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Hitler – Prophet der Finsternis Dialogischer Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.03.2026

Verlag

Primero

Seitenzahl

332

Maße (L/B/H)

14,2/22,3/3 cm

Gewicht

498 g

Farbe

Rost / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9827505-0-7

Beschreibung

Rezension

"Was wäre, wenn Adolf Hitler nach dem Zweiten Weltkrieg plötzlich vor Gericht gestanden hätte? Dieser Frage geht der Wainer Autor Christoph Fromm in seinem Roman „Hitler – Prophet der Finsternis“ nach." Anna Berger, Schwäbische Zeitung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

05.03.2026

Verlag

Primero

Seitenzahl

332

Maße (L/B/H)

14,2/22,3/3 cm

Gewicht

498 g

Farbe

Rost / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9827505-0-7

Herstelleradresse

Primero Verlag
Kirchstraße 42
88489 Wain
DE

Email: primero@primeroverlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    12.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckendes Gedankenexperiment

    Was wäre, wenn die Gelegenheit bestanden hätte, Hitler vor Gericht zu stellen, zu seinen grausamen Taten und seinen Motiven zu befragen? Genau diese Fragen greift Christoph Fromm in diesem Roman auf. Er lässt Hitler (oder vielleicht auch dessen Doppelgänger?) bei den Nürnberger Prozessen erscheinen. Hierbei gibt er erschreckend realistische Aussagen zu Protokoll - man spürt, dass sich der Autor mit Hitlers Persönlichkeit aber auch mit den tatsächlichen historischen Ereignissen und Quellen wie Hitlers Werk „Mein Kampf“ im Rahmen seiner Recherche umfassend auseinandergesetzt hat. Fiktion und Realität verschwimmen immer wieder und gerade dadurch regte mich dieser Roman zum Nachdenken an: Wie konnte Hitler die Deutschen manipulieren? Hat er Reue empfunden? Und wäre eine solche Manipulation auch heutzutage möglich? Das waren nur einige Denkanstöße, die ich mitgenommen habe. Ich fand es sehr wichtig, dass der Roman solche Fragen aufwirft, auch wenn sie natürlich nicht einfach sind und das Auseinandersetzen mit dem Holocaust harte Kost ist. Besonders betroffen gemacht haben mich die Aussagen einer Zeugin, die Hitler vor Gericht mit ihren Erlebnissen in Auschwitz konfrontierte. Hier musste ich echt schlucken! Doch gerade durch diese grausame Ehrlichkeit bleibt der Roman natürlich in Erinnerung - und leider ist es ja zudem die Realität, die wiedergegeben wird, auch wenn sie unvorstellbar schlimm ist. Ich empfehle dieses Buch daher allen Lesern, die nicht davor zurückschrecken, sich mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Fazit: Hitler vor Gericht - ein erschreckendes Gedankenexperiment, das viele Fragen aufwirft.

  • Bewertung

    5/5

    02.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein grauenvoller Meister der Manipulation!

