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Klasse Frauen

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28995

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Edition keiper

Seitenzahl

184

Maße (L/B/H)

19,9/12,8/1,8 cm

Gewicht

206 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903575-70-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28995

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Edition keiper

Seitenzahl

184

Maße (L/B/H)

19,9/12,8/1,8 cm

Gewicht

206 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-903575-70-7

Herstelleradresse

edition Keiper
Puchstraße 17
8020 Graz
AT

Email: office@editionkeiper.at

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Mut zu Entscheidungen

Annelie Gerhard am 11.04.2026

Bewertungsnummer: 3105900

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

»Klasse Frauen« »Das Narrativ, dass Frauen die ärgsten Feindinnen seien, ist auserzählt.« (Mareike Fallwick) Mit ihrem Roman »Klasse Frauen« zeichnet die Autorin Andrea Kertinger ein vielschichtiges Bild von Frauen in unterschiedlichen Familien- und Lebenskonstrukten. Ausgangspunkt ist ein geplantes Klassentreffen der letzten Mädchenklasse. Die ehemaligen Mitschülerinnen sind auf den ersten Blick durch ihre gemeinsame Vergangenheit und die örtliche Ansiedlung im österreichischen Burgenland miteinander verbunden. Kapitelweise stellt die Autorin die mitten im Leben stehenden Frauen in ihrem stark voneinander abweichenden Umfeld vor. Lediglich über das gedanklich kurz angemerkte Klassentreffen ergibt sich eine lose Beziehung Charaktere. Der Großteil der Frauen muss sich in ihrem Alltag Problemen stellen, mit denen sie sich nicht zuletzt aufgrund traditioneller und gesellschaftlicher Normen arrangiert haben. In ihrem Umfeld sind sie auf sich allein gestellt. Innere Monologe über ihre Unzufriedenheit stehen deutlich im Widerspruch zu dem nach außen hin präsentierten Leben. Diese fundamentale und traurige Gemeinsamkeit erschließt sich der Leserschaft von Kapitel zu Kapitel mehr und regt zum Nachdenken an. Tiefer berührt haben mich die Frauen, welche die Kraft aufgebracht haben, Entscheidungen in ihrem eigenen Sinne zu treffen. In ihrem selbstbestimmten und ohne Gram geführten Leben fühlen sie sich wohl, obgleich auch dies nicht frei von Sorgen ist. Unter ihnen sind z.B. Verena, die nach ihrer Scheidung in einer heterosexuellen Beziehung lebt und Maria, eine alleinerziehende Mutter, die aus freien Stücken ihrem verstorbenen Mann zu Ehren dessen kulturelles Vermächtnis weiterführt. Der Titel des Romans im Zusammenspiel mit dem zu Beginn stehenden Zitat und einem geplanten Klassentreffen weckten in mir Leseerwartungen, derer nach sich die Frauen solidarisieren und nach dem Treffen mit neuen Impulsen gestärkt in ihren Alltag zurückkehren. Und genau dies habe ich vermisst. Dass dabei das Klassentreffen nicht tatsächlich zwischen den Buchseiten stattfand, störte mich nicht. Mir fehlten der Zusammenhalt und Austausch sowie das Bestärken zur Veränderung unter den Frauen. Einen stärker selbstreflektierenden und kommunizierten Drang nach Verbesserung der persönlichen Situation hätte ich mir ebenfalls gewünscht. Mein persönliches Fazit: Die Autorin hat mit »Klasse Frauen« einen Roman verfasst, dessen variantenreiche Lebensentwürfe und Charaktere in den einzelnen Geschichten viel Potenzial zum Nachdenken über die Stellung der Frau im Familien- und Gesellschaftskonstrukt bieten. Wer das österreichische Burgenland mit seinen regionalen Gepflogenheiten und sprachlichen Ausrichtungen kennt, wird dem Roman viele weitere positive Aspekte zusprechen.

Mut zu Entscheidungen

Annelie Gerhard am 11.04.2026
Bewertungsnummer: 3105900
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

