Produktbild: Die Schwestern (Ungekürzt)
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Colm Tóibín

1. Die Schwestern (Ungekürzt)

Die Schwestern (Ungekürzt)

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

3360

Gesprochen von

Oda Thormeyer

Spieldauer

3 Stunden und 21 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

65

Verlag

Goya

Sprache

Deutsch

EAN

4029759191896

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

3360

Gesprochen von

Oda Thormeyer

Spieldauer

3 Stunden und 21 Minuten

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Ja

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

65

Verlag

Goya

Sprache

Deutsch

EAN

4029759191896

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  • Bewertung

    aus München

    5/5

    22.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr lesenswert

    Ein schmales Büchlein diesmal von Colm Toibin. Aber der irische Autor braucht wenig Seiten und kannd damit doch so viel erzählen. Seine genauen Beschreibungen sind es, die wie ein Film vor dem inneren Leserauge ablaufen. Und man spürt die menschlichen Stimmungen, die familiären Verwerfungen, die drei Schwestern langsam auseinandertreiben lassen. Großartige Literatur. Feinsinnig, ruhig und aus der Perspektive des Beobachters. Das Buch hallt nach. Sehr lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    11.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verlorene Nähe

    Colm Tóibín erzählt in diesem Roman mit großer Feinfühligkeit von Familie, Entfremdung und der leisen Hoffnung auf Versöhnung. Besonders gelungen ist die Darstellung der komplexen Familiendynamik: Die Beziehung der drei Schwestern untereinander, aber auch ihr jeweiliges Verhältnis zur Mutter, wirkt vielschichtig, glaubwürdig und voller unausgesprochener Spannungen. Auch die Auswanderung nach Argentinien ist eindrucksvoll beschrieben. Man bekommt ein gutes Gefühl dafür, was es bedeutet, die eigene Heimat zu verlassen und sich in einer fremden Welt neu orientieren zu müssen. Interessant ist dabei vor allem, wie unterschiedlich die drei Schwestern mit dieser Erfahrung umgehen und welche Wege sie im Leben einschlagen. Tóibín schreibt dabei sehr subtil und ruhig, mit einem feinen Gespür für Zwischentöne und Emotionen. Gerade diese Zurückhaltung macht den Roman so eindringlich. Einziger Kritikpunkt ist jedoch die Länge: Die Geschichte wirkt fast zu kurz, da man sich wünscht, noch tiefer in die Figuren einzutauchen und mehr über ihren weiteren Lebensweg zu erfahren.

  • Fee04

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarisches Highlight

    „Die Schwestern“ von Colm Tóibín Verlag : Hanser In „Die Schwestern“ von Colm Tóibín geht es um drei Schwestern, die nach dem Tod ihres Vaters ihre Heimat verlassen und gemeinsam mit ihrer Mutter nach Argentinien zurückkehren. Eine Nonne hilft schließlich, die drei Mädchen in einer Schule unterzubringen;  zunächst aus Fürsorge, später jedoch von Zweifeln geplagt, als sie erkennt, dass die Mutter nicht in der Lage ist, das Schulgeld zu bezahlen. Doch da ist es längst zu spät. Die Mädchen lernen schnell, sich anzupassen: Sie verleugnen einander, ihre Herkunft, ja alles, was sie als Familie einst ausmachte. Núria, die Älteste, mittlerweile Witwe und einst Unternehmersgattin; Conxita, die mittlere Schwester, angestellt bei einer wohlhabenden Tochter, in deren Haushalt sie arbeitet; und Montse, die Jüngste, die nun in einer Autowerkstatt ihren Lebensunterhalt verdient. Montse war 20 Jahre die Geliebte eines älteren Herren und hat die Vorzüge genossen. Der Kontakt zwischen den Schwestern ist lose geworden;  bereits vor langer Zeit haben sie sich voneinander entfernt. Die Mutter, stark im Einfluss der wohlhabenden und dominanten Núria, vernachlässigt die beiden anderen Töchter und drängt sie früh in die Selbständigkeit. Mit bewundernswerter Präzision gelingt es dem Autor, auf wenigen Seiten die fragile Beziehung zwischen den Schwestern und auch zur Mutter eindringlich zu zeichnen. Leise und von stiller Intensität erzählt er von ihrem Leben in der Fremde, damals wie heute. Damals als arme Familie ohne Halt in Buenos Aires, heute, nach dem Erbe ihrer Tante in den Pyrenäen, als sie gemeinsam in die Vergangenheit zurückkehren. Zart und von melancholischer Schönheit durchzogen, entwirft der Autor das Leben der Geschwister. Die Distanz und Entfremdung werden ungeschönt dargestellt; zugleich beschreibt er mit feinem Gespür die vorsichtige Annäherung während ihres Aufenthalts im kleinen Haus der Tante. Nach all den Jahren kommen sie sich wieder näher und doch bleibt das Band zwischen ihnen von einer fast schmerzhaften Zerbrechlichkeit. Colm Tóibín überzeugt durch seinen ruhigen, fließenden und zugleich ungemein präzisen Schreibstil. Mit wenigen Worten erschafft er ein intensives, atmosphärisch dichtes Familienporträt. Er macht die Distanz spürbar und lässt zugleich in späteren Jahren Vertrautheit und Verbundenheit wieder aufscheinen; leise, behutsam und von großer literarischer Eleganz. Was für ein Werk, was für ein zutiefst poetisches, berührendes literarisches Highlight.