    Dieses Buch hat meine Erwartungen ehrlich gesagt bei weitem übertroffen. Die Darstellung Hitlers als literarische Figur empfinde ich persönlich als äußerst schwierig, umso beeindruckender ist es, wie sensationell der Autor diese Herausforderung gemeistert hat. Von der ersten Seite an wird man unmittelbar in die Szenerie hineingezogen. Das sich entfaltende Geschehen, ein Wechselspiel aus Inszenierung und unfassbarem Grauen, lässt einen nicht mehr los. Besonders eindrücklich ist die Darstellung Hitlers selbst, der als Angeklagter bei den Nürnberger Prozessen erscheint, wobei sich auch hier stets die Frage stellt, ob es sich um einen Doppelgänger handelt, ob Lüge oder Wahrheit vorliegt und ob der „Meister“ der Manipulation erneut, in welcher Weise auch immer, in Erscheinung tritt. Seine höchst manipulative Kraft ist durchgehend spürbar, ebenso wie seine zutiefst bösartige und entmenschlichende Seite. Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen, lässt sich sagen, dass dieses Buch eine intensive und fordernde Leseerfahrung bietet. Es ist kein werk, das einen unberührt lässt, ganz im Gegenteil. Immer wieder habe ich mich beim Lesen gefragt, wie es sein kann, dass nationalsozialistisches Gedankengut heute wieder an Präsenz gewinnt. Für mich bleibt das unbegreiflich. Die im Buch geschilderten Gräueltaten sind und bleiben unvergessen und dürfen es auch niemals werden! Gerade deshalb trifft das Buch einen empfindlichen Nerv. Es zwingt zur Auseinandersetzung, nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit der Gegenwart. Besonders bewegend war für mich die persönliche Verbindung zu eigenen Erfahrungen. Als Jugendliche besuchte ich mit meiner Schulklasse die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Diese Eindrücke haben mich damals tief erschüttert und nachhaltig geprägt. Beim Lesen wurden viele dieser Emotionen und Gedanken wieder wachgerufen. Das Buch regt stark zum Nachdenken an, über Manipulation, über die Abgründe des menschlichen Handelns und darüber, wie erschreckend aktuell diese Themen nach wie vor sind. Vor allem die Fähigkeit einzelner Menschen zur maximalen Manipulation hat mich nachhaltig beschäftigt. Für mich ist dieses Werk weit mehr als nur ein Buch, es ist eine intensive Erfahrung, die zahlreiche Denk-und Fühlprozesse anstößt. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung und fünf Sterne für diese herausragende Leistung des Autors. Eine beeindruckende und sehr gelungene Umsetzung.

  • Hubertus C. Feldmann

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bietet reichlich Stoff für das eigene Gedankenkarussell

