Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" und Heinrich Manns "Pippo Spano" Untersuchungen zum Frauenbild der Jahrhundertwende
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
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Nein
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Nein
Erscheinungsdatum
04.02.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
1794 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783389175446
Ausgehend von einer gesellschafts- und literaturhistorischen Verortung der Epoche werden zentrale Motive der Décadence, der Moderne sowie die zeitgenössischen Diskurse zu Sexualität, Geschlechterrollen und Psychoanalyse herausgearbeitet. Die Analyse zeigt, dass die Frauenfiguren in beiden Novellen weniger als autonome Subjekte denn als Projektionsflächen männlicher Begierden, Ängste und innerer Konflikte fungieren. Während Heinrich Mann mit der Figur der Gemma Cantoggi eine scheinbar individualisierte Frauengestalt entwirft, die zugleich Inspiration und Bedrohung für den männlichen Protagonisten darstellt, erscheinen die weiblichen Figuren in Schnitzlers "Traumnovelle" überwiegend als entindividualisierte Symbole des Unbewussten und der verdrängten Sexualität.
Durch eine komparative Analyse der Semantik, des Sprachstils sowie der gesellschaftskritischen Dimensionen beider Werke wird deutlich, dass Schnitzler und Mann trotz unterschiedlicher ästhetischer Mittel ähnliche kulturelle Spannungen reflektieren. Beide Texte entlarven die bürgerliche Moral der Jahrhundertwende und offenbaren tief verwurzelte Unsicherheiten hinsichtlich Geschlechterverhältnissen, Identität und Macht. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass das Frauenbild in beiden Novellen eng mit dem allgemeinen Krisen- und Endzeitbewusstsein des Fin de Siècle verknüpft ist und bis heute eine hohe literarische und kulturhistorische Relevanz besitzt.
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