Ein Mann hastet am Abend des 24. Dezembers durch die Straßen. Die viel zu spät bestellten Geschenke sind nicht rechtzeitig angekommen. Kein Wunder, dass Martin Harnack deswegen zu Hause Ärger hat. Denn für seine Frau ist das verpatzte Weihnachtsfest ein Symbol für den geringen Stellenwert der Familie in Martins Leben. Nun versucht er zu retten, was zu retten ist. Ein einziger verkramter alter Laden hat noch geöffnet. Dort erhält er ein seltsames Geschenk. Es ist ein mechanischer Adventskalender, der Martin an den Morgen des 1. Dezembers zurückversetzt und noch so manch weitere Überraschung bereithält ...
Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte darüber, was im Leben wirklich von Bedeutung ist.
Kundinnen und Kunden meinen
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Der fast perfekte Weihnachtsroman
BeaSwissgirl aus Fahrni am 26.12.2019
Bewertungsnummer: 1277865
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)
Beim stöbern in der Ecke der Weihnachtsromanen bin ich über dieses Buch hier gestolpert und nach dem lesen des Klappentextes durfte es spontan bei mir einziehen ;)
Der Schreibstil ist völlig unkompliziert, einfach, schnörkellos und dennoch irgendwie genügend bildhaft. Erzählt wird aus der Sicht ( ICH- Form) von Martin, eines Familienvaters, was ich ganz erfrischend fand.
Martin ist der eigentliche Protagonist, entsprechend erfahren wir über ihn natürlich am Meisten, allerdings geht der Autor auch da nicht wahnsinnig stark in die Tiefe, dennoch für mich, für die Art Geschichte genügend. Die weiteren wichtigen Charaktere sind seine Ehefrau und die drei Kinder, ebenfalls für die Länge des Buches ausreichend dargestellt. Ich habe hier einen groben Einblick in ihren Familienalltag während der Adventszeit erhalten und fand alle insgesamt ganz sympathisch.
Mir hat die Idee ans sich, der Einstieg, der Aufbau, das Ende und im Grossen und Ganzen auch der Verlauf wirklich echt gut gefallen. Viele Ereignisse, Handlungen und oder Gedankengänge konnte ich sehr gut nachvollziehen, weil sie einfach den typischen Familienalltag widerspiegeln. Thomas Franke ist es gelungen mir das zu geben, was ich mir von einem Weihnachtsroman erhoffe. Es war zeitweise witzig, aber nie übertrieben, berührend, dennoch nicht zu kitschig ( ausser die ein zwei Kapitel mit Yussuf& Maryam, die waren mir persönlich ein bisschen zu " over the top"....) und ich verspürte diesen gewissen Weihnachtszauber. Einfach noch ein bisschen mehr Schnee, Zimt& Co- Atmosphäre und dann wäre es echt perfekt gewesen, aber dies ist sicher Jammern auf hohen Niveau ;)
Ich vergebe hiermit 4,5 Sterne
Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens
LEXI am 21.11.2019
Bewertungsnummer: 1268137
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens – Glaube, Hoffnung und Liebe – gehen verloren, weil wir uns von ihnen entfernen – Schritt für Schritt, ganz langsam, unmerklich.“
Martin Harnack arbeitet seit Jahren an einem Buch, der Stress bei seinem Forschungsprojekt ist nur einer der Auslöser für seine familiäre Krise. Als er am Heiligen Abend immer noch keine Weihnachtsgeschenke für seine Ehefrau und seine drei Kinder gekauft hat, betritt er in seiner Verzweiflung einen heruntergekommenen Antiquitätenladen. Der bärtige alte Inhaber überreicht ihm als Lösung für all seine Probleme einen eigenartigen blechernen Kasten. Nachdem der gestresste Familienvater die Kurbel dieses mechanischen Adventkalenders betätigt, erfüllen sich seine Wünsche – jedoch auf völlig andere Art und Weise als erwartet. Martin erlebt einen Perspektivenwechsel und nach und nach reift in ihm die Erkenntnis, dass er in seinem Leben in letzter Zeit auf falsche Prioritäten gesetzt hat.
Thomas Franke hält in diesem wunderschönen Weihnachtsroman seinem Protagonisten Martin Harnack einen Spiegel vor. Durch den wundersamen Adventkalender wird er behutsam mit seinen Versäumnissen und Fehlern konfrontiert und bekommt die einmalige Gelegenheit, Dinge zum Besseren zu verändern. Er macht heilsame Erfahrung und erkennt, dass „Das Wunderbare an Wundern ist, dass sie sich weder herbeiwünschen, noch wiederholen lassen. Sie geschehen an den seltensten Orten, in den unwahrscheinlichsten Augenblicken und lassen jene, die am wenigsten damit gerechnet haben, wundersam verändert zurück.“
Der Autor konzentriert sich in diesem Buch in erster Linie auf seinen Protagonisten Martin und dessen Familie. Martins Ehefrau Swenja, seine Söhnen Anton und Ben, sowie seine Tochter Leonie stehen im Zentrum des Geschehens. Der Alltag der Familie Harnack, familiäre und berufliche Spannungsfelder sowie Martins wachsende Einsichten werden in einfühlsamen Worten, an mancher Stelle auch überaus humorvoll, beschrieben. Die lebendige Charakterzeichnung der handelnden Figuren und die heilsamen Erkenntnisse des Protagonisten haben mir ausnehmend gut gefallen. Tiefsinnige Zitate bereichern diese zauberhafte Geschichte, die eine wundervolle Einstimmung auf die bevorstehende Adventzeit darstellt:
„Es gibt Momente, da hat man das Gefühl, die Stimme Gottes zu hören. Erstaunlicherweise ist sie ganz leise und unaufdringlich, kaum mehr als ein Flüstern. Und nicht selten ist es so, dass sie uns an etwas erinnert, was wir eigentlich schon wissen. Mir ist klar geworden, dass ich tief in mir drin längst wusste, dass ich auf der falschen Spur war. Ich wusste, dass meine Prioritäten nicht die richtigen waren.“
„Die tiefste Gotteserfahrung machen wir nicht in den außergewöhnlichen Momenten unseres Lebens, sondern im Gewusel unseres Alltags, wenn wir an uns, unseren Mitmenschen und den Umständen zu verzweifeln drohen – und wenn Gott ganz leise, fast unhörbar in uns flüstert: ich bin da. Ich bin mit dir in diesem ganzen Chaos. Hab keine Furcht, vertraue mir.“
Der durch die außergewöhnlichen Aktivitäten des mechanischen Adventkalenders aufkommende kleine Spannungsbogen bleibt bis zuletzt aufrecht. Obgleich man als Leser relativ rasch den Ausgang der Geschichte ahnt, bangt und hofft man mit Martin Harnack, der versucht, die Liebe, den Zusammenhalt und die Harmonie in seiner Familie zu retten. Ich fühlte mich durch diesen wunderschönen Roman ausgezeichnet unterhalten, einzig die Tatsache, dass sich in diesem Weihnachtsbuch aus einem Christlichen Verlag der Vulgärsprache bedient wurde, fand ich unangebracht und enttäuschend.
Fazit: Mit „Der wundersame Adventskalender“ präsentiert Thomas Franke eine tiefgründige Weihnachtsgeschichte, die auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben hinweist und Prioritäten neu erkennen lässt. Der Autor regt dazu an, Wertschätzung zu zeigen und für glückliche familiäre Beziehungen und liebevolle Menschen an seiner Seite dankbar zu sein.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.
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