Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und sein Team haben einen Doppelmord auf dem Darß aufgeklärt, aber dem Unbekannten, der eine ganze Familie auf einer Segeljacht umgebracht hat, sind sie noch keinen Schritt näher gekommen.
Auch Kryptologin Mascha Krieger und ihr Bruder Holger haben den Mörder der jungen Ärztin aus Anklam noch nicht gefasst. Derweil ermittelt Kriminaloberkommissar Björn André aus Teterow in einem vermeintlichen Fall von Suizid. Eine junge Frau hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, aber die Umstände sind merkwürdig. Björn stößt auf einen Brief, ganz ähnlich dem, den die Ärztin aus Anklam am Tag ihres Todes erhielt. Als auch auf dem Darß ein solcher Brief auftaucht, ist klar, dass alle Verbrechen zusammenhängen müssen. Eine große Soko unter Leitung von Tom Engelhardt wird gebildet.
Und es gibt auch schon einen Verdächtigen: Hagen Oltmanns, ein im Wald lebender Obdachloser, der nicht nur eine Kiste voller Waffen besitzt, sondern auch unter paranoider Schizophrenie leidet. Doch Oltmanns ist spurlos verschwunden.
Dann wird eine weitere Leiche gefunden. Und plötzlich drehen sich die Ermittlungen in eine völlig unerwartete Richtung.
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Das Morden geht weiter...
Eva_G am 21.05.2026
Bewertungsnummer: 3145324
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt steckt immer noch mitten in den Ermittlungen rund um den Mord der Familie auf der Segeljacht. Er konnte zwar gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Mascha Krieger einen Trittbrettfahrer ermitteln und hinter Gitter bringen, aber der Vierfachmörder der Familie fehlt immer noch. Zudem sind noch weitere Leichen aufgetaucht und ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Morden noch nicht geklärt. Tom, Mascha und alle ihre Kollegen ermitteln auf Hochtouren, aber auch in ihrem Privatleben steht die Zeit nicht still und gerade bei Mascha geht es alles andere als beschaulich zu.
Karen Sander knüpft mit diesem zweiten Band der Trilogie nahtlos an den Vorgängerteil an. Somit befinden sich die Leser*innen direkt wieder mitten im Geschehen und werden nicht von langen Einleitungskapiteln ausgebremst. Daher ist es ratsam, die einzelnen Bände der Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, wohingegen die drei Trilogien rund um die beiden Ermittler auch einzeln gelesen werden können. Durch viele Orts- und Perspektivwechsel erhält die Handlung eine Vielschichtigkeit, die für noch mehr Spannung sorgt.
Diese Reihe hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen und ich kann beim Lesen alles um mich herum vergessen. Denn der Mordfall der Familie zieht sich durch alle drei Bände und bringt so manche Wendung der Ereignisse mit sich. Es faszinert und begeistert mich sehr, wie die Autorin eine solche Spannung aufbaut und dennoch nie übertreibt oder ins unrealistische abrutscht. Nun bin ich wirklich neugierig auf den dritten und leider schon letzten Band, denn bisher habe ich tatsächlich noch nicht wirklich eine Idee, wer hinter alldem stecken könnte...
Und erneut packend und spannend
Jürg K. am 12.05.2026
Bewertungsnummer: 3135850
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Was mich sofort gepackt hat, ist die Vielschichtigkeit der Ermittlungen: drei Fälle, drei Ermittlergruppen, drei Perspektiven. Doch man spürt von Anfang an, dass alles auf denselben dunklen Kern zuläuft. Diese Struktur erzeugt eine Spannung, die nicht laut ist, sondern stetig wächst. Tom Engelhardt bleibt der ruhende Pol, aber man merkt, wie sehr ihn der ungelöste Mord an der Segeljacht-Familie beschäftigt. Es ist diese Art von Fall, die sich in einen Ermittler hineinfrisst. Mascha Krieger und ihr Bruder Holger bringen eine ganz andere Energie hinein, analytisch, verletzlich, getrieben von dem Gefühl, dass ihnen etwas entgleitet, das sie längst hätten fassen müssen. Ihre Spur, der Brief der toten Ärztin, wirkt wie ein kalter Finger im Nacken. Besonders stark fand ich Björn Andrés Handlungsstrang. Der vermeintliche Suizid, der keiner ist, öffnet die Tür zu einer Wahrheit, die viel grösser ist als sein kleiner Teterower Fall. Der Brief, den er findet, ist wie ein Echo. Ein Hinweis darauf, dass jemand systematisch Menschen auswählt, die niemand wirklich schützt. Diese Wiederholung macht den Täter unheimlich, weil sie zeigt, dass er mit einer Logik handelt, die nur er versteht. Der Moment, in dem eine weitere Leiche auftaucht und die Ermittlungen plötzlich kippen, ist einer der stärksten des Romans. Nicht, weil er schockiert, sondern weil er zeigt, wie blind selbst erfahrene Ermittler sein können, wenn ein Täter ihnen die falschen Fäden hinhält. Für mich ein Krimi, der weniger auf Tempo setzt als auf das Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas faul ist. Ein düsteres, atmosphärisches Puzzle, das seine Figuren an ihre Grenzen führt und den Leser mit einem leisen Schaudern zurücklässt.
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