Produktbild: Opoponax

Opoponax Monique Wittig

2

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

35903

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.02.2026

Verlag

Czernin Verlag

Seitenzahl

248 (Printausgabe)

Dateigröße

668 KB

Übersetzt von

Elmar Tophoven

Sprache

Deutsch

EAN

9783707608908

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

35903

Erscheinungsdatum

24.02.2026

Verlag

Czernin Verlag

Seitenzahl

248 (Printausgabe)

Dateigröße

668 KB

Übersetzt von

Elmar Tophoven

Sprache

Deutsch

EAN

9783707608908

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    10.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Welt aus Sprache

    Ein Roman ohne eigentliche Handlung – dafür ein radikales Experiment mit Sprache. Der Debütroman von Monique Wittig erschien 1964 auf Französisch und wurde damals mit dem Prix Médicis ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung war lange vergriffen und ist nun in neuer deutscher Übersetzung wieder erhältlich. Wer hier eine klassische Handlung erwartet, wird schnell merken, dass es darum nicht geht. Zwar begleitet man ein Mädchen, Catherine Legrand, das in einer Nonnenschule aufwächst. Aber eigentlich geht es nicht um den Plot, sondern um Sprache. Der Text wirkt, als wäre er in einem einzigen Zug geschrieben. Absätze gibt es kaum, Szenen wechseln ohne Vorwarnung. Alles steht nebeneinander. Es wird beschrieben, aber praktisch nichts erklärt. Dadurch muss man sich als Leser selbst orientieren. Auffällig ist auch die Perspektive: Statt „ich“ oder „sie“ steht fast immer „man“. Dadurch wirkt es, als würde man gleichzeitig mitten im Geschehen stehen und doch von außen darauf schauen. Am Anfang erinnert die Sprache fast an eine Kindersprache. Natürlich würde ein Kind so nicht sprechen, aber so fühlt sich kindliches Wahrnehmen an. Mit der Zeit verändert sich die Sprache, weil auch das Kind älter wird. Immer wieder fallen die vielen Wiederholungen auf. Namen werden ständig wiederholt – Vor- und Nachnamen der Mädchen, aber auch die langen Namen der Nonnen. Diese Wiederholungen erzeugen einen eigenen Rhythmus und spiegeln den Alltag dieser Schule: Regeln, Rituale, immer wieder dieselben Abläufe. Der Roman interessiert sich weniger für Ereignisse als für Strukturen: Schulordnung, Macht, Sprache, Körper, Regeln. Wer darf sprechen? Wer bestimmt? Wer ist sicher? Wo darf man sein? In dieser Welt voller religiöser Rituale und Hierarchien – in einer Religion, die eigentlich von Liebe spricht – erscheint die einzige wirkliche Form von Liebe zwischen zwei Mädchen. Opoponax verlangt Aufmerksamkeit. Man darf beim Lesen kaum abschweifen: keine Absätze, plötzliche Szenenwechsel, alles dicht aneinandergereiht. Der Roman zeigt nur – er erklärt nichts. Dieses Buch ist sicher kein Buch für Leserinnen und Leser, die einfach eine Geschichte lesen möchten. Es ist ein Buch für Sprachliebhaber, für Menschen, die sich gerne herausfordern lassen und bereit sind, selbst zu denken. Nicht einfach zu lesen – aber literarisch faszinierend. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

  • Bewertung

    4/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungewöhnlich, herausfordernd und auf seine Weise bereichernd

    Schon stilistisch hebt sich das Werk deutlich ab: Die konsequente Erzählweise in der „man“-Form schafft eine besondere Distanz, die zunächst irritierend wirkt und das Lesen stellenweise anstrengend machen kann. Man muss sich wirklich darauf einlassen und konzentriert bleiben, um dem Text folgen zu können. Gerade diese Distanz ist jedoch auch eine Stärke des Buches. Sie ermöglicht einen ungewohnten, fast schon analytischen Blick auf Themen wie Kindheit, Identität und gesellschaftliche Rollenbilder. Statt emotionaler Nähe entsteht eine gewisse Nüchternheit, die dazu beiträgt, Strukturen und Dynamiken klarer zu erkennen – auch jene, die im Alltag oft unhinterfragt bleiben. Inhaltlich wirkt der Roman vielschichtig und abwechslungsreich, ohne sich dabei klassisch linear zu entfalten. Das kann dazu führen, dass man sich manchmal weniger auf eine konkrete Handlung konzentriert, sondern vielmehr auf Eindrücke, Beobachtungen und sprachliche Feinheiten. Genau darin liegt aber auch der Reiz: Opoponax ist kein Buch, das man „einfach so“ liest, sondern eines, das fordert und zum Nachdenken anregt. Insgesamt ist es ein besonderes Werk – nicht immer leicht zugänglich, aber gerade durch seine Eigenwilligkeit und seinen experimentellen Stil bereichernd. Ein Buch für Leserinnen und Leser, die sich auf literarische Experimente einlassen möchten und bereit sind, auch einmal gegen den Strom zu lesen.

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