In dem zweiten Krimi-Abenteuer von Martin Schulz stoßen die freie Journalistin Sophia und der pensionierte Kriminalkommissar Niklas auf den Todesfall eines Klimawissenschaftlers in einem Naturreservat auf Kreta. Bei ihren Ermittlungen geraten sie in ein Geflecht von organisierten Extremisten und wirtschaftlichen Interessen in ein Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Verschwörungstheorien. Dabei bewältigen die Protagonisten immer wieder gefährliche Situationen, pflegen eine gute Portion Humor auf dem Hintergrund der einmaligen Schönheit Westkretas sowie seiner Gastfreundschaft und Kulinarik.
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Spannender Kreta-Krimi mit Tiefgang
Bewertung am 01.05.2026
Bewertungsnummer: 3125709
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Die Asche der Wissenschaft“ von Martin Schulz ist ein Krimi, der weit über den klassischen Mordfall hinausgeht und den Leser mit einem atmosphärischen, politisch aufgeladenen Stoff aus Kreta fesselt. Der pensionierte Kriminalkommissar Niklas, der zusammen mit seiner Freundin und Journalistin Sophia im Westen Kretas lebt, wird in ein Geflecht aus Macht, Geld und Fanatismus hineingezogen, als zwei Menschen in seiner Nähe sterben und ein weiterer nach einem Attentat verschwindet. Dabei entpuppt sich die idyllische Insel zu einem Nährboden für Verschwörungen, Extremisten und Interessen, die so weit reichen, wie es sich die meisten Leserinnen und Leser nicht vorstellen würden.
Der Roman besticht durch seine gelungene Mischung aus regionaler Krimi‑Atmosphäre und wissenschaftlichem Hintergrund. Schulz beschreibt Westkreta lebendig, mit seinen wilden Landschaften, touristischen Hotspots und dem Konflikt zwischen Naturschutz und Wirtschaftsinteressen. Gleichzeitig wirft er einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Themen wie Klimawandel, gierige Wirtschaftsinteressen und wissenschaftlicher Arbeit. Die Frage, wer eigentlich „die Bösen“ sind, bleibt lange offen und macht den Plot spannend bis zur letzten Seite.
Die Figuren sind glaubwürdig und menschlich gezeichnet: Professor Hallermann, ein idealistischer Forscher, der plötzlich in eine tödliche Auseinandersetzung gerät, sowie der analytisch agierende Niklas und Sophia an seiner Seite als engagierte Journalistin und neugierige Partnerin, die die eigene Rolle in diesem Geschehen immer wieder hinterfragt. Die Spannung baut sich ruhig, aber konsequent auf, ohne reißerische Effekte, und wird durch kurze, prägnante Kapitel und wechselnde Blickwinkel weiter angeheizt. Dabei bleibt der Text zugänglich und eignet sich auch für Leser, die sich eher selten mit Krimis beschäftigen.
„Die Asche der Wissenschaft“ ist ein Krimi, der fesselt, provoziert und zum Nachdenken anregt – und gleichzeitig mit einem regionalen Flair arbeitet, das sich vom üblichen Standardkrimi abhebt. Wer spannende Unterhaltung mit einem klaren Bezug zu aktuellen Themen wie Klimakrise, Wissenschaft und Umweltkriminalität sucht, sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen. Es lohnt sich sowohl als Urlaubslektüre auf Kreta als auch als Winterlesung für alle, die Krimis mit Tiefgang und politischem Hintergrund schätzen.
Dies ist eine klare Kaufempfehlung für Krimi‑Fans, Kreta‑Liebhaber und alle, die Geschichten lesen wollen, in denen sich Mord, Science und gesellschaftliche Spannungen auf überzeugende Weise miteinander verflechten.
Richtig guter Krimi auf Kreta
Bewertung am 15.02.2026
Bewertungsnummer: 3046342
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Asche der Wissenschaft hat für mich alles, was einen richtig guten Krimi ausmacht: Reichlich Spannung, Abenteuer, Abgründe menschlichen Denkens und Handelns, aber auch treffsicheren Humor auf dem Hintergrund kretischer Lebensart. Dazu setzten sich die Protagonisten mit aktuellen Themen wie Verschwörungstheorien auseinander und tauchen ein in die Arbeit von Wissenschaftlern. Damit verdient dieses Buch einen Platz im Regal meiner Lieblingsbücher.
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