihrer Figuren, die direkt aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen, sowie der Atmosphäre und dem Idealismus der jeweiligen Zeit. Da ist Tom, ein ehemaliger Polizist, der das Weihnachtsfest nicht mit seiner Familie feiern kann, weil er sich einer Bewegung gegen die pandemiebedingten Einschränkungen der Freiheit angeschlossen hat, die er eigentlich hätte durchsetzen müssen. Sein Vater Roland, der nach der Wende in den Westen pendelte, um Dämmungen für Fußbodenheizungen zu verlegen und seiner einstigen Jugendliebe Achim, die er für eine Ehe mit der „gefallenen“ Marion opferte, nachtrauert. Eigentlich ein Held der Wende, da er maßgeblich an der Besetzung der Stasi-Zentrale beteiligt war und der Zerstörung vieler Akten entgegenwirkte. Und Marions Bruder Dirk, der ein lebenslanges Trauma überwinden und endlich an die Ostsee und in einen neuen Lebensabschnitt aufbrechen kann. Umrahmt von der sorbischen Krabat-Sage, in der es auch um orientierungslose, junge Männer geht, die sich in einer Gruppe zusammenfinden und sich einer Übermacht entgegenstellen müssen. Für mich ein großartiger Gesellschaftsroman, der sich Schicht für Schicht durch die Zeiten des Endes der DDR bis in die jüngste Vergangenheit gräbt und dabei noch wunderbar unterhält. Er spielt mit Träumen, Sehnsüchten und Glauben, macht die Gräuel dieses elendigen Krieges in aller Deutlichkeit bewusst und spendet schlussendlich Hoffnung für alle Beteiligten. Sehr lesens- und empfehlenswerter Blick auch hinter die Kulissen und Fassaden.

Sehr lohnenswertes Graben durch gesellschaftspolitische Schichten

Buecherheidrun aus Horb am 26.04.2026
Bewertungsnummer: 3120568
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sanditz ein fiktives, aber vortrefflich skizziertes Dorf in der Lausitz, ist Schauplatz dieses Romans, an dessen Beispiel der Autor die geschichtlichen Ereignisse ab Ende der 70-er Jahre bis ins Heute in einem gesellschaftspolitischen Reigen Revue passieren lässt. Die Familie Wenzel steht dabei stellvertretend für die Generationen dieser Zeit, die sich von der Besetzung der örtlichen Stasi-Zentrale und dem Mauerfall, über den Gang in den Westen und die desillusionierte Rückkehr von dort bis hin zur Corona-Pandemie und zum freiwilligen Kriegsdienst in der Ukraine erstreckt. Dabei lebt die Geschichte von der Authentizität ihrer Figuren, die direkt aus dem Leben gegriffen zu sein scheinen, sowie der Atmosphäre und dem Idealismus der jeweiligen Zeit. Da ist Tom, ein ehemaliger Polizist, der das Weihnachtsfest nicht mit seiner Familie feiern kann, weil er sich einer Bewegung gegen die pandemiebedingten Einschränkungen der Freiheit angeschlossen hat, die er eigentlich hätte durchsetzen müssen. Sein Vater Roland, der nach der Wende in den Westen pendelte, um Dämmungen für Fußbodenheizungen zu verlegen und seiner einstigen Jugendliebe Achim, die er für eine Ehe mit der „gefallenen“ Marion opferte, nachtrauert. Eigentlich ein Held der Wende, da er maßgeblich an der Besetzung der Stasi-Zentrale beteiligt war und der Zerstörung vieler Akten entgegenwirkte. Und Marions Bruder Dirk, der ein lebenslanges Trauma überwinden und endlich an die Ostsee und in einen neuen Lebensabschnitt aufbrechen kann. Umrahmt von der sorbischen Krabat-Sage, in der es auch um orientierungslose, junge Männer geht, die sich in einer Gruppe zusammenfinden und sich einer Übermacht entgegenstellen müssen. Für mich ein großartiger Gesellschaftsroman, der sich Schicht für Schicht durch die Zeiten des Endes der DDR bis in die jüngste Vergangenheit gräbt und dabei noch wunderbar unterhält. Er spielt mit Träumen, Sehnsüchten und Glauben, macht die Gräuel dieses elendigen Krieges in aller Deutlichkeit bewusst und spendet schlussendlich Hoffnung für alle Beteiligten. Sehr lesens- und empfehlenswerter Blick auch hinter die Kulissen und Fassaden.

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Sanditz

von Lukas Rietzschel

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