Vor drei Jahren wurde Ghorza gen Süden, nach Eisenheim geschickt. Nun rufen sie die Ahnen erneut. Das Böse konnte damals zwar aufgehalten werden, doch offenbar hat sich die Ankunft der Betrogenen damit nur verschoben. Dieses Mal muss sie zu den Wyrajken ziehen, denn Orks, Wyrajken und Zwerge müssen eine Allianz formen, alten Zwist beiseitelegen. Nur so hat der Norden eine Chance, der Ankunft der Betrogenen standzuhalten.
Nordlande ist das dritte Buch, welches die Geschichte um die fiktive Welt Agahma weiterspinnt. Ein Buch welches in den hohen Norden entführt, zu neuen Kulturen und einem fremdartigen Bösen.
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Nun gehen die Abenteuer endlich in die nächste Runde...
steffi_heavy_fun aus Pasching am 08.12.2025
Bewertungsnummer: 2672581
Bewertet: eBook (ePUB)
Nun gehen die Abenteuer endlich in die nächste Runde und ich habe mich schon sehr auf Ghorza gefreut, da sie mittlerweile mein Lieblingsork geworden ist. Doch nicht nur unsere alte Bekannte konnte mich wieder begeistern, das ganze Buch vermittelt die uns bereits vertrauten Vibes und war für mich ein absoluter Lesegenuss. Ich denke jeder der die Reihe begonnen hat weiß nun auf was er sich einstellen kann, und daher würde ich definitiv behaupten der Autor bleibt sich und seinen Prinzipien selbst treu. Dieses Mal begeben wir uns in die Nordlande und es war überaus beeindruckend die unterschiedlichen Rassen, Völker und Gepflogenheiten kennenzulernen. Dabei hilft uns das Verzeichnis am Anfang des Werks sowie das aufmerksame Lesen, denn alle wichtigen Fakten werden immer wieder mal erklärt, weswegen ich sehr schnell einen guten Überblick erhielt.
Wir begleiten wieder zahlreiche Figuren, wobei die unterschiedlichen Settings und Probleme für mich sehr interessant waren. Nicht nur das es um eine Bedrohung geht, die alles Dagewesene in den Schatten stellt, es gibt auch viele andere Konflikte wie z.B. Gleichberechtigung, Religion, Meinungsfreiheit, alte Fehden oder längst vergangene Gräueltaten. Die Themen, denen wir uns hier stellen sind genauso zahlreich wie vielseitig und auch wenn manche Diskussionen ein Déjà-vu bei mir auslösten, so sind sie doch immer wieder anders, denn wie bereits erwähnt unterscheiden sich das Setting sowie die Völker pro Band und dadurch auch die damit einher gehenden Probleme. Der Autor schafft es auf sehr emotionale Weise den Leser in seinen Bann zu ziehen und für mich waren wieder alle Gefühle dabei angefangen von Zorn über Unverständnis, Hoffnung und Fassungslosigkeit, es blieb so gut wie kein Gefühl außen vor. Ich finde es sehr gut wie immer wieder gesellschaftskritische Themen eingewoben werden, denn manche Ungerechtigkeiten kann man gar nicht oft genug thematisieren.
Die Action- und Kampfszenen konzentrieren sich zwar sehr auf das letzte Drittel, nichtsdestotrotz blieb es durchgehend spannend, da der Autor viele Konflikte aufwirft und die daraus resultierenden Diskussionen, Handlungen und Schwierigkeiten beschäftigen nicht nur uns als Leser, sondern eben vor allem die Betroffenen und ich fand es äußerst aufregend zu sehen, wie sie damit umgehen. Das Buch ist aber natürlich nicht nur ernst oder düster oder lebt allein vom Setting oder seinen Charakteren, sondern kann auch mit alltäglichen Dingen wie dem Leben unter Orks oder einem gepflegten Kampftraining überzeugen. Egal wohin man blickt, an Kreativität und Details mangelt es nicht und die Fantasie wird immer weiter beflügelt, je mehr man liest. Ich habe tatsächlich keinerlei Kritikpunkte anzubringen und bin förmlich nur so durch die Seiten gerauscht, da ich stets wissen wollte wie es weiter geht und das Buch einmal begonnen kaum mehr zur Seite legen konnte. Wir erfahren mehr über Mythen, Legenden und Sagen von großen und vergangenen Kriegern/Königreichen und durch den mystischen Hauch in Bezug auf die Ahnen, Geister und Visionen sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein.