    „Dies ist ein Roman“, darauf macht der Autor gleich in der Überschrift zu seinem Vorwort aufmerksam – und „kein Sachbuch“. Diese Information ist absolut notwendig, denn was hier angeboten, diesem AH in den Mund gelegt wird, geht oft an die intellektuelle Schmerzgrenze, zum Teil darüber hinaus. Zumal die historischen Personen, die in diesem Roman direkt oder indirekt zu Wort kommen, eine Einordnung in „ist das nun real oder fiktiv?“, nicht gerade vereinfachen. Die jeweiligen Psychogramme sind großenteils stimmig, die im Hintergrund aufscheinenden Gräueltaten ebenfalls. Man könnte sich also fragen, warum sich dann noch einmal mit dieser Thematik auseinandersetzen sollte. Wurde dieses Thema nicht schon bis zur geistigen Erschöpfung rauf und runter dekliniert, gibt es überhaupt noch etwas, was an dieser Gestalt noch unklar geblieben ist? Alles berechtige Fragen, die allerdings bereits beim Hineinlesen schlüssig beantwortet werden, zumindest zum Weiterlesen animieren: „Denn das gefährlichster an AH [Abkürzung des Rezensenten] war seine Fähigkeit, Menschen zu manipulieren.“ Er „verstand sich als ‚Werkzeug der Vorsehung‘ – ein Selbstbild, das nicht nur politisch, sondern auch spirituell aufgeladen war.“ „Der Nationalsozialismus war mehr als eine Ideologie. Er war eine Religion, die hinter dem Deckmantel der Weltherrschaft Herrenmenschentum, Hass und Untergang gepredigt hat – und AH war ihr Prophet.“ Diese ausführlichen Zitate machen deutlich, wohin die Reise in diesem Buch gehen könnte. Aber zuvor ein kleiner Einschub. Der Verfasser dieser Rezension erlaubt sich die Freiheit, in der Nachbetrachtung eines in seiner Argumentationsschärfe brillanten Buches, dessen Hauptperson lediglich mit seinen Initialen auftreten zu lassen: AH. Er sorgt damit für sich selbst, um die notwendige Distanz gegenüber den fiktiven, aber dennoch stimmigen Aussagen zu behalten – und nicht von den Scharaden dieses „Menschen“ überrollt zu werden, die in diesem Buch ihre breite Wirkmächtigkeit entfalten. Es ist also kein leicht(fertig) zu lesendes Buch, das soll bereits an dieser Stelle festgehalten werden. Gleichzeitig ist es die Möglichkeit, die hier angebotene Variante von AH in die Verhandlungen der sogenannten Nürnberger Prozesse einzubeziehen, der historischen Gestalt AH und deren Gedankengebäude, in einem anderen Kontext zu sehen, sie so greifbarer, vielleicht sogar verstehbarer zu machen. Dabei ist ein raffiniertes Wechselspiel entstanden, bei dem sich Richter, Ankläger, Verteidiger und Angeklagter nichts schenken. Man blickt in teils widerliche Abgründe und braucht hin und wieder den Mut zum Weiterlesen. Dennoch wird gerade durch diese zugespitzten Dialoge (oft in Monologe des AH übergehend) die gesamte Bandbreite dieser Ideologie (siehe oben), dieses Wahns sichtbar. Es ist nur, wie eingangs erwähnt, ein Roman, aber einer, der es schafft, eine gewaltige Bandbreite von Emotionen zu wecken, eben weil die historische Basis detailreich einbezogen wird. Zunächst bleibt unklar, ob die hier auftretende Person AH real ist, die angenommene Verbrennung also überlebt hat, oder ob es sich doch nur um einen Doppelgänger handelt, der gut „ausgebildet“ hier das Gericht zu provozieren weiß. Die Frage, ob man dieser Person erneut eine Plattform bieten sollte, um seine perfiden Gedanken ausbreiten zu können, wird hinsichtlich der sich durchaus bietenden Chance, nämlich die Selbstentzauberung des AH, schließlich bejaht. Was sich in der Folge dann abspielt, ist „großes Kino“, um es einmal so salopp zu formulieren. Hier geht es nicht um Effekthascherei im Sinne eines spannenden Thrillers (spannend bleibt es dennoch …), sondern um einen tiefenpsychologischen Zugang zu dem „kleinen“ Menschen AH, dem Gefreiten des 1. Weltkriegs, dem Männerheimbewohner und gescheiterten Maler, der sich (zunächst) in seinen Gedanken zum Größen-Selbst aufschwingt, und sich schließlich zu einer Art religiösen Wahn (Sendungsbewusstsein, Auserwähltsein und schließlich GRÖFAZ = größter Führer aller Zeiten) auswächst. Und dennoch hier mit entscheidenden Fragen zu räsonieren weiß: „‘Glauben Sie wirklich, ich hätte das alles allein bewerkstelligen können? Ich bin nur ein zu kurz geratener Mann mit einem Schnurrbart. Glauben Sie, Chaplin ist für den Erfolg seiner Filme verantwortlich? Auch er hat sich nur zum Brennpunkt allgemeiner Sehnsüchte gemacht, das ist alles.“ Und an anderer Stelle: „Ohne Lederhosen und Trachtenjacke wäre ich nie zur Macht gekommen.“ An dieser Stelle kann nicht die gesamte Dramaturgie dieses Buches dargestellt werden, auch nicht das besondere Verhältnis des fiktiven Verteidigers von AH, Hellmut von Darda, dem in diesem Buch eine persönliche Nähe zu AH (Retter von AH im 1. Weltkrieg, später persönlicher Assistent) assistiert wird, und dem zudem die Rolle des verhinderten Attentäters zukommt. Neben dem Richter und den vier Haupanklägern ist es diejenige Person, die AH durch seine Fragen in die Abgründe seiner „Seele“ blicken lässt. Immer wieder werden auch Anklänge an die Jetztzeit deutlich, in der offensichtlich die Saat dieser Zeit immer noch fruchtbar ist: „‘Ihr Geist wird wiederkehren im deutschen Volk, […].‘“ Und auch individuell zu beantwortende Fragen senden verstörenden Signale: „‘Existiert die Lust an Selbstzerstörung, am Untergang nicht nur AH, sondern in jedem Menschen?‘“ Insofern braucht es eine gehörige Portion Wissen und Reflexionsvermögen, um die Perfidie des nationalen „Größen-Wir“ zu durchschauen, um in ruhigerem Fahrwasser die ohnehin bestehenden Probleme (Stichworte: Klimakrise, Rückgang der Biodiversität) lösen zu können. Dieses Buch kann – unabhängig von seinem Unterhaltungswert – dazu beitragen, die Parolen schwingenden Verführer unserer Zeit zu entlarven, und die notwendigen Auseinandersetzungen zu versachlichen.

