Squid Game meets Am Ende sterben wir sowieso - Band 1 der Near Future Fiction-Thriller-Reihe von Josh Silver
Hiermit möchten wir dich davon in Kenntnis setzen, dass du für die Pilotrunde von HappyHead ausgewählt wurdest. Die Anwesenheit ist verpflichtend.
Als Seb ein Platz in einem experimentellen Mental-Health-Programm angeboten wird, das die nationale Krise der unglücklichen Teenager lösen soll, ist er entschlossen, diese Chance zu nutzen. Doch als er sich zu dem rätselhaften Finn hingezogen fühlt, beginnt Seb, die Herausforderungen, denen sie sich im Camp stellen müssen, zu hinterfragen. Gemeinsam versuchen sie, mehr über HappyHead herauszufinden und je mehr sie wissen, umso klarer wird, dass es vielleicht kein Entkommen gibt ...
Band 2 Dead Happy erscheint im Herbst 2026.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Sandra8811
aus Oberbayern - Chiemgau
5/5
13.04.2026
eBook (ePUB 3)
Vielversprechender Auftakt!
Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
Das Cover und der Farbschnitt sind mir öfter ins Auge gesprungen. Der Titel und der Klappentext haben mich dann neugierig gemacht.
Cover:
Das Cover ist super auffällig. Der Totenkopf der von einem Smiley umgeben ist und auseinander gerissen wird deutet schon auf eine Art Dystopie hin. Die Farben sind sehr auffällig auf dem schwarzen Hintergrund und auch der Farbschnitt harmoniert dazu. Ein wahrer Eyecatcher und passend zum Inhalt.
Inhalt:
Seb wurde ausgewählt an einem Programm für depressive Teenager teilzunehmen, mit welchen die Welt aktuell zu kämpfen hat. Gemeinsam bekommen sie Herausforderungen in denen sie beweisen können, dass ihre Eltern stolz auf sie sein können. Doch je länger er dort ist, umso seltsamer wird es.
Handlung und Thematik:
Eine mitreißende Dystopie rund um eine Zukunft, in der Teenager depressiv sind und in einer druckbildenden, manipulierenden Einrichtung wieder auf Spur gebracht werden sollen. Themen wie Homosexualität, Gaslighting, physische und psychische Gewalt und auch Manipulation wurden sehr gut integriert. Der Cliffhanger am Ende mit dem Hinweis auf Elmhallow macht super neugierig auf die Fortsetzung!
Charaktere:
Seb hat das Gefühl, nicht in die Norm zu passen. Er ist sensibel und auch seine Interessen sind nicht die, die seine Eltern von ihm erwarten. Auch im Programm nimmt er sich selbst zurück, als z.B. Pärchen gebildet werden und er feststellt, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht vorgesehen sind. Besonders seine Entwicklung vom bedingungslosen Muster-Sohn hin zum hinterfragenden skeptischen jungen Mann war sehr authentisch. Auch seine Beziehungen und Interaktionen zu den anderen Charakteren waren ausgeklügelt und passten perfekt. Da ich nicht zu viel spoilern möchte hier nur der Hinweis, dass auch die Nebencharaktere die notwendige Tiefe haben und authentisch wirken.
Schreibstil:
Josh Silvers Schreibstil begeisterte mich ab der ersten Seite. Durch seine sehr bildhafte Art zu schreiben und den gelungenen Handlungsaufbau wird man direkt reingezogen und nicht mehr losgelassen. Das dystopische Setting sowie die Heilanstalt in der das Happy Head Programm vollzogen wird, sind für mich etwas Neues und gut gelungen. Es ist spannend von Beginn an und es gibt einige unerwartete Wendungen sowie einen Cliffhanger am Ende. Die Charaktere, allen voran Sebby, sind authentisch und etwas Besonderes. Seine komplexe Psyche wird gut dargestellt und ich freue mich schon, ihn im nächsten Teil bei seiner weiteren Entwicklung zu begleiten.
Persönliche Gesamtbewertung:
Ein verdrehtes Teenager-Programm und ein wirklich vielschichtiger Protagonist den ich gerne weiter begleiten möchte. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung!
