Ein Regisseur stirbt, offiziell ein Unfall. Doch sein Geist kehrt zurück und flüstert von einem dunklen Geheimnis. Er führt den Erzähler in die Schatten eines ehemaligen Frauenklosters, wo Macht, Gier und Verrat das Heilige bedrohen. In einem verborgenen Gewölbe warten die Spuren einer tödlichen Verschwörung. Die letzte Nonne, Schwester Theophila, wusste zu viel und musste verschwinden. Wird der Erzähler die Wahrheit aufdecken, bevor das Geheimnis ihn zerstört? «Schweigend aus der Nacht» ist ein Thriller voller Spannung, Mystik und Geist. Es ist die Geschichte vom Verschwinden des Heiligen in einer postchristlichen Welt: Liebe, Glaube und Wahrhaftigkeit weichen Macht und Profit – ein erschütterndes Spiegelbild unserer Zeit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
18.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Tote geben keine Ruhe
Der erste Satz des Klappentextes machte mich neugierig: „Herr Sander, es tut mir leid, aber Sie sind tot.“ Was genau hat es damit auf sich?
Auf dem Weg zu einer Party verunglückt Regisseur Sander tödlich. Er nimmt Kontakt zum Erzähler auf, um die Wahrheit aufzudecken, nicht nur die seines Todes, sondern auch die um die letzte Nonne in dem ehemaligen Frauenkloster, das Sander für seine Dreharbeiten nutzt.
Über den Erzähler weiß der Leser nur, was er selbst preisgibt: er ist ehemaliger Investigativjournalist, der erkennen musste, dass die Mächtigen auch bei beweisbaren Fehlhandlungen weiterhin ein gutes Leben führen können und nicht oder nur unwesentlich belangt werden. Genau das ist das Thema dieses Mystery-Romans: Macht, Gier, Verrat und die „Rettung des Heiligen“ (wie Gracia selbst schreibt)
Der Schreibstil ist besonders. Neben den Gesprächen gibt es viel indirekte Rede. Hintergründe werden aufgedeckt und erläutert, so dass gut verständlich wird, worum es Gracia geht.
Der schmale Band (113 Seiten) ist packend, tiefgründig, gesellschaftskritisch mit einer brillanten Idee.
Der Titel stammt aus einem Gedicht von Rainer Maria Rilke und passt perfekt zum Inhalt. Das Cover gibt einen wichtigen Hinweis, der leicht übersehen werden kann.
Auch wenn ab einem bestimmten Punkt klar ist, worauf die Geschichte hinausläuft, empfehle ich den Roman gern.
Rebecca
4/5
08.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannung beim Lesen
Dem Erzähler begegnet der Geist eines scheinbar verunglückten Regisseur. Dieser spricht von einem dunklen Geheimnis und mit der Zeit wird klar, dass da mehr im Verborgenen steckt als zuerst gedacht.
Die ersten Seiten haben mich nicht sofort gepackt aber kurze Zeit später, war man in die spannende Geschichte eingetaucht und dann wollte ich natürlich schnellstmöglich wissen, wie es zu Ende geht. Da hat der Autor den Spannungsbogen sehr clever und gut eingesetzt. Ein bisschen befremdlich fand ich schon, wie der Erzähler sich mit dem Geist des Toten immer wieder trifft und unterhält.
Gut gefallen hat mir, dass der Autor ein paar gesellschaftliche und politische Wichtigkeiten erwähnt und man aber daran erinnert wurde, das es im Leben um ganz viel mehr geht, als Macht, Liebe und Ansehen.
Das Buch ist spannend und gut geschrieben, aber mir scheint es so, als hätte ich nicht alles ganz verstanden oder vielleicht ist es auch nicht so ganz mein Genre.
Hopeandlive
4/5
28.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Die Wahrheit kommt immer ans Licht
Wir befinden uns irgendwo in der schönen Schweiz. Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und der Erzähler nimmt uns mit in eine Handlung, die sich nach und nach als sehr fesselnd und tiefgründig erweist. Leider ist er nicht gerade ein Mann, der auf den ersten Blick besonders sympathisch erscheint, er spricht gerne diversen alkoholischen Getränken zu und trauert der intimen Beziehung seiner Ex-Freundin Fabienne hinterher, die er lange Zeit intensiv gepflegt hatte, trotz ihrer Heirat mit dem "Banker". Nun wird Fabiennes Geburtstag gefeiert, groß und mit Stil, denn der Herr Gemahl verfügt ja über eine Bank und hat alles, was Rang und Namen hat eingeladen, auch einen berühmten Regisseur namens Sander, der im naheliegenden Frauenkloster einen Film dreht und der Stargast auf diesem Fest sein soll. Doch der Stargast erscheint auch nach Stunden nicht und es erfolgt die Nachricht, dass er durch einen tragischen Unfall verstorben sei.
