Zwei einsame Menschen. Ein neuer Anfang. Und die leise Hoffnung, dass es nie zu spät ist. Elsa hat alles verloren, was ihr Leben ausgemacht hat: ihren Mann, ihre Heimat und das Vertrauen, dass vor ihr noch etwas liegen könnte. Widerwillig zieht sie in ein neues Pflegeheim, weit weg von allem, was vertraut war. Die Einsamkeit wiegt schwer - bis sie eines Morgens im Regen beinahe mit einem Fremden zusammenstößt. Auch Hannes kennt das Alleinsein nur zu gut. Seit dem Tod seiner Frau fühlt sich jeder Tag leer und grau an. Seine Töchter leben ihr eigenes Leben, und nur Pfleger Sascha bringt ab und zu ein wenig Licht in seine Welt. Doch dann begegnet er Elsa, und in ihren Augen liegt etwas, das sein Herz nach langer Zeit wieder spüren lässt, dass es noch schlägt. Als sich ihre Wege erneut kreuzen, beginnt eine leise Veränderung. Ganz langsam, ganz still. Doch können zwei verletzte Seelen wirklich noch einmal lieben? Ein bewegender Roman über Erinnerungen, die bleiben - und das Glück, das manchmal ganz leise beginnt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
15 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Die Liebe fragt nicht nach dem Alter
friederickes Bücherblog aus Berlin am 17.02.2026
Bewertungsnummer: 3049315
Bewertet: Hörbuch-Download
Die Geschichte:
Elsa wird von ihrem Sohn überredet, in seine Nähe zu ziehen und kommt in ein Pflegeheim. Alles Vertraute ist weit weg, und die Einsamkeit zieht mit ihr ein. Am liebsten würde sie zurückkehren.
Auch Hannes kennt das Alleinsein. Seine Töchter besuchen ihn gelegentlich, ansonsten hat er nur Pfleger Sascha, der regelmäßig vorbeischaut.
Doch dann ändert sich alles: Elsa und Hannes begegnen sich zufällig im Supermarkt. Hannes ist von Elsas schönen blauen Augen tief beeindruckt – sie lassen ihn sein Herz wieder spüren.
Ob es den beiden gelingt, trotz ihrer Verletzungen noch einmal zu lieben?
Das Cover:
Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte. Die Bank, das Paar und die Farben – zusammen mit dem Klappentext ergibt sich eine sehr gelungene Präsentation.
Die Sprecher:
Hildegard Meier, Wolfgang Wagner, Marian Funk, Chris Nonnast und Esther Brandt sorgen als Sprecher dafür, dass die einzelnen Charaktere durch jeweils passende Stimmen getragen werden. Das Zusammenspiel hat so gut funktioniert, dass ich ein großes Lob aussprechen möchte.
Meine Meinung:
Eine einfühlsame Geschichte, die mich sehr berührt hat. Die fein gezeichneten Protagonisten, allen voran Elsa und Hannes, nehmen den Leser mit in ihre Einsamkeit und begleiten ihn auf dem behutsamen Weg zurück ins Leben. Auch die Kinder und das Pflegepersonal sind eingebunden, sodass deren Sicht und Leben in die Geschichte involviert sind.
Fazit:
Eine ermutigende Liebesgeschichte im Alter, die ohne Kitsch zeigt, dass es möglich ist, eine späte Liebe zu genießen. Ein mutmachendes Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Heidelinde von Friederickes Bücherblog
Es ist nie zu spät für die Liebe.
Bücherhummelchen am 21.01.2026
Bewertungsnummer: 3018667
Bewertet: Hörbuch-Download
Das Hörbuch "Was vom Leben bleibt" aus der Feder von Insa Ritterhoff wird gelesen von Hildegard Meier, Wolfgang Wagner, Marian Funk, Chris Nonnast und Esther Brandt. Es geht im Buch um Verlust, Einsamkeit, Familie - und um die Frage, ob ein Neuanfang auch im hohen Alter noch möglich ist.
