Inmitten der Vulkaneifel, im beschaulichen Loogh, wird der aus Bosnien stammende Rafael Novak erschossen. Hauptkommissar Leo Werner nimmt die Ermittlungen auf, und auch die Wochenend-WG um Alexandra Cameron mischt sich auf gewohnt unkonventionelle Weise ein. Als es in einem Nachbarort zu einer Schießerei zwischen zwei rivalisierenden Waffenschieberbanden kommt, spitzt sich die Lage zu, bis selbst die Wochenend-WG in ihrem eigenen Haus nicht mehr sicher ist …
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Angela J
aus Neuengörs
5/5
05.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein spannendes Thema mit historischem Hintergrund, berührend und fesselnd
"Du bist der, der mit dem Löwen." S. 438
Ein spannender Krimi mit historischem Hintergrund, wir werden in das Jahr 1992 in den Jugoslawien Krieg zwischen Kroaten und Serben katapultiert.
Im Jetzt wird in Loogh in der Eifel ein Toter gefunden, ein Bosnier mit kroatischen Wurzeln und schon fangen die Rätsel an. Was wollte er in dem kleinen beschaulichen Ort? Aber das bleibt nicht das einzige Rätsel, denn ein Fremder beobachtet eine Familie, aber scheinbar ist er nicht der einzige und eine Schießerei auf dem Gelände einer dubiosen Firma, lässt die Polizei im Dunkeln tappen.
Die WG um Alex und der Hauptkommissar Leo Werner haben wieder alle Hände voll zu tun mit den Ermittlungen.
Es ist ein komplexer Krimi, aber sehr verständlich geschrieben. Wir erfahren etwas über den Jugoslawien Krieg und die Verhältnisse unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Die Kapitel sind aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben, aber das ist klar abgegrenzt. Die Autorin hat die Gedanken des sterbenden Bosniers Raffi einfließen lassen, so dass wir Einblick in sein Leben und die Vergangenheit bekommen.
Der Spannungsbogen ist durchgehend hoch und es wird nie langweilig, die teilweise doch eigensinnigen Charaktere sind sympathisch und haben mich die ganze Zeit sehr gut unterhalten.
Durch die bildgewaltige Beschreibung der Gegend in der Eifel, kann man sich alles sehr gut vorstellen.
Die Autorin hat sich mit diesem Krimi nochmal gesteigert und trotz des ernsten Themas auch den Humor mit einfließen lassen
Absolute Leseempfehlung von mir
Bettina Hertz Lesehertzen
aus Brandenburg
5/5
23.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannender Vulkaneifelkrimi mit Tiefgang
Glühender Schnee ist der 2. Vulkaneifelkrimi von Jo Ann Martin und ist beim Eifeler Literatur Verlag erschienen. Die Einzelbände sind eigenständig zu lesen. Ich empfehle aber auch, die Wochenend WG von Anfang an zu erleben.
Mitten im beschaulichen Loogh wird der aus Bosnien stammende Rafael Novak auf offener Straße erschossen. Hauptkommissar Leo Werner übernimmt die Ermittlungen. Auch die Wochenend-WG um Alex beginnt wieder, sich auf ihre ganz eigene Art in den Fall einzumischen. Als zwei rivalisierende Waffenschieberbanden ins Spiel kommen, spitzt sich die Situation drastisch zu. Selbst das Haus der WG ist kein sicherer Rückzugsort mehr. Wer war Rafael Novak?
Der Schreibstil lässt sich fließend lesen und enthält trotz der tragischer Hintergründe eine gute Portion Humor. Gerade die Szenen der Wochenend WG sind sehr unterhaltsam, obwohl die Gefahr enorm zunimmt. Eigentlich sollten sie sich ja heraushalten, aber das sagt sich so leicht, wenn Spuren buchstäblich vor der Haustür liegen. Die Autorin fasst es so zusammen: „Einer kurzen Diskussion, ob es zulässig sei, sich ein wenig umzusehen, folgte die Feststellung, dass es sicher nicht erlaubt war, und die Entscheidung, es trotzdem zu tun…“ und damit stolpern Alex, Fred und Max in ihren nächsten Fall!
Es gibt mehrere Perspektiven und Handlungsstränge, die gleichermaßen spannend sind. Zugrunde liegt der Bosnienkrieg von 1992 bis 1996. In Rückblenden erfahren wir mehr über Rafaels Vergangenheit, seine Beziehung und die Auswirkungen des Krieges auf sein Leben. Diese Thematik hat mich zutiefst erschüttert und berührt.