»Klasse Frauen« »Das Narrativ, dass Frauen die ärgsten Feindinnen seien, ist auserzählt.« (Mareike Fallwick) Mit ihrem Roman »Klasse Frauen« zeichnet die Autorin Andrea Kertinger ein vielschichtiges Bild von Frauen in unterschiedlichen Familien- und Lebenskonstrukten. Ausgangspunkt ist ein geplantes Klassentreffen der letzten Mädchenklasse. Die ehemaligen Mitschülerinnen sind auf den ersten Blick durch ihre gemeinsame Vergangenheit und die örtliche Ansiedlung im österreichischen Burgenland miteinander verbunden. Kapitelweise stellt die Autorin die mitten im Leben stehenden Frauen in ihrem stark voneinander abweichenden Umfeld vor. Lediglich über das gedanklich kurz angemerkte Klassentreffen ergibt sich eine lose Beziehung Charaktere. Der Großteil der Frauen muss sich in ihrem Alltag Problemen stellen, mit denen sie sich nicht zuletzt aufgrund traditioneller und gesellschaftlicher Normen arrangiert haben. In ihrem Umfeld sind sie auf sich allein gestellt. Innere Monologe über ihre Unzufriedenheit stehen deutlich im Widerspruch zu dem nach außen hin präsentierten Leben. Diese fundamentale und traurige Gemeinsamkeit erschließt sich der Leserschaft von Kapitel zu Kapitel mehr und regt zum Nachdenken an. Tiefer berührt haben mich die Frauen, welche die Kraft aufgebracht haben, Entscheidungen in ihrem eigenen Sinne zu treffen. In ihrem selbstbestimmten und ohne Gram geführten Leben fühlen sie sich wohl, obgleich auch dies nicht frei von Sorgen ist. Unter ihnen sind z.B. Verena, die nach ihrer Scheidung in einer heterosexuellen Beziehung lebt und Maria, eine alleinerziehende Mutter, die aus freien Stücken ihrem verstorbenen Mann zu Ehren dessen kulturelles Vermächtnis weiterführt. Der Titel des Romans im Zusammenspiel mit dem zu Beginn stehenden Zitat und einem geplanten Klassentreffen weckten in mir Leseerwartungen, derer nach sich die Frauen solidarisieren und nach dem Treffen mit neuen Impulsen gestärkt in ihren Alltag zurückkehren. Und genau dies habe ich vermisst. Dass dabei das Klassentreffen nicht tatsächlich zwischen den Buchseiten stattfand, störte mich nicht. Mir fehlten der Zusammenhalt und Austausch sowie das Bestärken zur Veränderung unter den Frauen. Einen stärker selbstreflektierenden und kommunizierten Drang nach Verbesserung der persönlichen Situation hätte ich mir ebenfalls gewünscht. Mein persönliches Fazit: Die Autorin hat mit »Klasse Frauen« einen Roman verfasst, dessen variantenreiche Lebensentwürfe und Charaktere in den einzelnen Geschichten viel Potenzial zum Nachdenken über die Stellung der Frau im Familien- und Gesellschaftskonstrukt bieten. Wer das österreichische Burgenland mit seinen regionalen Gepflogenheiten und sprachlichen Ausrichtungen kennt, wird dem Roman viele weitere positive Aspekte zusprechen.

Viele Leben, viele Fragen: Ein Blick hinter die Fassaden

ancla_books4life aus Schwerte am 26.03.2026

Bewertungsnummer: 3089565

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Am Rande meiner Texte bleiben die Sätze unvollständig.
Am Rande meiner Sätze bleiben nur Fragezeichen stehen.
Am Rande meiner Wörter bleiben immer nur Leerstellen.
Am Rande meiner Buchstaben bleiben die Laute sich selbst überlassen.
Am Rande bleibe immer nur ich.“ **** Mein Eindruck ****
 Ich finde, der grundlegende Gedanke dieses Buches lässt sich sehr gut mit dem obigen Zitat zusammenfassen. Im Mittelpunkt stehen Frauen einer ehemaligen Schulklasse, inzwischen mitten im Leben. Erschöpft vom Alltag, kämpfend mit ihren eigenen Geschichten, manchmal versteckt hinter Fassaden, manchmal unehrlich zu sich selbst. In vielerlei Hinsicht ähnlich und doch nach außen hin vollkommen unterschiedlich. Das Buch zeigt eine Vielzahl an Lebensrealitäten. Es spiegelt Gedanken, Eindrücke und innere Monologe wider und macht deutlich, dass hinter vielen scheinbar geordneten Leben ganz andere Gefühle und Konflikte verborgen liegen. Genau darin liegt eine große Stärke der Geschichte. Sie lädt dazu ein, kurz innezuhalten, über einzelne Figuren nachzudenken und sich mit ihren Gedankenwelten auseinanderzusetzen. Der Titel des Buches wirkt allerdings etwas irreführend. Das eigentliche Klassentreffen findet im Verlauf der Geschichte letztlich gar nicht mehr statt. Stattdessen bleiben die Frauen mit ihren eigenen Geschichten und Erinnerungen zurück. Es sind Momentaufnahmen aus einem Hier und Jetzt, teilweise lose miteinander verbunden, manchmal eher oberflächlich verknüpft und in einzelnen Passagen durchaus tiefgründig reflektiert. Mir persönlich hat dabei etwas gefehlt. Ich hätte mir mehr Austausch zwischen den Figuren gewünscht, mehr Entwicklung und vor allem mehr Dialog. Viele Geschichten bleiben eher für sich stehen, was zwar zum Konzept passt, mich emotional aber etwas auf Distanz gehalten hat. Der Grundgedanke hinter dem Buch ist wirklich interessant und regt zum Nachdenken an. Man kann sich in einzelne Lebenssituationen hineinversetzen und darüber reflektieren. Für mich blieb diese Verbindung jedoch etwas zu schwach. Ich habe mich in den einzelnen Schicksalen nicht wirklich wiedergefunden und dadurch insgesamt etwas Abstand zur Geschichte behalten. Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen, dass andere Leser*innen hier deutlich stärker andocken. Gerade wer Freude an introspektiven, nachdenklichen Texten über Lebensrealitäten und Selbstreflexion hat, könnte mit diesem Buch sehr viel anfangen. Die Botschaft am Ende des Buches ist großartig, dafür hat sich das Lesen definitiv gelohnt. **** Empfehlung ****
 Für Leser*innen, die ruhige, reflektierende Geschichten über unterschiedliche Lebenswege und weibliche Perspektiven mögen.

