Der Club der Unbeugsamen
Roman - Der neue Roman nach dem Welterfolg "Gute Geister" – Empfohlen von Freida McFadden: "Eins meiner absoluten Lieblingsbücher in diesem Jahr." (Guardian)
Eine mitreißende Geschichte über die Kraft des Female Empowerment und über den Mut jener, die entschlossen sind, sich zurückzuholen, was ihnen zustehtMississippi, im Jahr 1933. Die Wirtschaftskrise hält die Welt in Atem. Doch als der brütend heiße Sommer allmählich in den Herbst übergeht, verbündet sich im kleinen Städtchen Oxford eine Gruppe von Frauen – einige aus der besseren Gesellschaft, ein paar auf kriminellen Abwegen. Während sich die einen an die Fantasie vergangener Tage klammern, fühlen sich die anderen durch ihre Verzweiflung bestärkt. Sie streben nach Macht, klettern in der Gesellschaft der Südstaaten nach oben oder gehen erstaunliche Risiken ein, koste es, was es wolle. Denn sie alle haben eines gemeinsam: Sie haben wenig zu verlieren.Ungekürzte Lesung mit Heike Warmuth, Chantal Busse, Claudia Gräf27h 42min
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
5/5
14.07.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Großartige, sympathisch und klug erzählte Südstaatengeschichte
“Der Club der Unbeugsamen” von Kathryn Stockett ist ein großartiges Südstaatenepos, das einen Sommer lang im Jahr 1933 spielt. Mitten in der schwersten Wirtschaftskrise kämpfen Stocketts Figuren um ihr Überleben und ihre Würde. Sie erzählt aus der Perspektive der unabhängigen Birdie, die mit viel Herz und Verstand um jeden Dollar kämpft, und aus der Perspektive von Meg, die mit ihren elf Jahren schon einige Schicksalsschläge hinter sich hat. Mit viel Empathie, Leichtigkeit und Tiefgang entwickelt sie eine wunderbare Story über starke Frauen und großen Einfallsreichtum, über die Ungerechtigkeit des Lebens und den alltäglichen Rassismus in den Südstaaten. Dabei erwähnt sie auch wenig bekannte Details wie die Zwangssterilisationen von Frauen, die in den 1930er Jahren in Mississippi und anderen US-Bundesstaaten vorgenommen wurden, und generelle Fragen der Frauengesundheit von damals bis heute.
So ist “Der Club der Unbeugsamen” von Kathryn Stockett eine großartige, sympathisch und klug erzählte Südstaatengeschichte mit viel Humor. Bestens gelesen von Heike Warmuth und Chantal Busse.
Bewertung
5/5
07.07.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Bewegende Geschichte
Eine wunderbar erzählte Geschichte über die Stellung der Frauen in den 30er Jahren in Amerika. So liebevoll gezeichnete Charaktere und überraschende Wendungen...Ich hätte endlos weiterhören können. Vielleicht gibt es ja noch einen Folgeband mit Birdie....
Petra Sch.
aus Gablitz
5/5
11.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
so mitreißend, emotional und wundervoll
Die Geschichte spielt von Juli bis Oktober 1933 in Oxford, Mississippi. Man liest abwechselnd aus Sicht der 24jährigen, unverheirateten Birdie Calhoun und der 11jährigen Meg Lafleur, die im Waisenhaus untergebracht ist.
Birdie lebt mit ihrer Mama und Meemaw im Delta, und besucht ihre Schwester Frances in Oxford, die dort mit ihrem wohlhabenden Ehemann und ihrer Schwiegermutter lebt, um sie um Geld anzubetteln.
Die soziale Darstellung der damaligen Zeit (Prohibition, niemand hat Geld, sehr viele Familien verlieren ihre Häuser, weil sie die Grundsteuer nicht mehr zahlen können, überall wird angeschrieben usw.) und die Stellung der Frau, sowie der POC, wird authentisch und eindrücklich dargestellt. Die ganze Geschichte hat so viel Lebendigkeit und Authentizität, man fühlt sich mitten in der damaligen Zeit in Mississippi. Auch die Ausdrucksweisen, Bezeichnungen unterstreichen dies. Besonders hat mir gefallen, dass die direkte Rede oft in Umgangssprache der niedrigeren Bildungsschichten verfasst war, das hat alles noch glaubwürdiger gemacht. Es war einfach alles so heuchlerisch zur damaligen Zeit, einfach nur schrecklich, und ich habe mit den Frauen (und Mädchen) so sehr mitgelitten. Auch wenn ich Birdie manchmal einfach hätte schütteln können: warum steht sie nicht für sich ein? Warum traut sie sich manche Dinge nicht? Aber so war es wohl damals...
