Der Untersberg – sagenumwoben, geheimnisvoll, gefährlich und von einzigartiger Schönheit. Kaum ein anderer Berg in den Alpen verbindet Mythos, Geschichte, Natur und persönliche Erfahrung in einer solchen Dichte. Dieses Buch führt seine Leserinnen und Leser mitten hinein in das Herz des Berges und weit darüber hinaus. Der Autor verbindet eigene Erlebnisse am Untersberg mit historischen Recherchen, Sagen und Begegnungen mit Menschen, die ihre Liebe zum Untersberg mit ihm teilen. Er erzählt von gefährlichen Bergtouren, dramatischen Gewittern und von der harten Arbeit einer Sennerin ebenso wie von spirituellen Erfahrungen an Kraftplätzen, von alten Steigen, verschwiegenen Höhlen, vom Nixloch und der Irlmaier-Madonna. Persönliche Geschichten verweben sich mit kulturgeschichtlichen Hintergründen: von Karl dem Großen über Salzabbau und Marmorbrüche bis zu den geheimnisvollen Sagen um Zeitlöcher, Geisterwesen und unterirdische Reiche. Die Leser begegnen außergewöhnlichen Persönlichkeiten – Schamanen, Künstlern, Bergrettern, Musikern, Freunden und tauchen dabei ein in deren jeweilige Sicht auf den Berg. Das Buch ist keine reine Chronik und kein nüchterner Wanderführer. Es ist ein Mosaik aus Erinnerung und Vision, ein literarisches Bergporträt, das gleichermaßen sachlich informiert wie poetisch erzählt. Der Untersberg erscheint hier als Spiegel des Lebens selbst: gefährlich und gnädig, mystisch und real, ein Ort der Sehnsucht und der Auseinandersetzung mit Natur, Glaube, Tod und Liebe. Dieses Werk richtet sich an alle, die mehr vom Untersberg erfahren möchten als das Offensichtliche. Es ist eine Einladung, einen der geheimnisvollsten Berge Europas neu zu entdecken – mit Herz, Verstand und Seele.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
07.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schon das Titelbild hat mich begeistert
Ich bin ursprünglich wegen dem Titelbild auf das Buch aufmerksam geworden, weil es mich sofort angesprochen hat. Nach dem Lesen kann ich sagen, dass mich nicht nur das Cover, sondern das ganze Buch begeistert hat. Es ist sehr persönlich geschrieben, was es besonders angenehm und authentisch macht. Außerdem sind die Bilder wirklich schön und passen perfekt zum Inhalt. Für mich ist es ein Buch, das mit viel Gefühl gemacht wurde und genau deshalb in Erinnerung bleibt.
Peter Krackowizer
aus Neumarkt am Wallersee
4/5
09.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwischen Mystik, Bergwelt und persönlichen Wegen am Untersberg
220 Seiten "wärmender Eintopf voller guter Zutaten", wie der Autor in seiner Einleitung sein Buch beschreibt. Seine Kapitel decken alles ab, was den Untersberg – geologisch korrekt den Untersbergstock – betrifft: nützliche Hinweise, wie man anhand des Farbensystems der Steige die Gehzeiten errechnen kann; rund 60 Seiten Beschreibungen der verschiedenen Aufstiege aus eigenen Erfahrungen; der Untersberg als mystischer Sagenberg und die Unterwelt im Wunderberg; Phänomene und mystische Orte; besondere Plätze und Tiere; Ausflugstipps rund um den Untersberg; Gefahren am Berg sowie der Untersberg und die Menschen.
Ja, wahrlich ein Eintopf, in dem ich beim Lesen manchmal die Orientierung verloren habe – es fehlt schlicht und einfach eine Übersichtskarte. Ich fand in meinem "Karten-Eintopf" eine sehr gute Karte, und dann ging es beim Lesen gleich viel besser: Mittagsscharte, Viererkaser, Nixloch, Thomas-Eder-Steig – der "Eintopf" des Autors wurde für mich klarer und nachvollziehbarer.
Im Buch dominieren persönliche Erlebnisse des Autors über Jahrzehnte. Immer wieder wird sein Schreibstil unterhaltsam; er erlebt Zufälle, Überraschungen und Glücksmomente. Die Beschreibungen der Aufstiege sind gewürzt mit persönlichen Erlebnissen. Aber irgendwie habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Untersberg ein sehr anstrengender und durchaus gefahrvoller Bergstock sein kann.
Siegfried Siller wird manchmal philosophisch, so im Kapitel über den Dalai Lama und dessen angebliche Aussagen über den Untersberg. Siller wollte es genau wissen und schrieb an das Büro des Dalai Lama in Dharamsala. Zwar stand in der erhaltenen Antwort kein Wort über den Untersberg an sich, sondern nur über die Bergwelt rund um die Stadt Salzburg im Allgemeinen. Doch Siller meint in seinen weiteren Ausführungen, der Dalai Lama hätte sicher den Untersberg im Auge gehabt. Ein anderes Mal schildert er seinen Untersberg-Traum, den er nach einer Operation im Aufwachzimmer hatte. In einem weiteren Kapitel trifft er Gladiatoren in der Hirscharena. Auch die schamanische Welt des Berges kommt nicht zu kurz. Es ist ein unterhaltsames, aber gut recherchiertes Buch – eben ein "Eintopf"-Buch, wie er sagt.
Die Bilder, die von verschiedenen Fotografen und vom Autor stammen, sind durchwegs aussagekräftig. Bei dem einen oder anderen Bild rätsle ich ein wenig – etwa beim Bild auf Seite 181: "Mitte rechts der Zustieg zur Kolowratshöhle erkennbar" – ich sehe ihn aber nicht. Insgesamt sind jedoch viele eindrucksvolle Bilder im Buch zu sehen. Einzig eine Übersichtskarte fehlt schmerzlich beim Lesen, denn nicht jeder weiß bei einem 70 Quadratkilometer großen Bergstock, wo sich Almen, Steige, Höhlen und Orte befinden. Aber ich glaube, das Buch wird viele Freunde des Berges begeistern.
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