Der Erzähler begibt sich nach einiger Zeit wohlig gefüllt mit erlesenem Rotwein nach Hause und sinniert über seine verlorene Beziehung zu Fabienne, da erscheint ihm Herr Sander, der doch eigentlich tot sein müsste. Zumindest macht ihn der Erzähler darauf aufmerksam, doch es ist Sanders Geist, der ihn von einem dunklen Geheimnis etwas erzählt und ihn, den Erzähler, und nur ihn um Hilfe bittet. Der Leser erfährt nun etwas mehr über den Erzähler, der aktuell eine Buchhandlung unterhält, jedoch in früherer Zeit einmal als Investigativjournalist unterwegs war, bis er erkennen musste, dass die Subjekte, die an der Macht sind, auch weiter an der Macht bleiben, völlig egal, was ihnen nachgewiesen werden konnte. Das ist ja für alle aufgeweckten Leser nichts Neues.
Auf jeden Fall wird die Neugier des Erzählers geweckt, denn in diesem ungeheuerlichen Fall geht es um das nahe Frauenkloster, in dem er schon einmal recherchierte und in dem die führende Schwester Theophila einen nachhaltigen Eindruck auf ihn hinterlassen hatte, denn sie hatte eine Kraft und einen Glauben, der etwas in ihm anrührte. Leider ist auch Schwester Theophila einem Unfall zum Opfer gefallen, Sachen gibts. Er macht sich auf die Suche und kommt einem Geflecht von Macht, Gier und Verrat auf die Spur, auch ein mysteriöser Männerbund spielt eine gewisse Rolle, der alles daran setzt, dass die Wahrheit unter Verschluss bleibt, doch wenn einmal das Licht in die Dunkelheit gefallen ist......
Ein sehr ungewöhnlicher Thriller, der durchaus noch mehr Seiten hätte haben können und mich positiv überrascht hat. Es braucht ein wenig, sich auf den Schreibstil der indirekten Rede einzulassen, doch es lohnt sich zu lesen. Ein gesellschaftlicher Thriller, von dem es mehr geben darf.
Bewertung
4/5
23.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Thriller mit Tiefgang
Giuseppe Gracia hat mit "Schweigend aus der Nacht einen Thriller geschrieben, der einen nicht so schnell loslässt.
Die Geschichte fängt spannend an: Ein Regisseur stirbt bei einem Unfall, doch kurz darauf gibt es seltsame Botschaften von ihm. Man fragt sich sofort, ist das Einbildung, oder steckt etwas Übersinnliches dahinter? Immer wieder taucht er beim Erzähler auf, denn er möchte die Wahrheit über seinen Tod herausfinden. Auch das spurlose Verschwinden der letzten Nonne, Schwester Theophila soll aufgeklärt werden.
Das Buch spielt in einem alten Kloster und man spürt in jeder Zeile die Suche nach der Wahrheit.
Fazit: Das Buch ist bis zum Schluss spannend, jedoch ist der Schreibstil nicht ganz einfach gehalten. Man muss sich gut konzentrieren um den Handlungen folgen zu können. Es ist in 13 kurze Kapitel aufgeteilt
LisaDi
4/5
22.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannende Story mit besonderem Schreibstil
Schweigend aus der Nacht von Giuseppe Gracia hat mich mit seiner Grundidee sofort angesprochen. Ein verstorbener Regisseur, der als Geist zurückkehrt und den Erzähler zu einem dunklen Geheimnis in einem ehemaligen Frauenkloster führt – das klang für mich richtig spannend und ungewöhnlich. Auch die düstere Atmosphäre rund um das Kloster und die Geschichte um Verrat, Gier und das Verschwinden von Schwester Theophila haben mir gut gefallen.
Die Handlung an sich ist definitiv interessant und hat viel Potenzial. Es steckt auch mehr dahinter als nur Spannung, weil Themen wie Glaube, Wahrheit und Macht immer wieder mitschwingen.
Allerdings bin ich mit dem Schreibstil leider nicht wirklich warm geworden. Für mich war er sehr gewöhnungsbedürftig und hat es mir schwer gemacht, richtig in die Geschichte einzutauchen. Obwohl ich wissen wollte, wie es weitergeht, hat mich das Buch einfach nicht richtig gepackt und ich hatte immer etwas Abstand zur Geschichte.
Durch die kurze Länge von etwa 120 Seiten ist alles recht kompakt erzählt, was einerseits gut ist, andererseits hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht.
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