Mit zehn Jahren erlebt Tim den vermeidbaren Tod seines Vaters. Dieses traumatische Ereignis markiert den Beginn einer lebenslangen Spirale aus Schuldgefühlen, Einsamkeit und Sucht.In seiner Jugend und im Erwachsenenalter gerät er immer tiefer in den Alkoholismus. Freundschaften, Arbeit, Selbstachtung. Alles geht nach und nach verloren.Der Roman begleitet Tim an seinem vierzigsten Geburtstag: zwischen der rauschhaften Flucht in den Alkohol, Erinnerungen an die Kindheit und der bitteren Erkenntnis, dass er vor den Scherben seines Lebens steht. Nachdem er das Leben eines Hundes rettet und durch die Bekanntschaft mit Maria neue Nähe erfährt, zeigen sich kleine, aber bedeutende Augenblicke der Hoffnung - Momente, in denen er erkennt, dass es auch einen anderen Weg gibt.Die Geschichte stellt die Fragen:-Kann ein Mensch, der sich selbst verloren hat, noch einmal ins Leben zurückfinden?-Gibt es Vergebung für Schuld, die seit Jahrzehnten in der Seele brennt?-Und reicht Hoffnung allein, um die Fesseln der Sucht zu sprengen?Themen und Motive-Schuld und Verdrängung-Alkoholismus als Teufelskreis-Die Suche nach Vergebung und Sinn-Einsamkeit und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit-Hoffnung auf einen Neubeginn
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Ursula Inamaka
aus Vöhringen
5/5
23.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Sehr gefühlvoll
Mich hat diese Geschichte von Anfang an mitgenommen und an sehr vielen Stellen berührt.
Die Kindheit von Tim könnte nicht trauriger und dramatischer viel zu früh vorbei sein. Was er dann alles erleben musste und wie allein er damit gelassen wurde, kann niemanden kalt lassen.
Ich finde die Wendung, als Tim und Emil sich finden, sehr schön, aber auch realistisch dargestellt. Es wird nicht alles sofort gut, wie in einem Märchen.
Was folgt berührt, gibt Hoffnung, schmerzt und schenkt Liebe.
Ich mag nicht mehr dazu sagen, um nicht zu spoilern, aber ich kann dieses Buch sehr empfehlen.
Ich habe es fast in einem Rutsch gelesen, da ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Jani
aus Rostock
5/5
23.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Roman voller Schmerz, aber auch großer Hoffnung
Ich mag die Romane von Rita Maffini, es sind Geschichten über wahre Gefühle, ohne rosarote Brille.
Schon das Cover zu „Emil und der Alkoholiker“ und der Klappentext haben zu einem Kloß in meinem Hals geführt. Ich war sehr gespannt darauf, was mich erwartet.
Aber zuerst habe ich mich so sehr über die Anmerkung am Anfang des Buches gefreut. Rita Maffini verwendet im Text Verse von der wunderbaren Kerstin Stefanie Rothenbächer, die ich übrigens auch sehr schätze.
„Emil und der Alkoholiker“ ist in dreizehn Teile geteilt, jeder Teil öffnet eine neue Tür oder einen neuen Lebensweg. Und diese Teile beginnen mit einem passenden Vers. Ich finde diese Idee wunderbar und nehme die Verse dankbar an, um Luft zu holen, und Gelesenes zu verarbeiten.
Die Geschichte beginnt mit Tims vierzigstem Geburtstag, aber für ihn ist es auch fast das Ende.
Vom Alkohol gezeichnet und gesundheitlich am Limit, lebt er inmitten von Dreck, Gestank und leeren Flaschen. Seit dreißig Jahren kämpft er gegen die Dämonen seiner Kindheit, die mit dem frühen Tod seiner Eltern aufgestiegen sind und ihn bei Tag und Nacht verfolgen. Eine Schuld begleitet ihn all die Jahre, die im Nebel des Alkohols versinkt, aber nie verschwinden kann.
Er wünscht sich so sehr eine zweite Chance, versäuft diese aber sofort wieder in der Kneipe.
Aber dann rettet er einen Hund, der kaum noch Leben in sich hat, aber einen umso größeren Lebenswillen. Er nennt ihn Emil, aber weiß Tim auch, daß der Hund ohne ihn verloren ist?
Hatte Tim jemals eine Wahl? Hatte er jemals eine Chance? Ich stelle mir weinend diese Fragen, es geht mir so unglaublich nah. Verurteile ich ihn? Nein, zu keiner Zeit. Aber er sitzt in einem Boot voller Gestrandeter, die mit leeren Augen die Flasche Schnaps herumgehen lassen. Es gibt so viele, jeder ist sich selbst und seiner nächsten Flasche der Nächste. Es gibt kaum Hilfe, weil alle sich abwenden. Aber dann ist da Emil. Ein Hund liebt seinen Menschen bedingungslos, egal in welcher Lebenssituation er sich gerade befindet. Ein Hund wendet sich nicht ab, er gibt nicht auf.
Aber erkennt das auch Tim?
Diese Geschichte hat mir gefühlsmäßig einiges abverlangt. Tim geht durch die Hölle, ich leide fast körperlich mit, kann aber nicht im entferntesten ahnen, was er durchmacht. Die Autorin beschreibt die Szenen aus Tims Leben ehrlich, direkt, ungeschönt und damit sehr erschreckend und real. Kurze Kapitel treiben mich durch das Buch und lassen mir nur Zeit zum innehalten, wenn ein neuer Teil anfängt. Ich muss weiterlesen, muss wissen wie es endet. Einige Wendungen kommen für mich sehr überraschend. Sehr viele Passagen in der Geschichte haben für mich Symbolcharakter, auch Emil. Ich möchte darauf nicht weiter eingehen, weil ich dann spoilern müsste. Vielleicht ist es auch nur mein persönliches Empfinden.