Serien-Reihenfolge:
1. Happy Head
2. Dead Happy (erscheint im Herbst 2026)
Dorothea Koch
4/5
07.04.2026
eBook (ePUB 3)
Eine Mischung aus Glücksversprechen und Kontrollverlust
Weder von Josh Silver noch aus dem Genre Young Adult Thriller habe ich ein Buch
gelesen. Deswegen war ich um so erfreuter, dass ich „Happy Head“ über Netgalley lesen durfte. Das Cover ist sehr auffällig und passt sehr gut zu dem Buch. Inhaltlich geht es um eine künstliche Welt, die unserer erschreckend ähnlich sieht. Und in dieser Welt begleite ich den siebzehnjährigen Sebastian „Seb“ Seaton, der an einem mysteriösen Pilotprojekt teilnimmt, welches verspricht, die grassierende „Epidemie der Unglücklichkeit“ unter Jugendlichen zu heilen.
Allein diese Grundidee erschien mir surreal und schon nach wenigen Seiten spürte ich auch so ein beklemmende Gefühl, welches mich stark an moderne Klassiker wie „The Hunger Games“ oder „Squid Game“ erinnerte. Aber genau davon lebt der Roman und ich wollte weiter lesen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Seb. Er glaubwürdig gezeichnet, eben weil er kein klassischer Held ist. Seb wirkt eher unsicher und manchmal auch etwas zu angepasst, sodass man seine Zweifel und sein Bedürfnis, dazuzugehören, all zu gut verständlich sind. Sein Freund Finn ist jedoch das Gegenteil: widerständisch, misstrauisch sowie auf eine gewisse Art auch rebellisch. Diese Chemie zwischen Seb und Finn bringt eine wunderbare emotionale Tiefe in die Geschichte, die über einen klassichen Thriller hinausgeht.
Durch seine aktuelle Themen ist das Buch vor allem inhaltlich sehr aktuell. Die Kritik an unserer heutigen Leistungsgesellschaft und dem Zwang zur Selbstoptimierung empfand ich als messerscharf und sehr aktuell. Josh Silver schreibt flüssig, modern und bildhaft. Der Autor versteht es, Dialoge lebendig und glaubwürdig wirken zu lassen, ohne dass sie konstruiert klingen.
Warum keine volle Punktzahl? Für mich kam das Ende etwas zu abrupt und fühlte sich wie „noch nicht fertig“ an. Und es hat mehr Fragen als Antworten zurückgelassen – die dann vielleicht in der Fortsetzung „Dead Happy“ beantwortet werden. Trotzdem ist es ein packendes Debüt, das über den wahren Preis des Glücks nachdenken lässt.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und vier Sterne.
Mediatrice
aus Ettlingen
4/5
30.03.2026
eBook (ePUB 3)
Teenagerstory
Man merkt am Schreibstil und der Story, das ist wirklich nur für Teenager geschrieben. Als Erwachsener muss ich dahingehend etwas unkritischer an die Sache herangehen und ein paar Logikfehler ignorieren. Z.B. gäbe es in so einem ausbruchssicheren Gelände viel mehr Möglichkeiten der Überwachung. Außerdem war für mich gleich ersichtlich wer der Böse und wer der Gute sein wird.
Ansonsten nette Story und durchaus spannend. Ein bisschen was von Tribute von Panem, The Skulls und einer Coming-Out-Liebesgeschichte (Seb steht auf Jungs).
Nur was natürlich voll ärgerlich ist, es handelt sich hier nur um Band 1 und gerade als es voll spannend wird ist Schluss…
sweinzie
aus Rafz
5/5
27.09.2026
Buch (Taschenbuch)
dunkler Lehrgang zum Glücklichwerden
Der Start ist sehr gut gelungen. Wir sehen eine der exklusiven Einladungen um am Programm Happy Head teilnehmen zu dürfen. Doch schon der Hinweg ist seltsam. Denn unterwegs landen sie im Nirgendwo, wo zufällig ein Mann steht und sie abfängt. 100 Jugendliche dürfen an dem Programm teilnehmen um glücklich, zufrieden und selbstsicher zu werden. Anstatt den Personen Namen zu geben denkt unser Protagonist immer in entsprechenden Bilder: Gletschauge, Mr. Antiseptisch,... Das finde ich in dem Kontext deutlich treffender als Namen. Man kann sie cih Typ Mensch direkt vorstellen. Und bei dem "Camp" gibt es verschiedene Typen von Menschen. Mediatationskurse, Yoga Sessions aber auch Fragen oder spezielle Herausforderungen begleiten die Teilnehmer, die in ihrer Art und Weise recht schnell deutlich machen dass hier etwas nicht stimmt.