Die Autorin hat einen sehr komplexen Kriminalfall konstruiert, am Ende greift ein Zahnrad ins nächste mit einer unglaublichen Auflösung. Wie schon erwähnt, wiegen die Hintergründe schwer und Jo Ann Martin hat hier ordentlich Tiefgang geschaffen.
Fazit: ein spannender und vielschichtiger Vulkaneifelkrimi, der neben unterhaltsamen Momenten eine ernste und bewegende Thematik aufgreift. Die Kombination aus Ermittlungsarbeit mit den ungewöhnlichen Nachforschungen der Wochenend-WG sowie die historischen Hintergründe hat mich hier richtig gut abgeholt. Ein Krimi, der lange nachhallt. Ganz große Leseempfehlung.
Magdalena
aus Köln
5/5
20.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannend, vielschichtig, anspruchsvoll
Glühender Schnee ist der zweite Eifelkrimi von Jo Ann Martin. Bereits ihren Debütroman Tod unter Wacholdern habe ich sehr gern gelesen, das zweite Buch aus der Reihe ist anders, hat mir aber auch gut gefallen.
Alex lebt in einer WG in Loogh, einem Dorf in der Eifel. Eines Morgens wird auf dem Dorfplatz ein Toter gefunden. Durch Zufall findet Alex heraus, wo der Mann in Loogh gehaust hatte und nimmt Kontakt zum Kriminalkommissar Leo Werner auf.
Wir erfahren, dass Rafael Novak während des Krieges in Jugoslawien als Flüchtling in Deutschland gelebt hatte. Er war mit Jasna, einer Serbin, verheiratet. Vor dem Krieg war eine Ehe zwischen einem Kroaten und einer Serbin nicht ungewöhnlich. Doch das Eheglück währte nur kurz, Rafael hat Jasnas Verlust nie verwunden.
Die Informationen über das ehemalige Jugoslawien fand ich sehr interessant, es war mir gar nicht bewusst, dass das Land so viele Religionen und Sprachen vereinigt hatte.
Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen, allerdings waren es diesmal sehr viele Themen, Handlungsstränge und Schauplätze: Jugoslawien, die Eifel, Mainz, Köln und Marseille. Es gab einen „Amerikaner“, den ich lange überhaupt nicht einschätzen konnte und kriminelle Machenschaften mit Waffenhandel in großem Stil.
Alex‘ WG-Bewohner kamen fast ein bisschen zu kurz, besonders nachdem auch noch Rafaels Schwester in die WG eingezogen ist. Dafür erfahren wir diesmal mehr über den Kommissar und seine Frau und die anderen Ermittler*innen.
Ich habe Glühender Schnee gern gelesen, auch wenn es zeitweise nicht leicht war, den vielen Handlungssträngen zu folgen. Gerne empfehle ich euch diesen anspruchsvollen Kriminalroman, der viele Informationen über das ehemalige Informationen vermittelt.
Dithmarscher Deern
aus Sörup
5/5
31.07.2026
Buch (Taschenbuch)
2.Krimi dieser Autorin, der wieder absolut überzeugt!
Erst diesen Monat habe ich Autorin Jo Ann Martin mit ihrem Vulkaneifelkrimi "Tod unter Wacholdern" für mich entdeckt. Dieser Band 1 war so unwahrscheinlich gut, dass ich direkt Band 2 "Glühender Schnee" lesen musste!
Wieder wird eine Leiche in dem kleinen Örtchen Loogh gefunden. Mitten auf dem Dorfplatz. Es stellt sich heraus, dass es ein Fahrradtourist war. Rafael Novak aus Bosnien. Aber warum hat er in einem leerstehenden, verwahrlosten Haus ohne Wasser und Strom gewohnt? Obwohl wieder die Dienststelle Wittlich zuständig ist, ermittelt natürlich an vorderster Front, der bereits aus Band 1 bekannte Hauptkommissar Leo Werner und auch Alexandra Cameron, die gemeinsam mit zwei Freunden ein Ferienhaus in Loogh besitzt, mischt sich auf recht unkonventionelle Art und Weise ein. Es stellt sich heraus, dass Rafael wohl doch kein einfacher Tourist war, denn in seiner Unterkunft wird eine Waffe gefunden. Hat man es eventuell mit dem organisierten Verbrechen zu tun, denn warum sollte ein Tourist mit einer Waffe mit Schalldämpfer erschossen werden?
