Der Graf Luna Roman
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Altersempfehlung
16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
03.07.2026
Abbildungen
1, Portraitfotos des Autors
Verlag
Das vergessene BuchSeitenzahl
288
Maße (L/B)
18,5/11,5 cm
Gewicht
350 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-903244-48-1
Alexander Jessiersky, österreichischer Aristokrat russisch- polnischer Abstammung, bewohnt mit seiner Familie ein prächtiges Stadtpalais im Wiener Ersten Bezirk. Er verhält sich nach dem Anschluss unauffällig und angepasst – und geht als Profiteur aus dem Zweiten Weltkrieg hervor. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach begraben. Jessiersky trägt Mitschuld an der Deportation eines Mannes ins Konzentrationslager Mauthausen: Des Grafen Luna. Ist es dieser totgeglaubte Graf, den er unvermutet im Mondschein in der Nähe seines Palais erspäht und der nun Rache an ihm und seiner Familie nehmen will? Getrieben von Schuldgefühlen und zunehmend ins Paranoide übergreifender Angst gerät Jessiersky immer stärker in den Bann der rätselhaften Gestalt und deren wechselvoller Familiengeschichte, mit der er sich manisch zu beschäftigen beginnt. Doch so sehr er sich auch vom Albdruck des Geschehenen befreien will: Der geheimnisvolle Graf Luna verfolgt ihn gleich einem Dämon durch das irrlichternde Wien der Nachkriegszeit, sodass Jessiersky bald zum Äußersten bereit ist, um seinen Seelenfrieden wiederherzustellen. Ein abgründiges Katz- und Mausspiel bahnt sich an, das Jessiersky in atemlosem Tempo über die Bergkämme des Salzkammerguts bis in die Katakomben Roms treibt, wo sich sein Schicksal zuletzt besiegelt.
Lernet-Holenias 1955 bei Zsolnay in Wien erschienener phantastischer Kriminalroman ist ein Werk voll dichter Atmosphäre, psychologischer Spannung und stilistischer Eleganz. Im literarischen Spiel mit Motiven wie Schein und Wahrheit, Schuld und Verantwortung, arbeitet der k.u.k-Meistererzähler die Erfahrung des Nationalsozialismus in Österreich und die Verstrickungen Einzelner darin auf.
„Ein Erzähler höchsten Ranges.“
– Hilde Spiel
„…Wenn in ihm das Feurige erwacht, ist er nach meinem Empfinden großartiger als alle andern.“
– Stefan Zweig
„…ein Autor mit federleichtem, ungezwungenem Stil, der versucht, dem alten österreichischen Barock eine moderne Wendung zu geben…“
– Claudio Magris
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