Produktbild: Gebaute Gemeinschaft

Gebaute Gemeinschaft Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren

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30,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.02.2026

Abbildungen

mit zahlreichen farbigen Abbildungen

Herausgeber

Barbara Helwing + weitere

Verlag

Kulturverlag Kadmos Berlin

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

23,7/16,8/2,2 cm

Gewicht

623 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86599-611-4

Beschreibung

Portrait

Die Archäologin Barbara Helwing ist nach Stationen in Ankara, Teheran, Lyon und Sydney Direktorin des Vorderasiatischen Museums in Berlin und Honorarprofessorin an der FU Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den frühen Perioden Südwestasiens von der Sesshaftwerdung bis zu den ersten Staaten. Dabei gilt ihre Fragestellung der Rolle von Innovationen und der Entstehung gesellschaftlicher Komplexität..Margherita Andrea Valsecchi Gillmeister studierte in Bologna und Berlin und promovierte in Prähistorischer Archäologie an der FU Berlin. Sie war als wissenschaftliche Museumsassistentin und seit 2026 als wissenschaftliche Kuratorin für die Ausstellung »Gebaute Gemeinschaft« tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte und Grabungstätigkeiten führten sie bereits nach Oman, Armenien, Italien und Anatolien..Bernd Müller-Neuhof ist Vorderasiatischer Archäologe und arbeitet, nach Tätigkeiten in Amman und am Deutschen Archäologischen Institut, als Kurator am Vorderasiatischen Museum und Lehrbeauftragter an der FU Berlin. Seine Grabungstätigkeiten führten ihn nach Jordanien, Libanon, Syrien, Irak, Mexiko und Deutschland. Seine Forschungen befassen sich vor allem mit den prähistorischen Kulturen in ariden Regionen und sind Ausgangspunkt für zahlreiche Publikationen..Der Archäologe Necmi Karul studierte an den Universitäten Istanbul, Tübingen und FU Berlin, wo er seine Promotion abschloss. Heute ist er Professor für Prähistorische Archäologie an der Universität Istanbul und Leiter der Abteilung für Prähistorische Archäologie. Seine Forschungen fokussieren auf die frühen Perioden der Sesshaftwerdung, mit Ausgrabungen in Aktopraklik und Gusir Höyük. Als Koordinator des Taş Tepeler Projekts leitet er die Ausgrabungen in Göbeklitepe und Karahantepe.

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.02.2026

Abbildungen

mit zahlreichen farbigen Abbildungen

Herausgeber

Verlag

Kulturverlag Kadmos Berlin

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

23,7/16,8/2,2 cm

Gewicht

623 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86599-611-4

Herstelleradresse

Kulturverlag Kadmos
Waldenser Straße 2-4
10551 Berlin
DE

Email: info@kv-kadmos.com

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  • VolkerM

    5/5

    13.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    12.000 Jahre vor unserer Zeit

    Die neolithischen Steinstrukturen in Südanatolien gehören zu den größten archäologischen Entdeckungen der letzten 30 Jahre. Zwar sind die Fundorte schon länger bekannt, aber ihre Bedeutung in der Kulturgeschichte der Menschheit kristallisierte sich erst durch die bahnbrechenden Ausgrabungen von Klaus Schmidt seit 1994 heraus. Göbeklitepe ist seit 2018 sogar Weltkulturerbe. Die Sonderausstellung „Gebaute Gemeinschaft“ im Vorderasiatischen Museum in Berlin zeigt erstmals Funde aus diesem Kulturkreis und wenn auch die Präsentation nur ansatzweise die Wirkung dieser monumentalen Architektur erahnen lässt, so ist die inhaltliche Aufarbeitung aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Der Begleitband zur Ausstellung beleuchtet verschiedene Aspekte, angefangen mit der Geschichte der Ausgrabungen, über die Sozialstruktur der steinzeitlichen Gesellschaft, die Bedeutung der Bildwerke, Klimaveränderungen bis hin zur Entwicklung der sesshaften Landwirtschaft und steinzeitlichen Jagdtechniken. Aber am erstaunlichsten sind immer noch die monumentalen Steinanlagen, deren Größe und vor allem Dauerhaftigkeit wirklich einzigartig ist. Wir sprechen hier über eine konstante und offenbar in ihren Traditionen über 5000 Jahre fast unveränderte Nutzung. Die ersten Anlagen entstanden vor 12.000 Jahren und sie gehören zu den ersten Großarchitekturen der Menschheit. Besonders lobenswert ist die sachliche und vor allem vorsichtige Darstellung der Fundinterpretation. Es wird immer wieder betont, dass es uns heute nicht mehr möglich ist, über die Glaubenswelt oder Rituale verlässliche Aussagen zu treffen. Noch vor wenigen Jahren war die Archäologie ein Tummelfeld für phantasiebegabte Märchenerzähler (unter medienbewussten ägyptischen Archäologen immer noch eine gern gepflegte Praxis), aber das hat sich erheblich verändert. Der vorliegende Band ist ein Musterbeispiel, wie man Funde und Befunde wissenschaftlich korrekt bewertet. Trotz aller Unsicherheit lassen sich dennoch Schlüsse ziehen, die aber deutlich abstrakter in ihren Aussagen sind. Man findet daher z. B. weder in der Ausstellung noch im Buch fiktive Abbildungen von um ein Lagerfeuer tanzender Schamanen. Das ist bewusst so gewählt. Ein kleines bisschen Berliner Wokeness ist dann doch hineingeraten. Die durchgehende Verwendung des Wortes „Türkiye“ für Türkei ist eine offene Diskriminierung deutscher Identität, denn wir haben in unserer Sprache ein Wort für dieses Land. Und zum anderen werden die deutschen Archäologen, die maßgeblich und gegen viele Widerstände die Bedeutung der Siedlungen erkannten, bewusst in die zweite Reihe gedrängt, als seien sie nur „Mitarbeiter“ gewesen. Archäologie ist eine sehr interdisziplinäre und kooperative Wissenschaft, aber man sollte auch nicht die falschen Protagonisten auf den Sockel stellen, nur weil sie aus dem Land kommen, in dem die Grabungen stattfanden. Das ist umgekehrte Diskriminierung, wie sie leider im woken Weltbild die Regel ist. Die Texte sind konzentriert, sehr informativ und inhaltlich auf dem neuesten Stand. Die Abbildungen zeigen die Situation vor Ort (historisch und aktuell), sowie fast alle Objekte der Ausstellung, obwohl das Buch kein klassischer Katalog ist. Objekte und zugehörige Textinformation sind sinnvoll miteinander verwoben. Man bekommt so einen sehr guten Gesamteindruck, insbesondere über die archäologischen Grabungen in Südanatolien. Dadurch dass die Autoren auf das Gendern vollständig verzichten, sind die Texte auch sehr gut lesbar. Es gibt kaum an Laien gerichtete Literatur zu diesen faszinierenden frühneolithischen Kulturen. Auch vor diesem Hintergrund ist der Band „Gebaute Gemeinschaft“ ein absoluter Gewinn.

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