Die Sprecherwahl ist für dieses Hörbuch ein großer Gewinn. Durch die vielen verschiedenen Stimmen lassen sich die zahlreichen Charaktere sehr gut voneinander unterscheiden. Besonders positiv fällt auf, dass jede Stimme gut zur jeweiligen Figur passt und deren Persönlichkeit unterstreicht. Die Perspektivwechsel werden namentlich angekündigt und zusätzlich durch andere Sprecher getragen, wodurch man als Hörer/in nie den Überblick verliert. Für mich hat gerade diese Vielfalt das Hörbuch sehr lebendig gemacht.
Der Erzählfluss ist ruhig, gleichmäßig und sehr angenehm. Die Geschichte nimmt sich Zeit – passend zu den Lebensphasen der Protagonisten. Kurze Kapitel und klare Perspektivwechsel sorgen dafür, dass trotz des ruhigen Tempos keine Langeweile aufkommt. Vielmehr entsteht ein gleichmäßiger, fast sanfter Sog, der zum Weiterhören einlädt.
Kurz zum Inhalt: Im Mittelpunkt stehen Elsa und Hannes, zwei ältere Menschen, die beide den Verlust ihres Ehepartners verkraften müssen. Elsa zieht nach dem Tod ihres Mannes in ein betreutes Wohnen in Lübeck, in die Nähe ihres Sohnes Lars. Der Neuanfang fällt ihr schwer, Einsamkeit und Trauer bestimmen ihren Alltag. Auch Hannes ist allein. Seine Frau Inge ist verstorben, seine drei erwachsenen Töchter – Simone, Kerstin und Birthe – leben ihr eigenes Leben. Halt findet Hannes vor allem in der Routine und bei seinem Pfleger Sascha. Als Elsa und Hannes sich zufällig begegnen, entsteht zunächst vorsichtig, dann immer spürbarer eine Verbindung. Zwei verletzte Seelen beginnen, sich einander anzunähern – leise und zaghaft.
Insa Ritterhoff schreibt ruhig, klar und sehr einfühlsam. Ihr Stil ist unaufgeregt, beinahe zurückhaltend, und genau darin liegt seine Stärke. Sie konzentriert sich auf Gefühle, Gedanken und kleine Gesten. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Einsamkeit im Alter, familiäre Beziehungen, Verlust, Würde und Hoffnung. Es geht ihr weniger um dramatische Handlung als um die innere Entwicklung ihrer Figuren.
Der Roman ist in der Ich-Perspektive geschrieben, wobei die Perspektive wechselt. Hauptsächlich erleben wir die Geschichte aus der Sicht von Elsa und Hannes. Die Perspektivwechsel sind klar gekennzeichnet und machen es leicht, sich auf die jeweilige Gedankenwelt einzulassen. Die Handlung spielt überwiegend in der Gegenwart, ergänzt durch Erinnerungen an frühere Lebensabschnitte, die die Figuren und ihre Entscheidungen verständlicher machen.
Elsa und Hannes sind fein gezeichnete, glaubwürdige Figuren. Beide beginnen die Geschichte verschlossen und resigniert, geprägt von Verlust und Enttäuschung. Im Laufe des Romans öffnen sie sich langsam wieder dem Leben. Auch die Nebenfiguren – etwa Pfleger Sascha oder Hannes’ Kinder – tragen zur Tiefe der Geschichte bei und zeigen unterschiedliche Generationen und Sichtweisen. Besonders schön ist die Entwicklung von Elsa und Hannes, die beweist, dass emotionale Nähe und Liebe kein Alter kennen.
"Was vom Leben bleibt" ist ein warmes, berührendes Hörbuch, das lange nachhallt. Die Kombination aus einer stillen, tiefgehenden Geschichte und den hervorragend ausgewählten Sprecherinnen und Sprechern macht das Hörbuch zu einem besonderen Erlebnis. Ich kann es bestens empfehlen. Ein Hörbuch über das Leben, wie es ist – manchmal traurig, manchmal hoffnungsvoll, und oft überraschend schön.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.