Viele Leben, viele Fragen: Ein Blick hinter die Fassaden

ancla_books4life aus Schwerte am 26.03.2026
Bewertungsnummer: 3089565
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Am Rande meiner Texte bleiben die Sätze unvollständig.
Am Rande meiner Sätze bleiben nur Fragezeichen stehen.
Am Rande meiner Wörter bleiben immer nur Leerstellen.
Am Rande meiner Buchstaben bleiben die Laute sich selbst überlassen.
Am Rande bleibe immer nur ich.“ **** Mein Eindruck ****
 Ich finde, der grundlegende Gedanke dieses Buches lässt sich sehr gut mit dem obigen Zitat zusammenfassen. Im Mittelpunkt stehen Frauen einer ehemaligen Schulklasse, inzwischen mitten im Leben. Erschöpft vom Alltag, kämpfend mit ihren eigenen Geschichten, manchmal versteckt hinter Fassaden, manchmal unehrlich zu sich selbst. In vielerlei Hinsicht ähnlich und doch nach außen hin vollkommen unterschiedlich. Das Buch zeigt eine Vielzahl an Lebensrealitäten. Es spiegelt Gedanken, Eindrücke und innere Monologe wider und macht deutlich, dass hinter vielen scheinbar geordneten Leben ganz andere Gefühle und Konflikte verborgen liegen. Genau darin liegt eine große Stärke der Geschichte. Sie lädt dazu ein, kurz innezuhalten, über einzelne Figuren nachzudenken und sich mit ihren Gedankenwelten auseinanderzusetzen. Der Titel des Buches wirkt allerdings etwas irreführend. Das eigentliche Klassentreffen findet im Verlauf der Geschichte letztlich gar nicht mehr statt. Stattdessen bleiben die Frauen mit ihren eigenen Geschichten und Erinnerungen zurück. Es sind Momentaufnahmen aus einem Hier und Jetzt, teilweise lose miteinander verbunden, manchmal eher oberflächlich verknüpft und in einzelnen Passagen durchaus tiefgründig reflektiert. Mir persönlich hat dabei etwas gefehlt. Ich hätte mir mehr Austausch zwischen den Figuren gewünscht, mehr Entwicklung und vor allem mehr Dialog. Viele Geschichten bleiben eher für sich stehen, was zwar zum Konzept passt, mich emotional aber etwas auf Distanz gehalten hat. Der Grundgedanke hinter dem Buch ist wirklich interessant und regt zum Nachdenken an. Man kann sich in einzelne Lebenssituationen hineinversetzen und darüber reflektieren. Für mich blieb diese Verbindung jedoch etwas zu schwach. Ich habe mich in den einzelnen Schicksalen nicht wirklich wiedergefunden und dadurch insgesamt etwas Abstand zur Geschichte behalten. Gleichzeitig kann ich mir gut vorstellen, dass andere Leser*innen hier deutlich stärker andocken. Gerade wer Freude an introspektiven, nachdenklichen Texten über Lebensrealitäten und Selbstreflexion hat, könnte mit diesem Buch sehr viel anfangen. Die Botschaft am Ende des Buches ist großartig, dafür hat sich das Lesen definitiv gelohnt. **** Empfehlung ****
 Für Leser*innen, die ruhige, reflektierende Geschichten über unterschiedliche Lebenswege und weibliche Perspektiven mögen.

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Klasse Frauen

von Andrea Kerstinger

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