Auch dieser Krimi ist wieder so viel mehr als ein einfacher Krimi! Es geht um Waffenschieberbanden, aber auch und vor allen Dingen um den Jugoslawienkrieg. Ich muss zugeben, dass es mir am Anfang nicht ganz leicht gefallen ist, die verschiedenen Erzählstränge zu erfassen, denn ich war überhaupt nicht in dem Thema des Krieges Anfang der 1990 er drin. Ich hatte aber einfach nur Angst etwas nicht zu begreifen, oder zu überlsesen. Ab etwa dem zweiten Drittel habe ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen können! Die verschiedenen Erzählebenen haben das Buch super spannend gemacht. Die Charaktere waren sehr stark und durch die Beschreibungen ihres Privatlebens auch so echt. Besonders gefallen haben mir die Gedanken des Mordopfers während seiner letzten Stunden, während seines Sterbens (alles kursiv gedruckt, daher leicht zu erkennen).
Für mich war es sehr emotional, Rafael beim Sterben zu begleiten und die Beschreibungen der Kriegsgeschehnisse ... auch hart!
"Glühender Schnee" glänzt natürlich auch mit viel Lokalkolorit.
Was mich bei anderen Krimis/Thriller stört: das Ende kommt so plötzlich und meist viel
zu kurz
Das ist bei dieser Autorin ganz anders! Das Ende hat auch einen hohen Stellenwert, so dass keiner dieses Buch unbefriedigt beendet. Man begreift die Zusammenhänge letztendlich ganz genau und auch der Titel "Glühender Schnee" erschließt sich.
Für mich war dieser Vulkaneifelkrimi wieder ein ganz besonderes Highlight, in dem auch der Witz und Wortwitz niemals zu kurz kommt! Ich glaube, nein, ich bin sicher, von Jo Ann Martin ist noch viel zu erwarten!
Formulierungen, die mir besonders gut gefallen haben:
Seite 21
Es ging doch nichts über klar formulierte Vorurteile.
Seite 104
Schnitzel à la mobile ethnische Minderheit mit Migrationshintergrund (= Zigeunerschnitzel. Kennen sicher viele, mir war es neu!)
Bewertung
aus Bad Säckingen
5/5
20.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Alex Cameron ermittelt wieder
Die ungewöhnliche Dreier-WG aus der Eifel ist zurück und ich bin immer noch damit beschäftigt, das ungewöhnliche Konstrukt zu durchschauen. Als im beschaulichen Ortsteil Loogh eine Leiche gefunden wird, erwacht in Alex wieder ihr Ermittlerinstinkt.
Der Tote stammt aus Bosnien und aus Rückblenden erfahre ich mehr aus seinem Leben in seiner Heimat. Ich muss gestehen, dass meine Kenntnisse über die Balkan-Kriege bisher eher bescheiden waren. Erst kürzlich war zu lesen, dass sich Kroatien nach über 31 Jahren später endlich als Minen-frei bezeichnen darf. Wie schrecklich muss es sein, wenn ein Land sich plötzlich aufspaltet und Verwandte gegeneinander kämpfen müssen. Wenn du heiraten möchtest und die Herkunft deiner Braut auf einmal ein Problem darstellt.
Aber war es wirklich der „Brüderkrieg“, der so viele Jahre später den Tod des Mannes aus Bosnien verursacht hat? Und warum werden die Ermittlungen der örtlichen Polizei von oberster Stelle gestoppt?
Jo Ann Martin nimmt mich wieder mit in ein spannendes Abenteuer, bei der ich auch die Vulkaneifel immer besser kennenlerne. Besonders gut gefällt mir das freundschaftliche Zusammenspiel mit der örtlichen Polizei und ich muss schmunzeln bei der Erinnerung an die Opa-Mutter-Kind-Szene im Buch.
Nach ihrem wunderbaren Debüt „Tod unter Wacholdern“ legt die Autorin mit „Glühender Schnee“ nach und beweist erneut, dass sie ihre Leser bestens unterhalten kann.
Interessante Themen, Spannung von Anfang bis Ende und sympathische Protagonisten lassen mich nach mehr schreien. Sehr gerne empfehle ich „Glühender Schnee“ weiter und bin schon gespannt, mit welchen Themen ich im nächsten Band überrascht werde.
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