  • ech

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    19.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Packender und intensiver Roman mit einem interessanten Gedankenspiel

    In diesem dialogischen Roman wagt der Autor Christoph Fromm ein interessantes Gedankenspiel. Was wäre, wenn Adolf Hiltler den zweiten Weltkrieg überlebt hätte und sich den Nürnbergern Prozessen hätte stellen müssen ? Als der Nürnberger Prozess bereits weit vorgeschritten ist, taucht im Gerichtssaal plötzlich ein Mann auf, der behauptet, Adolf Hitler zu sein. Obwohl große Zweifel an seiner Identität bestehen, können medizinische Untersuchungen diese Behauptung nicht entkräften. Und so entschließt sich der internationale Gerichtshof, Anklage zu erheben. Als sein Verteidiger wird auf ausdrücklichen Wunsch des Angeklagten Hellmut von Darda bestimmt, ein ehemaliger Offizier, der erfolgslos versucht hat, Adolf Hitler zu töten.  Mit einem packenden und intensiven Schreibstil, der aber oftmals auch etwas sperrig daherkommt, legt der Autor eine gut aufgebaute Geschichte vor und liefert mit geschickt eingesetzten Rückblenden nach und nach die einzelnen Puzzlestücke, um das komplizierte Verhältnis zwischen dem Angeklagten und seinem Verteidiger zu entschlüsseln. Im Vorwort betont der Autor explizit, dass es sich hier um einen Roman und nicht um ein Sachbuch handelt. Um den manipulativen Charakter von Adolf Hitler korrekt abzubilden und auch zu entlarven, bedient er sich aber zahlreicher historischer Quellen und verwendet oftmals Originalaussagen. Dabei muss man schon sehr aufmerksam lesen, damit einem hier kein wichtiges Detail entgeht. Dieses Buch kann man definitiv nicht nebenbei lesen, sondern muss sich schon komplett auf die Geschichte einlassen und sie auf sich wirken lassen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, eine gut aufeinander abgestimmte Mischung aus realen und fiktiven Personen. Ein Personenregister zu Beginn des Buches leistet gute Hilfestellung, um sich in dem umfangreichen Personenaufgebot zurechtzufinden.   Ein bewegender und tiefgründiger Roman, der nicht nur gute und spannende Unterhaltung bietet, sondern zudem auch noch lange über sein Ende hinaus nachhallt.

  • Doris Neuruhr

    aus Weilerswist

    4/5

    09.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nürnberger Prozesse mit Hitler

    Man stelle sich vor, die Nürnberger Prozesse gegen die Schergen des NS-Regimes laufen und plötzlich steht ein Mann auf und sagt:"Ich bin Adolf Hitler"! Kann das sein, er hat sich doch angeblich in seinem Bunker umgebracht! Ist es ein Doppelgänger oder wirklich der echte? Ärzte und Richter sind überzeugt, er ist es wirklich. Die Ausgeburt des Bösen stellt sich und erscheint vor Gericht. Der Leser erlebt die Manipulationsversuche und die Bösartigkeit dieses Menschen hautnah mit. Seine teilweise endlose Tiraden sind ermüdend, er will das deutsche Volk an den Pranger stellen. Nicht er ist der Schuldige, sondern alle die, die an ihn geglaubt haben. Wer in Dokumentationen seine Stimme gehört hat, der kann sie auch in diesem Buch vernehmen. Ein erschütternder Roman.

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