Wie die Orgelpfeifen
Heitere Anekdoten aus einer kinderreichen Pfarrersfamilie - Biografie aus der "guten alten Zeit" - humorvolle Geschichte einer Großfamilie Anfang 20. Jahrhunderts größere Schrift
Eine Pfarrersfamilie voller Leben: elf Kinder, zwei Pferde, ein Hund - und ein Alltag, der von Arbeit, Glaube und Zusammenhalt geprägt war.
Mit Herz, Humor und einem tiefen Verständnis für das einfache, aber reiche Leben erzählt Christian Ryke die Geschichte seiner Familie, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf dem Land lebte, glaubte und miteinander lachte.
Tauchen Sie ein in die Welt einer Großfamilie, die wie kaum eine andere für Stärke und Lebensfreude stand, in der harte Arbeit und enge Bindungen das Leben bestimmten, wo Kinder "wie die Orgelpfeifen" nebeneinander aufwuchsen und jeder seinen Platz fand.
Diese Geschichte ist ein einzigartiges Zeitzeugnis, das auch heutige Generationen berührt. Ein Buch über Heimat, Familie und die Werte, die uns tragen - für alle, die authentische Geschichten lieben und sich von menschlicher Nähe und Herzenswärme bewegen lassen.
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Wie die Orgelpfeifen
Bewertung aus Wertingen am 26.04.2026
Bewertungsnummer: 3120923
Bewertet: Buch (Paperback)
Ein Buch über eine Pfarrersfamilie auf dem Land mit 11 Kindern. Der Autor, eines der Kinder, ist 1913 geboren. Er erzählt in wunderbarer Weise in vielen Kapiteln über das Leben einer solchen Familie. Die Fahrt zum Fotografen samt Hund und doch trotz aller Widrigkeiten entstand ein wunderschönes Fotos, das das Cover des Buches ziert. Es wird auch ganz genau die Reihenfolge der Kinder erklärt, so dass man sich ein Bild davon machen kann. Bei so vielen Kindern herrschte Zucht und Ordnung und des öfteren wurde auch die Rute verwendet. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass das Buch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts handelt. Die Kinder mußten in der Landwirtschaft tatkräftig mitmachen. Aber es gab viele schöne Stunden: Gemeinsames Musizieren, Geschichten lesen, Wanderungen und Ausflüge und an den Feiertagen gab es meistens etwas besonderes, z.B, an Pfingsten wurde ein Fahrt in einen nahe gelegenen Waldgasthof gemacht. Auch Weihnachten war sehr feierlich, obgleich die Geschenke rar waren. Es war auch ein sehr enger Zusammenhalt zwischen den Gechwistern und auch das Lernen kam nicht zu kurz. Ein Leben ohne jegliche technische Geräte und ein Leben mit der Natur. In vielen Kapiteln schauen wir in das Leben dieser Menschen, die immer zufrieden waren und deren tiefer Glaube hat sie nie die Hoffnung aufgeben lassen. Die Spache ist etwas altmodisch, aber bald lieben wir die Ausdruckweise des Autors. Das Buch beruhigt und man taucht in eine Welt voller Idylle ein, obgleich das Leben hart und entbehrungreich war. Besonder hervorheben möchte ich die größere Schrift, so laß sich das Buch leicht un gut lesen: Und vor jedem Kapitel befindet sich eine wunderbare Tuschzeichnung. Ich konnte mich bei der Lektüre total vergessen und entspannen.
Kindheitserinnerungen, die den Alltag hell machen
Bewertung am 03.04.2026
Bewertungsnummer: 3098103
Bewertet: Buch (Paperback)
Dieses Buch hat mich auf eine ganz besondere Weise berührt. Anfangs war mir der Erzählstil noch etwas fremd – man merkt, dass die Geschichten aus einer anderen Zeit stammen und auch sprachlich so geprägt sind. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Schließlich konnte ich es kaum noch aus der Hand legen.
In vielen einzelnen, in sich abgeschlossenen Kapiteln erzählt der älteste Sohn aus dem Leben einer kinderreichen Pfarrersfamilie aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit elf Kindern geht es dort natürlich lebhaft und oft turbulent zu. Die Erinnerungen stammen vor allem aus der frühen Kindheit und sind voller Wärme, Lebendigkeit und Ehrlichkeit.
Besonders berührt hat mich, wie viele eigene Kindheitserinnerungen beim Lesen in mir wach wurden. Als echtes Landkind, das auf einem Bauernhof groß geworden ist, konnte ich mich in vielem wiederfinden: die Mithilfe bei der Kartoffelernte, das Auflesen von Äpfeln – all das wird so anschaulich und liebevoll beschrieben, dass man sich direkt hineinversetzt fühlt.
Das Leben der Familie wirkt idyllisch, eingebettet in eine wunderschöne Landschaft mit einem Badeteich ganz in der Nähe, in dem die Kinder Sommer für Sommer schwimmen und ihre Wettkämpfe austragen. Gleichzeitig wird aber auch nichts beschönigt: Die Kinder müssen mit anpacken, und wenn sie über die Stränge schlagen, gibt es auch klare und teils harte Strafen – so, wie es früher eben oft war.
Eine Szene ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Der Erzähler, noch ein kleiner Junge, möchte unbedingt – wie seine Freundin Ida – die Kuhherde hüten. Kurzerhand schwänzt er die Schule und zieht mit ihr auf die Weide. Zunächst scheint niemand etwas zu merken, doch weil Pfarrer und Lehrer sich gut kennen, kommt die Wahrheit irgendwann ans Licht. Die Folge: eine ordentliche Tracht Prügel – und das Ende seines Traums vom Kühehüten. Solche Episoden zeigen auf eindrückliche Weise, wie das Leben damals war – rau, ehrlich und voller kleiner Abenteuer.
Ein weiteres Highlight ist die musikalische Erziehung in der Familie. Der Vater legt großen Wert darauf, und beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, die Musik der vielen Kinder tatsächlich hören zu können. Das macht das Buch zu einem echten Genuss.
„Wie die Orgelpfeifen“ ist ein Buch, in das man wunderbar eintauchen kann – auch kapitelweise. Es entführt in eine vergangene Welt, die nicht immer einfach war, aber voller Leben, Tiefe und Herzenswärme steckt. Gerade in unserem oft lauten und hektischen Alltag ist es wohltuend, sich von diesen Geschichten tragen zu lassen.
Ein echtes Geschenk – dieses Buch hat meine Seele berührt und mir den Alltag heller gemacht. ✨
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