In diesem Band haben sich viele weitere Charaktere in mein Herz geschlichen und ich bin sehr zuversichtlich das ich sie nicht das letzte Mal gesehen habe. Ich bin schon sehr gespannt, wie der große Endkampf aussehen wird und auch diesbezüglich habe ich noch keine klaren Vorstellungen. Ich weiß das der Autor immer für eine Überraschung gut ist (auch wenn ich nicht alle davon immer so gut verkrafte), weswegen man jederzeit mit allem rechnen sollte. Das war mitunter ein Grund, warum ich meinen Lieblingen bis zum Schluss die Daumen drückte, und hoffte das niemand drauf geht. In meinen Augen wurde hier eine unglaubliche Welt erschaffen, die vor allem vom Zusammenhalt profitiert und die langsam, aber sicher alle Mauern des Hasses überwindet, zumindest wäre dies mein Lösungsansatz für ihr anhaltendes Problem. Mehr gibt es in meinen Augen auch nicht zu sagen zu diesem beeindruckenden Buch und ich wünsche daher allen ganz viel Spaß beim Lesen.
Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht
Chillysbuchwelt aus Reinsbek am 28.12.2025
Bewertungsnummer: 2686299
Bewertet: eBook (ePUB)
Der dritte Band der Dark-Fantasy-Reihe Agahma von Rudolf A. Feichtinger zeigt erneut, warum diese Welt für mich das absolute Herzstück der Geschichte ist.
In dieser Reihe steckt einfach so viel Liebe zum Detail, das mag ich total.
Das Personenverzeichnis und die farbigen Karten sind nicht nur hübsches Beiwerk, sondern enorm hilfreich, um sich in der komplexen Welt zurechtzufinden. Ich liebe sowas!
Agahma ist düster, vielschichtig und wirkt unglaublich lebendig.
Religiöser Fanatismus, politische Machtspiele, Diskriminierung und gesellschaftliche Missstände sind fest in die Handlung verwoben und werden absolut nicht beschönigt.
Genau das macht diese Welt so eindringlich und stellenweise auch hart zu lesen.
Man merkt in jeder Szene, wie durchdacht das Worldbuilding ist.
Ich liebe es ja auch, dass wir hier einigen fantastischen Wesen begegnen.
Wie schon in den vorherigen Bänden lesen wir auch hier aus mehreren Perspektiven, die sich teils an sehr unterschiedlichen Orten befinden.
Diese verschiedenen Blickwinkel mochte ich wieder sehr gern, auch wenn ich mir kleine Überschriften vor den Perspektivwechseln gewünscht hätte.
Einige Völker lernen wir hier noch einmal deutlich besser kennen, was ich sehr spannend fand.
Die Zwerge und ihre Kultur sind hier dabei faszinierend und erschreckend zugleich.
Sie können im Dunkeln sehen und leben in den Thrés in den Bergen in einer Gesellschaft mit strikt vorgegebenen Geschlechterrollen, in der Frauen kaum Rechte haben.
Ein starker Kontrast dazu sind die Wyrajke, die stark an Wikinger erinnern.
Hier sind Frauen und Männer gleichgestellt und Frauen können ebenso Jarlin werden oder eine kriegerische Laufbahn einschlagen.
Wir lernen hier unter anderem auch eine Berserkerin kennen, für die Zwerge wäre so etwas undenkbar.
Auch bekannte Figuren konnten mich erneut fesseln.
Sigurd, der Druide mit seinen Visionen, ist für mich eine besonders spannende Figur.
Die Ork-Schamanin Ghorza kennen wir bereits aus den Vorgängern, mit ihrer Verbindung zu den Ahnen bleibt sie weiterhin faszinierend.
Generell überzeugen die Figuren durch Tiefe, Authentizität und ihre inneren Konflikte sowie Beweggründe.
Jede von ihnen trägt ihr eigenes Päckchen und genau das macht sie so greifbar.
Das Erzähltempo ist stellenweise etwas ruhiger, wodurch sich die Geschichte manchmal leicht zieht.
Der Spannungsbogen ist insgesamt eher moderat, mit intensiveren und ruhigeren Passagen im Wechsel.
Mich hat das jedoch nicht gestört, da gerade diese ruhigeren Stellen viel Raum für Weltaufbau, Charakterentwicklung und gesellschaftskritische Themen lassen.
Mit „Nordlande“ konnte mich auch der dritte Band der Agahma-Reihe überzeugen.
Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und hoffe, nicht allzu lange auf Band 4 warten zu müssen.
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