Am Anfang war das Wort Das biblische Erbe der Psychoanalyse
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Verkaufsrang
16884
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.12.2025
Verlag
Verlag Turia + KantSeitenzahl
382
Maße (L/B/H)
24/16,5/3 cm
Gewicht
689 g
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Stefano;Hegener Wolfgang Vastano
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-9851413-9-5
Dieses Buch handelt von der zentralen Bedeutung des Logos, der konstitutiven Dimension des Wortes, die sich sowohl in der psychoanalytischen Theorie und Praxis als auch prominent am Anfang der biblischen Erzählung findet. Vor diesem Hintergrund thematisiert der Psychoanalytiker und Philosoph Massimo Recalcati die Notwendigkeit, über die rituellen Praktiken und die Unmenschlichkeit des Opfers hinaus zu gelangen – wovon die Geschichte Abrahams und der verhinderten Opferung seines Sohnes Isaak exemplarisch erzählt.
Es geht aber auch um die Notwendigkeit, die höchst verführerischen, aber zerstörerischen Versuchungen des Narzissmus zu analysieren, der Adam und Eva dazu verleitet, die grundlegende Dimension des Gesetzes zu missachten, und der ihren Sohn Kain zum Mord am Bruder Abel anstiftet.
Bei genauerem Hinsehen enthält der biblische Text viele weitere Erzählungen und Szenen, die tief mit den Theorien des psychoanalytischen Diskurses verwoben sind. Durch dieses Buch wird eindrücklich nachvollziehbar, wie und in welchem Maße sich Sigmund Freud und Jacques Lacan in ihrem Werk von den biblischen Erzählungen haben inspirieren lassen. Ja, mehr noch: Massimo Recalcati rekonstruiert konkret und präzise die verschiedenen Dimensionen, in denen die Psychoanalyse das »Erbe« des biblischen Denkens antritt und es in gleichsam säkularer Form fortsetzt. Das jüdisch-biblische und das psychoanalytische Denken treten somit jenseits von Klischees und Vorurteilen in einen neuen Dialog miteinander ein.
Um dieses Gespräch fruchtbar zu gestalten, muss, wie Recalcati in seiner Einleitung zu Recht betont, auf den Anspruch verzichtet werden, den biblischen Text auf krude Weise »psychoanalysieren« zu wollen; vielmehr gehe es nun darum, »die Heilige Schrift zu lesen, um die Psychoanalyse besser zu verstehen«.
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