Im Vergleich zu Finn, dem recht schnell klar war, was hier los ist, ist Seb doch eher zurückhaltend und versucht, es noch allen recht zu machen. Doch nach und nach wird auch er misstrauisch. Zumal Finns Verhalten ihn auf der einen Seite fasziniert, auf der anderen Seite Angst macht.
Das Ende war recht gemein auf der einen Seite, auf der anderen Seite auch etwas entlastend. Ich bin gespannt, wie es in dem Programm weiter geht.
Mir hat der Schreibstil ziemlich gut gefallen. Das Buch ist aus Sebs Perspektive geschrieben und spiegelt in Wortwahl und Satzbau etwas seinen Charakter wieder. Zumindest fand ich das sehr passend. Auf der anderen Seite ist die Geschichte wirklich gut zu lesen, flüssig und spannend. Der Spannungsbogen hält die Geschichte im Fluss. Es hat viele Coole Elemente, wie die beschriebene Art der Wohnmöglichkeiten.
Hier und da gibt es immer wieder mal Überraschungen und Entdeckungen und man durchlebt quasi Sebs Hochs und Tiefs..
Das Buch ist ein Jugend Horror-Thriller und hier passt die Beschreibung wirklich gut. Allerdings soll es nicht davon abhalten, dass auch Personen, die sich nicht mehr als jugendlich betrachten, dieses Buch lesen. Es ist durchaus reizvoll, allein die Idee mit einem Camp um die Jugendlichen zu mehr Lebensfreude zu bringen, aber auch was sonst noch hinter der Geschichte steck (mehr kann ich hier nicht verraten ohne zu spoilern)
Tolles Buch, kann ich nur empfehlen
MoMe
5/5
28.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Vom ersten Blick bis zur letzten Seite ein Volltreffer, aber mit fiesem Cliffhanger \(O.O)/
Ich starte in die Geschichte, indem ich den Brief lese, den Professor G. Manning an Sebastian im Namen von „HappyHead“ geschrieben hat. Darin erfahre ich, dass er zur Pilotrunde ausgewählt wurde und die Teilnahme verpflichtend ist. Der Ansatz soll sein, dass die Teilnehmenden eine echte Chance auf nachhaltiges Glück erhalten. Das Programm dauert 13 Tage, verläuft ohne Kontakt zur Familie und ohne Internet.
Danach lerne ich Sebastian selbst kennen, der von allen eigentlich nur Seb genannt wird. Seine Eltern und seine Schwester fahren ihn zum Camp. Hier zeigt sich schon, wie wenig die Eltern von ihrem Sohn halten und wie viel Hoffnung vor allem die Mutter in dieses Programm setzt. Sie ist fest der Meinung, dass Seb das Ganze guttun wird. Erzählt wird Happy Head aus Sebs Sicht und seinen sarkastisch-humorvollen Erzählton mag ich sehr. Ich habe die Gelegenheit, ihn dank seiner Gedanken und Erinnerungen besser und intensiv kennenzulernen. Insgesamt ist der Beginn für mich eher informativ und interessant als spannungsgeladen und packend. Dafür ist die Atmosphäre schon jetzt subtil bedrohlich, was aber auch an Sebs ängstlichem Vermeidungsverhalten liegen mag.
Das Erzähltempo ist mir anfänglich ein bisschen zu gemütlich. Dabei merke ich gar nicht, wie mich die Entwicklungen immer mehr in ihren Bann ziehen. Aus dem diffusen Gefühl, dass hier etwas merkwürdig ist, wird Beklemmung, als die Aufgaben immer extremer werden. Mit einem Mal kippt die vermeintliche Leichtigkeit in eine bedrückend-bedrohliche Stimmung, die mich packt. Die psychologischen Abgründe werden immer perfider. Das liegt auch daran, dass sich das Geschehen im weiteren Verlauf in zwei verschiedene Richtungen aufteilt. Auf der einen Seite webt Josh Silver eine feinfühlige queere Liebesgeschichte ein. Diese gibt mir beim Lesen emotionalen Halt, macht durch ihre Kontraste aber gleichzeitig nur noch deutlicher, in welch düsterer Realität sich Seb eigentlich befindet. Auf der anderen Seite offenbart sich erst im letzten Drittel die wahre, erschreckende Dimension hinter dem gesamten Konzept von „HappyHead“. Die Entwicklungen werden immer beängstigender und ich bin davon sehr überrascht. Keine der vielen geschickt gelegten Wendungen sehe ich wirklich kommen. Immer mehr verheddere ich mich in diesem gruseligen Geflecht von „HappyHead“ und frage mich, wohin das alles führen wird.
