Medienästhetiken als Philosophien des Medialen Überlegungen zu einer anderen Kunsttheorie
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- Deutsch ausgewählt
30,50 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.07.2026
Verlag
VelbrückSeitenzahl
200
Maße (L/B)
22,2/14 cm
Auflage
1. Auflage 2026
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-95832-448-0
Der Ansatz beruht zum einen auf der These der ›Negativität‹ des Medialen, das heißt der prinzipiellen Unerforschlichkeit und Unbestimmtheit seiner ›Mediationen‹ (Vermittlungen), zum anderen, damit korrespondierend, auf ihrer praktisch-relationalen Dechiffrierung. Dieter Mersch zeigt, dass mediale Praktiken als offene und zugleich nicht festlegbare Vollzüge zu verstehen sind. Deren performativer Modus besteht in der Auszeichnung der Präposition ›durch‹ (lat. ›per‹), die weder Zwecke oder Ziele noch Verfahrensweisen adressiert, sondern vor allem im Materiellen situierte Wirkungen und Wendungen (Perlokutionen). Diese taugen nicht zur Selbstreflexion, sodass sich die systematische Frage nach ihrer Aufklärung stellt.
Hier kommt die Ästhetik ins Spiel. Denn die grundlegende These des Buches ist, dass Mediationen bevorzugt durch künstlerische Strategien erhellt werden können, ja, dass Kunst ein ›Mediendenken‹ im doppelten Sinne eines medialen Denkens und eines Denkens des Medialen darstellt, das auf einzigartige Weise in der Lage ist, die Strukturen und medialen Prozesse der Konstruktion und Gestaltung unserer ›Welt‹ sichtbar, hörbar oder erfahrbar zu machen. Die Künste fungieren dadurch selbst als ›Philosophien des Medialen‹, und zwar nicht nur in dem Sinne, wie es Clement Greenberg für die Avantgarden reklamiert hatte, nämlich als perzeptive Reflexion auf ihre eigenen Bedingungen, sondern überhaupt auf die Vielfalt einer ›Vermitteltheit‹ des Realen.
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