Der Autor präsentiert in diesem Buch sowohl Autobiografisches als auch seine Liebe zur Aquarellmalerei. Als Journalist war er stets auf der Suche nach guten Geschichten, als Maler folgt er mit dem Pinsel seiner zweiten großen Passion. Hier verbindet sich beides auf ungewöhnliche Weise zu einem lesenswerten Werk mit vielen klugen Gedanken, garniert mit über 120 wunderschönen Aquarellen. Ein Buch zum Genießen und Entspannen.
Konrad Lindner über sein Buch: "Obwohl ich kein Gärtner bin, male ich gern Blumen. Obwohl ich kein Fischer bin, aquarelliere ich gern das Meer. Obwohl ich keiner Kirche angehöre, porträtiere ich gern Kirchen. Obwohl ich kein akademisch ausgebildeter Maler bin, schwenke ich gern den Pinsel. Obwohl ich kein Bestsellerautor bin, schreibe ich gern Artikel. Obwohl ich kein Professor der Philosophie bin, liebe ich es zu philosophieren."
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12.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Der Fliege den Weg aus dem Fliegenglas zeigen
Die akademischen Spuren des promovierten und habilitierten Philosophen Konrad Lindner enden scheinbar abrupt in den Umbrüchen der Wendezeit in Leipzig, aus denen nach einer tiefen Lebenskrise erst der Wissenschafts-Journalist, 2015 auch der Maler hervorging. Nach seinem geglückten Schelling-Buch (2024) legt Lindner nun mit „Farbspiele“ eine Auswahl von Bildern und Texten vor, die in den letzten Jahren im Dialog mit dem Philosophieren Wittgensteins entstanden sind, der Lindner auf die von Marx, Engels und Lenin übersehene Dimension der Sprache aufmerksam gemacht und der in seinen letzten Lebensjahren auch über Farben nachgedacht hat. Dass die - wie das Fliegenglas - scheinbar transparente Sprache selbst das Problem ist, das immer wieder Aufmerksamkeit erfordert, hinterfragt und gelöst werden muss und diese sprachkritische Arbeit therapeutischen Wert hat, wurde für Lindner richtungsweisend auf seiner Suche nach einem anderen Boden, auf dem zu denken und zu leben ist. Auf 360 Seiten gibt er in 16 Kapiteln nun Einblicke in seine Begegnungen und Gespräche mit Denkern, Malern, Bildern, seinen eigenen kreativen Prozess und seine Lebensgeschichte. Welt wird dabei immer auch als Sprachraum, Dialograum begriffen und der Grund des Schaffens als Freiheit erfahren. Zu seinen bevorzugten Motiven gehören Blumen, aber auch Kirchen, Meer, Landschaften und abstrakte Bilder finden sich unter den farbintensiven Aquarellen und Acryl-Werken. Farben, Formen und Stimmungen erzeugen mit der Direktheit, Echtheit, Einfachheit, Unmittelbarkeit des Erzählens und Reflektierens eine einzigartige Atmosphäre, einen persönlichen Stil, der Lindner als heimlichen Meister sichtbar werden lässt, der dem Leser schon mit der Selbstvorstellung begegnet: „Obwohl ich kein Gärtner bin, male ich gern Blumen. Obwohl ich kein Fischer bin, aquarelliere ich gern das Meer. Obwohl ich keiner Kirche angehöre, porträtiere ich gern Kirchen. Obwohl ich kein akademisch ausgebildeter Maler bin, schwenke ich gern den Pinsel. Obwohl ich kein Bestsellerautor bin, schreibe ich gern Artikel. Obwohl ich kein Professor der Philosophie bin, liebe ich es zu philosophieren.“ Spirituell kann dieses Buch nicht nur deswegen genannt werden, weil es in seinem Sagen, Zeigen und Schweigen an die Grenzen des Sagbaren rührt. Es ist durchdrungen von der leidenschaftlichen Suche nach dem, was wahr und wirklich ist, der Ganzheit der Person und dem Sinn des Lebens. (Benedikt Maria Trappen für EVOLVE und TATTVA VIVEKA)
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