Sebs Entwicklung ist beeindruckend. Er handelt nicht aus Egoismus, sondern aus dem tiefen Wunsch heraus, den Menschen zu gefallen, damit sie ihn mögen und er dazugehören kann. Ich freue mich, dass er seinen sarkastischen Humor beibehält und finde es super, wie er anfängt, die Geschehnisse zu hinterfragen. Er beginnt, sich nicht mehr beeinflussen zu lassen und bildet sich eine eigene Meinung. Er setzt Vertrauen in Finn, obwohl dieser ihm anfangs kaum Anlass dazu gibt. Auch Eleanor, eine weitere Teilnehmerin aus seinem von „HappyHead“ bestimmten Team, tut alles dafür, um Finn schlecht dastehen zu lassen und Misstrauen zu säen.
Die queere Liebesgeschichte wird leise erzählt und entwickelt sich langsam, da Josh Silver den beiden Zeit lässt sich plausibel näher kommen zu können. Durch die Extremsituationen und die emotionalen Zuspitzungen der Challenges entsteht eine Art enges Band, denn der psychische Druck schweißt sie logisch und intensiv zusammen. Während Seb vorsichtig ist, ist Finn von Beginn an so selbstbewusst, dass er das System stört, indem er seinen Unmut lautstark kundtut. Er glaubt an seinen Instinkt, was ihn faszinierend macht, aber natürlich auch Probleme anzieht, die Seb lieber vermeiden würde. Obwohl die beiden so unterschiedlich sind, tun sie sich gegenseitig gut.
Eleanor bringt ebenfalls eine spannende Dynamik ins Spiel. Sie ist überambitioniert und will unbedingt unter den Top 10 sein. Dafür ist sie bereit, moralische Grenzen ohne mit der Wimper zu zucken zu überschreiten, sobald es die Aufgaben verlangen. Ich bin fasziniert von ihrer unerschütterlichen Systemtreue und ihrer Kompromisslosigkeit.
Die restlichen Nebencharaktere dienen eher der Entwicklung der Geschichte und unterstreichen die wachsenden Grausamkeiten. Sie verleihen dem Ganzen zwar Tiefe, haben selbst aber kaum Raum zur Entfaltung.
Josh Silvers Stil, die Geschichte aufzubauen und zu erzählen, ist wirklich toll. Es bleibt stets flüssig und leicht zu lesen. Die düsteren Themen werden immer wieder aufgelockert, sodass ich emotional mitfühle, aber dennoch Hoffnung schöpfen kann. Besonders mit den perfiden Challenges fesselt er mich ans Geschehen und lässt meinen Puls hart ansteigen. Happy Head baut so einen Sog auf, dass ich völlig in der Hoffnung gefangen bin, das Ganze würde einen positiven Ausgang nehmen. Doch Josh Silver macht mir einen großen Strich durch die Rechnung. Er spitzt die Situation immer weiter zu und treibt die Geschichte extrem voran, ohne einen wirklichen Showdown einzuläuten. Stattdessen baut er eine für mich grausame Wendung ein und lässt mich mit einem fiesen Cliffhanger sitzen. Ich möchte so dringend wissen, wie es weitergeht, dass mir die Wartezeit auf die Fortsetzung viel zu lange vorkommt.
Fazit:
Happy Head entwickelt einen ungeheuren psychologischen Sog, der mich trotz eines ruhigen Starts völlig gefesselt. Josh Silver liefert hier einen genialen, beklemmenden dystopischen Jugendthriller ab, der mich mit einer bedrohlichen Atmosphäre und Charakteren überzeugt, die mir tief unter die Haut gehen.
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