Der fotografische Nachlass von Heinrich und Thea Weskamp in der Deutschen Fotothek bildet den Ausgangspunkt für eine vergleichende Untersuchung der Bildpublizistik zum Thema Arbeit im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit der BRD. Das Fotografenpaar arbeitete zwischen 1930 und 1960 für verschiedene illustrierte Zeitschriften. Mit ihren Bildern speisten sie den für die nationalsozialistische Ideologie zentralen Topos der »Deutschen Arbeit«. Mit der Frage nach dessen Fortleben in den Bild- und Mediendiskursen der Nachkriegszeit widmet sich der Band einem Desiderat der fotohistorischen Forschung.Anhand der drei Bereiche Landwirtschaft, Industrie und Hauswirtschaft analysiert die Autorin die Fotografien der Weskamps in ihren medialen und gesellschaftlichen Kontexten und zeigt dabei Kontinuitäten sowie Brüche in den (visuellen) Leitbildern von Arbeit auf. Die Publikation leistet zugleich eine erste kritische Aufarbeitung des fotografischen Nachlasses von Heinrich und Thea Weskamp sowie ihrer Netzwerke und Arbeitsweisen und verweist auf das Potenzial für weiterführende Forschungen.
Kundinnen und Kunden meinen
1.0/5.0
Bewertung
1/5
31.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nicht lesenswert
Das Werk ist nicht lesenswert und sollte vom Verlag aus dem Angebot entfernt werden: Es geht um das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Arbeit, insbesondere in der NS-Zeit anhand des nach den Vorgaben des Regimes gestellten Arbeiterbildes. Die Bewertung der Fotos von Dr. H.W. erfolgt ohne den Kontext seiner furchtbaren Fotos scheinbar frohgemut tätiger Zwangsarbeiter, die aus dem Nachlass durch seine zweite Ehefrau (Thea) beim Verkauf kurz vor ihrem Tod getilgt worden waren. Dr. H.W. war mit Mitglied der NSDAP und stellte sein Werk ähnlich wie die berühmtere Leni Riefenstahl in den Dienst des Regimes. Der Diskurs über die historische Einordnung der eigentlich handwerklich sehr guten Fotos (meines Großvaters) Dr. H.W. ist ohne diesen Kontext irrelevant und entbehrlich.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.