Anfangs fragt man sich, warum genau diese beiden Menschen ihre Geschichte erzählen. Sie haben ja nichts gemein. Doch nach und nach ergeben sich Verknüpfungen, die mitreißend und emotional sind.
Meg ist so ein aufgewecktes, intelligentes Mädchen, das mit dem Verlust seiner Mutter nur schwer klarkommt. Denn ihre Mutter Charlie wollte nur kurz etwas einkaufen und ist nie wieder aufgetaucht. Und Meg versucht nun einfach, bestmöglich im Waisenhaus klar zu kommen. Was ihr dessen Leiterin jedoch nicht leicht macht.
Birdie ist so liebevoll und empathisch, sie versucht immer das Beste für alle. Auch für ihre Schwester Frances, die sich sehr oft wie ein richtiges Biest verhält, was ihr gar nicht auffällt. Manchmal hat sie aber auch liebevolle Seiten.
Und so überrascht es nicht, dass nach einer (für mich nicht ganz so überraschenden) schicksalhaften Wendung viel Kreativität und Courage gefragt ist, für die Umsetzung einer gefährlichen Idee, um das Leben wieder in halbwegs geordnete Bahnen zu lenken - und dabei hat Birdie unerwartete Hilfe. Es war einfach sooo lustig zu lesen, als die Mieterinnen im Haus eingezogen sind!
Ich fand es etwas befremdlich, dass bei so einem Buch - wo man ja anhand der Inhaltsangabe genau weiß, worum es geht - in heutigen Zeiten trotzdem eine editorische Notiz abgedruckt werden muss, in der vermerkt ist, dass die an manchen Stellen vorkommende rassistische und diskriminierende Sprache nur der korrekten historischen Darstellung des Alltagsrassismus zur damaligen Zeit in den USA geschuldet ist - das sollte ja wohl selbstverständlich sein, da die Geschichte nunmal in den 1930ern spielt und es damals eben genau so war.
Und ich bin einfach nur begeistert von dieser mitreißenden und bewegenden Geschichte der beiden mutigen Frauen, die authentisch die Gesellschaftsstruktur der 1930er in Mississippi, die riesengroße Schere zwischen Arm und reich, weiß und farbig, Männern und Frauen, wiedergibt.
Fazit:
Eine authentische, mitreißende und emotionale Darstellung der sozialen Gefüge im Mississippi der 30er, als Frauen kaum Rechte hatten und alles einfach nur heuchlerisch war. Mit zwei wahnsinnig sympathischen, empathischen und mutigen Protagonistinnen.
Sue
aus Uelzen
5/5
10.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartiges Lesevergnügen
"Meine Mama hatte vor nichts Angst, nicht vor tollwütigen Hunden oder vor Spinnen, nicht vor Tornados oder Haifischen, nicht vor Polio oder Einbrechern und nicht mal vor Spritzen vom Arzt. Doch als Miss Pettybone von der Polizei sprach, ging Mama, ohne ein weiteres Wort zu sagen."
In ihrem Roman "Der Club der Unbeugsamen" nimmt uns Kathryn Stockett mit nach Mississippi des Jahres 1933. Die Wirtschaftskrise schlägt um sich und hält die Welt im Klammergriff.
"Wie können wir so still sein, bei dem ganzen Lärm in uns?"
Als Megs Mutter von einem Tag auf den anderen verschwindet, landet Meg im im örtlichen Kinderheim von Oxford. Unter den Fittichen der Schlange Garnett, die das Waisenhaus mit strenger Hand regiert, hat sie nichts zu lachen. Mittlerweile gehört Meg mit ihren 11 Jahren zu den großen Mädchen des Heims. Doch ihre Mama kann sie nicht vergessen. Warum hat sie sie allein gelassen? Kommt sie wieder, um Meg zu holen und mit ihr endlich nach Californien zu gehen?
Auch Birdie hat es nicht leicht. Durch die Wirtschaftskrise verlieren immer mehr Familien ihre Häuser und Farmen. So macht sich Birdie Calhoun auf den Weg nach Oxford zu ihrer jüngeren Schwester Frances. Die sich einen reichen Mann geangelt hat. Sie möchte sie im Namen ihrer Mutter um etwas Geld bitten, da der Staat sich sonst das elterliche Haus unter den Nagel reißt.
Und dann ist da noch Charlie, die plötzlich vor Birdie steht und diese um Hilfe bittet. Doch in dieser heuchlerischen Zeit ist Charlies Plan kühn und gefährlich - und er kann ihnen die Freiheit kosten.