Ich gebe für diesen großartigen Roman eine ganz herzliche Leseempfehlung.
Bewertung
5/5
04.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Sehr emotional
Mein Fazit:
Das Buch enthält tolle Verse der lieben Autorin @kerstinstefanierothenbächer
Zitat : " Blicke deinem Hund in die Augen und versuche noch einmal zu behaupten, dass Tiere keine Seele haben" .
Ich bin immer noch ganz ergriffen von dieser zu Herzen gehenden, emotionalen Geschichte! Denn meine Emotionen fuhren ständig Achterbahn beim Lesen. Mit einem weinenden, mit einem lachenden Auge, habe ich die Geschichte über Emil und Tim gelesen. Kann ein Hund, der selbst schwerst misshandelt wurde, einem alkoholkranken Menschen den Halt geben, den er braucht? Die Autorin gibt darauf in dieser berührenden Geschichte Antwort. Von der ersten Seite an war ich so fasziniert und ja, ich habe das Buch sogar zweimal gelesen. Jedes Mal habe ich neue Situationen entdeckt, die mir Gänsehaut Momente bereitet haben, und es liefen mir zwischendurch die Tränen, da mich die Gefühle übermannt haben und Tränen der Rührung.
" Emil und der Alkoholiker " ist in 13 Kapitel eingeteilt und am meisten hat mich die Geschichte aus der Sichtweise von Emil, dem Hund, fasziniert. Teils traurig, aber auch lustig aus Sicht des Hundes erzählt . Für Tim ist Emil mehr als ein Hund: ein Freund, ein Kumpel und ja, auch ein Lebensretter in dieser für ihn schwersten Zeit seines Lebens … Tim ist ein wundervoller Charakter: sehr zurückhaltend, sehr mutig, emphatisch, aber ist Tim bereit, sein Leben neu zu ordnen und Emil ein behütetes Zuhause zu geben? Und wer ist Maria? Es bleibt spannend …
Zitat: Emil der Hund
" Emil eilt zur Tür und hechelt. Na, los, los, Tür auf, Sonne, Gras, schnüffeln. Dalli, Dalli" .
Der bildhafte Schreibstil der Autorin ist brillant, sehr gefühlvoll, aufwühlend und spannend geschrieben. In jeder Zeile spürt man das Herzblut der Autorin, wie tief sie verbunden ist mit dieser Geschichte und welche Message sie vermittelt: Bekämpfung der Alkoholsucht, Willensstärke zeigen , verstörende Kindheitserinnerungen bewältigen, Zweifel, selbstverachtendes Verhalten, Einsamkeit und Trauer überwinden, ein Neubeginn, Hoffnung auf ein neues Leben, Freundschaft und Liebe … Ein Buch, das berührt, das Herz erwärmt und zeigt, dass es sich lohnt, für seine Träume zu kämpfen.
Bewertung
aus Braunfels
5/5
12.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine Geschichte die nachhallt.
Eine Geschichte, die lange nachhallt
Dieser eindringliche Roman erzählt die Geschichte eines Mannes, der nach dem frühen Verlust seines Vaters in die Alkoholsucht abrutscht und mit vierzig Jahren vor den Trümmern seines Lebens steht. Erst die Rettung eines Hundes vor dem sicheren Tod verändert langsam seinen Blick auf sich selbst und das Leben.
Dieses Buch ging mir durch Mark und Bein. Es bewegt, erschüttert und schenkt zugleich Hoffnung. So hart und lebensnah die Geschichte auch ist, zeigt sie doch, dass selbst in den dunkelsten Momenten immer ein Licht zu finden ist. Veränderung beginnt oft ganz leise – und kann dennoch ein völlig neues Leben bedeuten.
Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes, und ich kann es von Herzen empfehlen.
Bewertung
aus Markranstädt
5/5
18.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Sehr eindrucksvoll über das Thema Sucht …
„Emil und der Alkoholiker“ von Rita Maffini ist ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite tief berührt und absolut beeindruckt hat. Es steckt voller Emotionen, die von Kapitel zu Kapitel immer intensiver und spannender werden – eine emotionale Achterbahn, die einen nicht mehr loslässt. Rita Maffini versteht es meisterhaft, die inneren Konflikte und Gefühle ihrer Figuren so lebendig und nah zu schildern, dass man sich mittendrin wiederfindet.
Was mich besonders fasziniert hat, ist ihr außergewöhnlicher Schreibstil. Die Autorin schreibt unglaublich fesselnd, flüssig und einfühlsam, mit einer Sprache, die direkt ins Herz geht. Jeder Satz ist sorgfältig gewählt, baut Spannung auf und webt eine Atmosphäre, die einen komplett in die Geschichte hineinzieht. Ihre Bücher sind generell so meisterhaft konzipiert – packend, emotional und mit einer Tiefe, die lange nachhallt und zum Nachdenken anregt.
Die Handlung wird von Seite zu Seite emotionaler und spannender, ohne je in Klischees abzugleiten. Man spürt die Leidenschaft der Autorin für ihre Figuren und Themen, die sie mit einer Sensibilität erzählt, die selten ist. Rita Maffinis Talent, ihre Leserinnen und Leser so emotional zu binden, macht dieses Buch zu einem echten Highlight.
Insgesamt ein absolutes Muss für alle, die literarisch hochwertige, fesselnde Geschichten lieben. Rita Maffini hat mit „Emil und der Alkoholiker“ wieder bewiesen, warum sie zu meinen Lieblingsautorinnen zählt – ihre Bücher sind einfach unschlagbar gut geschrieben.
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