Gustav von Aschenbach ist ein bekannter Schriftsteller.
Er lebt sehr diszipliniert.
Sein Leben ist auf Arbeit und Ordnung ausgerichtet.
Auf einer Reise nach Venedig begegnet er dem Jungen Tadzio.
Aschenbach bewundert seine Schönheit.
Diese Bewunderung beschäftigt ihn immer mehr.
Er denkt über Kunst, Leben und Vergänglichkeit nach.
Über Vernunft und Gefühl.
Über Nähe, Distanz und Begehren.
Die Bewunderung verändert ihn.
Er verliert seine innere Ordnung.
Zur gleichen Zeit breitet sich in Venedig eine gefährliche Krankheit aus.
Viele Menschen verlassen die Stadt.
Aschenbach bleibt.
Die Geschichte handelt von:
Schönheit und Vergänglichkeit
Vernunft und Gefühl
Leben und Tod
"Der Tod in Venedig" ist eine stille und nachdenkliche Erzählung.
Sie zeigt, wie stark Gefühle sein können.
Und wohin sie einen Menschen führen können.
Thomas Mann schrieb "Der Tod in Venedig" im Jahr 1911.
Er hielt sich selbst mehrfach in Italien auf.
Venedig beeindruckte ihn sehr.
Zur selben Zeit gab es in Venedig eine Cholera-Epidemie.
Die Krankheit wurde von den Behörden lange verschwiegen.
Viele Menschen waren in Gefahr.
Diese historische Situation spielt im Buch eine wichtige Rolle.
Die Krankheit steht auch für Verfall und Vergänglichkeit.
Sie verstärkt die innere Krise der Hauptfigur.
Thomas Mann gehört zu den wichtigsten deutschen Schriftstellern.
Er schrieb viele bekannte Gesellschaftsromane.
Zum Beispiel:
"Buddenbrooks"
"Der Zauberberg"
"Doktor Faustus"
Im Jahr 1929 erhielt Thomas Mann den Nobelpreis für Literatur.
Er wurde für seine großen Romane und Erzählungen ausgezeichnet.
Seine Werke beschäftigen sich oft mit:
Kunst und Moral
Pflicht und Freiheit
Individuum und Gesellschaft
"Der Tod in Venedig" zählt zu seinen bekanntesten Erzählungen.
Luchino Visconti machte über das Buch 1971 einen berühmten Film.
Dieses Buch erscheint zum allerersten Mal in Einfacher Sprache.
Der Text entspricht weitgehend der Norm DIN 8581-1.
Der Inhalt ist typografisch be
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Doppelter Zauber
Bewertung am 20.05.2026
Bewertungsnummer: 3143815
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Doppelter Zauber
Wenn es einen Text Thomas Manns gibt, mit dem er sich den Beinamen „Zauberer“ verdient hat, dann ist dies zuvorderst seine Novelle „Der Tod in Venedig“. Der Zauber wirkt hier doppelt: auf den Helden und auf den Leser.
Die Verwandlung Gustav von Aschenbachs vom pflichtbesessenen, an Ruhm, Ehre und Willensstärke orientierten Großkünstler, steif, unnahbar, auf Etikette bedacht, allem Sinnlichen abhold, zum pflichtvergessenen, willenlos-triebgesteuerten Lüstling, der sich schminken und die Haare färben lässt, und der seine Tage damit verbringt, dem Objekt seiner Begierde durch Venedig nachzusteigen - diese Wandlung ist Ergebnis einer Verzauberung. Verzaubert wird er von Tadzio, einem Knaben, der „vollkommen schön“ ist, „von so einmalig persönlichem Reiz“, dass er überzeugt ist, „weder in Natur noch bildender Kunst etwas ähnlich Geglücktes angetroffen zu haben“. (S. 42)
Und es ist ganz große Kunst, wie der Zauber geschildert wird, der von diesem Knaben auf den älteren Herrn ausgeht, wie ein anfänglich scheinbar „interesseloses Wohlgefallen“, eine „fachmännisch kühle(n) Billigung“ (S. 48) des reinen Schönen schrittweise umschlagen in Verzücken, Verliebtheit, Besessenheit; wie eine anfänglich harmlos-heitere Stimmung zunehmend ins Bedrohlich-Düstere umschlägt.
Wie das im Einzelnen dramaturgisch und sprachlich subtil gemacht ist, wie es Thomas Mann gelingt, auch den Leser in einen erzählerischen Zauberbann zu schlagen, dazu sind extrem hilfreich die erläuternden Anmerkungen und das kluge Nachwort des Herausgebers dieser Ausgabe, Hanns Frericks.
Aber das ausführliche Nachwort hilft nicht nur beim Erkennen, Verstehen und Genießen der Novelle als Kunstwerk, ihrem Bau und reichen Motivgeflecht, ihrer Rhetorik, Symbolik und Semantik. Es gibt auch ergiebig Antwort auf die Frage, was den Autor zu dieser Novelle bewogen hat, wie erfahrungsgesättigt der Text ist und wie es ihm gelingt, immerhin zur Endzeit des deutschen Kaiserreichs, einen Text, der von homoerotischer Liebe, ja, von Pädophilie handelt, zu publizieren, ohne einen literarischen Skandal zu provozieren.
Vor allem aber öffnet das Nachwort die Augen des Lesers für all jene Facetten der Novelle jenseits der Geschichte einer unglücklichen, verbotenen Liebe. Denn es geht auch hier um die Dialektik von Künstler und Bürger, um den Umschlag vom Sokratischen zum Dionysischen, um eine Theorie des unbedingten Schönen, um Theorie und Praxis der Ästhetik und der Moral. Es geht, wie stets in großer Literatur, um Eros und Thanatos. Und schließlich spielt im Hintergrund selbst das Politisch-Ökonomische eine Rolle, wenn die administrative Verschleierung der sich ausbreitenden Seuche aus kommerziellen Gründen im wahrsten Wortsinn über Leichen geht.
Diese Ausgabe der Novelle „Der Tod in Venedig“ ist nicht zuletzt besonders zu empfehlen, weil sie handwerklich schön gemacht ist: mit Leineneinband, Titelvignette, Bildern und einer erhellenden Zeittafel.
Wow!
Beat (also schnon Ü55) aus Meilen am 25.08.2025
Bewertungsnummer: 2576580
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich verstehe nicht, wieso Thomas Mann den Nobelpreis nicht für dieses Buch bekommen hat, sondern für Buddenbrooks. Denn dieses Buch ist ein Meisterwerk. Ich habe es auf meiner Neuseeland-Reise gelesen, in einsamen Berghütten fünfzehn Seiten gelesen und danach zwei Stunden meinen Gedanken nachgehangen. Und das mit einem Buch, das vor hundert Jahren erschienen ist!
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