  • Bewertung

    5/5

    27.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Komplizierte Verhältnisse

    Dass Geschwister-Beziehungen nicht immer einfach sind ist wohl kein Geheimnis! Colm Tóibín geht in „Die Schwestern“ der Beziehung der drei Schwestern Montse, Nuria und Conxita auf den Grund. Mit viel Emotionen und Direktheit beschreibt er aus Montses Perspektive, wie die Schwestern als Jugendliche, nach dem überstürzten Umzug der Mutter mit ihnen nach Buenos Aires unterschiedliche Wege gehen. Nuria, die älteste setzt alles daran , aus der Armut zu entfliehen und in den reicheren Gesellschaftsschichten anerkannt zu werden. Sie heiratet schließlich einen wohlhabenden Mann, verleugnet ihre Schwestern und meldet sich auch sonst kaum. Nur ihre Mutter kann sie gebrauchen, um sich um die Kinder zu kümmern. Conxita ist dagegen eher ruhig und findet nach der Schule eine Anstellung im Haus einer wohlhabenden Familie, in dem sie auch nach Jahren noch tätig ist. Montse dagegen laviert sich durchs Leben, früh gezwungen, selbstständig zu sein und kommt irgendwie über die Runden. Die drei Schwestern haben sich sehr entfremdet und sprechen kaum miteinander. Als nun der Brief des spanischen Anwalts kommt, der den dreien das Erbe des Hauses ihrer Tante mitteilt, hofft man (vergebens?) dass die komplizierte emotionale Beziehung der drei Schwestern alle Wendungen nehmen könnte. Das Buch hat ein sehr angenehmes Schreibstil, und gleichzeitig habe ich ständig ein gefüllter Empörung beim Lesen. Jede Schwester, insbesondere die ältere scheint, ihre eigene Agenda zu haben und diese über die Bedürfnisse der anderen Schwestern zu setzen. Erschreckenderweise finde ich sehr viele Parallelen zu meiner Beziehung zu meinen Geschwistern wieder, weshalb mich das Buch wahrscheinlich doppelt triggert. Ich habe es dennoch sehr, sehr gerne gelesen

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    18.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Drei Schwestern und alles, was zwischen ihnen verloren ging

    Manchmal liest man ein Buch und merkt erst Stunden später, was es eigentlich mit einem gemacht hat. Genau so ein Fall hier. Die Schwestern schleicht sich rein, ganz leise, und plötzlich sitzt man da und denkt über Familie nach, über Distanz, über dieses komische Gefühl, wenn Nähe irgendwie verloren gegangen ist. Drei Schwestern, ein gemeinsamer Anfang und dann dieses langsame Auseinanderdriften. Kein Drama mit Türenknallen, eher dieses stille Entfernen, das fast noch mehr weh tut. Und genau das trifft. Diese kleinen Blicke, unausgesprochenen Dinge, Erinnerungen, die irgendwo zwischen schön und schmerzhaft hängen bleiben. Beim Lesen hatte ich öfter diesen Moment von das kenne ich doch irgendwoher. Dieses Gefühl, wenn man sich fragt, wann genau sich Beziehungen verändert haben. Ohne dass man es wirklich gemerkt hat. Tóibín schreibt das so ruhig runter, dass es fast beiläufig wirkt, aber genau da liegt die Wucht. Argentinien, die alte Heimat, das Haus in den Pyrenäen, alles wirkt wie so ein emotionaler Speicher. Orte, die mehr wissen als die Figuren selbst. Und plötzlich geht es gar nicht mehr nur um die Schwestern, sondern um dieses große Thema Zugehörigkeit. Kein Buch für nebenbei, eher eins für ruhige Abende, wenn man bereit ist, sich ein bisschen selbst zu begegnen. Hat mich nicht komplett umgehauen, aber ziemlich tief getroffen.

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