"Vielleicht ja, aber weißt du, verrückt sein ist relativ. Das heißt, wir sind es alle ein bisschen, glauben aber, es sind nur die anderen."
"Der Club der Unbeugsamen" ist ein kraftvoller und mitreißender Roman, der vor allem durch seine Charaktere glänzt. Da wäre Charlie, die absolut nichts mehr zu verlieren hat, aber alles gewinnen kann, und die daher auch alles auf eine Karte setzt. Sie ist stark, aber ihre inneren Risse kann sie nicht immer verstecken. Dann wäre da Birdie. Birdie ist das, was ich eine liebe, nette Frau nenne. Von Herzen gut und wohlwollend. Jemand die für andere da ist. Aber auch jemand, die gelernt hat, nicht zu viel vom Leben zu erwarten und sich mit dem zufriedenzugeben, was sie bekommt. Doch Birdie wächst über sich hinaus. Für sich und für andere. Und zu guter Letzt noch die kleine Meg. Ein Mädchen, dass man am liebsten zu sich nehmen möchte, um dafür zu sorgen, dass sie sich geliebt und geborgen fühlt. Meg ist innerlich sehr stark und obwohl ihr das Leben übel mitgespielt hat, behält sie sich einen warmen und hoffnungsvollen Fleck im Herzen. Auch Meg erwartet nicht viel vom Leben und ist stets auf der Hut.
"Also, da habe ich eine heiße Neuigkeit für sie. Sie kann mich mit einem Gürtel schlagen, bis sie blau im Gesicht ist. Kann mich durch und durch schmutzig nennen, aber ich kann immer noch von einer besseren Welt träumen, einer, in der es sie nicht gibt!"
Kathryn Stockett hat mich mit ihrem Roman absolut überzeugt und gefesselt. Sie hat es geschafft eine unglaubliche Nähe zu den Protagonisten aufzubauen, so dass ich mich allen dreien sehr nah gefühlt habe. Und gerade bei Meg musste ich manchmal eine Träne wegblinzeln. Ein wirklich großartiger Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle, und der einmal mehr zeigt, wie heuchlerisch die Welt ist und dass es sich lohnt für seine Ideale zu kämpfen und den Kopf nicht hängen zu lassen, wenn es mal schlecht läuft.
"Mir kommt der Gedanke, dass dieses Haus irgendwie wie die Schachtel Farbstifte ist, die ich gefunden habe. Egal, wie viele raffinierte Farben man zur Auswahl hat, wenn man die besten rauskommt, die, die Sinn machen, hat man nur noch eine luxuriös große Schachtel mit komischen Farbstiften, die man kaum gebrauchen kann. Tom war die beste Farbe hier. Klingt kitschig, ist aber wahr."
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann.
⚠️ Meine Rezensionen entstehen grundsätzlich ohne Hilfe von KI. Meine Rezensionen geben immer meine ganz persönliche Meinnung wieder.
Elina Z.
Thalia Book Circle Community
5/5
09.08.2026
eBook (ePUB)
Empfehlenswert
Oxford, Mississippi, 1933. In einer Zeit der Wirtschaftskrise, in der Frauen um ihre eigenen Rechte und Ziele kämpfen, kreuzen sich die Wege einiger Frauen. Birdie, die ihre Schwester Frances in Oxford besucht, um sie zu bitten, ihre Familie finanziell zu unterstützen; Frances, die schnell einen anständigen Mann geheiratet hat ohne ihn gut kennengelernt zu haben; und Charlie, die versucht, ihr bestes zu geben, um ihre Tochter Meg zurück aus dem Waisenhaus zu holen. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: von Birdie und Meg. Ich mochte ganz gerne die Sicht eines kleinen Mädchens Meg auf die Welt und Leben. Birdie hat mein Herz auch erobern können mit ihrer Hilfsbereitschaft und ihrer aufopferungsvollen Hingabe zu ihrer Familie. Die Frauen müssen sich zusammenschließen und auf legale und sogar illegale Wege eine Lösung finden. Krumme Geschäfte, kluge Frauen und die Hoffnung - klingt alles nach einem guten Plan.
Dieser Roman hat mich überzeugt: Dialoge sind vernünftig und witzig, Charaktere sind vielfältig und sehr unterschiedlich, die Atmosphäre passt zu der Zeit der 30er Jahre. „Der Klub der Unbeugsamen“ ist eine einzigartige Geschichte über mutige Frauen, voller Hoffnung und Liebe, die ich gerne weiterempfehlen kann.
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