Auch der zweite Band, in dem der gestiefelte Kater die pelzige Chaostruppe tief im Wald zum Knusperhäuschen zweier übergewichtiger Gören führt, lässt die Gebrüder Grimm sich vor Freude im Grab umdrehen.
Hintersinnig und mit anarchischem Witz würfelt Jugendliteraturpreisträger Émile Bravo (SPIROU UND FANTASIO) mit seinen ZWERGBÄREN klassische Märchenmotive zu einem unwiderstehlich charmanten Comicspaß für Jung und Alt zusammen.
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Ein neues Abenteuer mit den Zwergbären!
lesenmitausblick am 15.03.2026
Bewertungsnummer: 3077379
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Na, erratet ihr, aus welchem Märchen der Kater auf dem Cover von Band 2 der Comicreihe rund um die Zwergbären von Émile Bravo stammt?
Nachdem ich euch gestern „Das tapfere Prinzlein und die sieben Zwergbären“ des französischen Autors und Illustrators vorgestellt habe, folgt hier auch schon Band 2 „Die Zwergbären und der große Hunger“, ebenfalls im Reprodukt Verlag erschienen. Auch hier hat Ulrich Pröfrock übersetzt und Michael Hau hat das Lettering gestaltet.
Das Vorsatzpapier mit den vielen Zwergbären verrät es, es ist Winter. Die Bären waren in den Wald zurückgekehrt, weil sie sich auf dem Schloss zu Tode gelangweilt haben. Nun bauten sie sich ein Haus für den Winter, aus Holz. Obwohl das Schweinchen doch schon gesagt hatte, dass sie Ziegel nehmen müssen, wenn es solide sein soll. Doch von welchem Geld? Die Zwergbären waren lange nicht arbeiten und besaßen nur eine Kuh. Tagein, tagaus gab es also Milch. Die kam ihnen aus den Ohren raus, also schickten sie einen Bären los, um die Kuh auf dem Markt zu verkaufen…auf dem Weg dorthin trifft das Bärchen einen alten Greis, der ihm für die Kuh eine Zauberbohne bietet. Vor lauter Angst geht der Bär auf den Deal ein. So kommt denn der Winter und mit ihm der Hunger. Eines Abends klopft es an der Tür und der gestiefelte Kater bittet um Einlass. Er beschwatzt die Bärchen, einer müsse im Wald ausgesetzt werden, damit das Essen reichen kann. Die Bärchen gehen darauf ein, denn der Kater verspricht ihnen sein letztes Brot. So zieht der Kater mit dem schwächsten Bärchen los. Doch draußen stürmt es so heftig, dass er, um den Weg zurückzufinden, die Bohne und Brotkrumen verstreut. Dumm nur, dass das Bärchen hinter ihm alles auffrisst. Nun gibt es keinen Rückweg mehr…
Was das Pelzkäppchen, Hänsel und Gretel und der Wolf mit der Geschichte zu tun haben, ob das Bärchen überleben wird und warum es Bären mittlerweile vorziehen, sich an schönen Tagen fett zu fressen und den ganzen Winter durchzuschlafen – das solltet ihr mit diesem vergnüglichen Comic selbst herausfinden.
Auch der zweite Band „der liebenswertesten Bären der Märchengeschichte“ (Klappentext) hält (Vor-)Lesespaß bereit. Viele bekannte Märchen gilt es zu entdecken. Coverschrift und Zeichenstil sind retro gestaltet. Auch hier haben wir ein Querformat in DIN A 5 Größe. Panelanordnung, Schriftgröße und -art, Farbgebung und Lautmalereien passen sehr gut zum Erzählstil der Geschichte. Ich finde die Mimik und Gestik der Figuren trotz ihrer Einfachheit super ausdrucksstark. Die Bärchen sind naiv und einfältig, daraus ergeben sich witzige Situationen.
Obwohl mir Band 1 noch ein klitzekleines bisschen besser gefallen hat, ist auch Band 2 der lustigen Zwergbären empfehlenswert. Gerade wenn die ursprünglichen Märchen bekannt sind, machen die Anspielungen darauf und das Entdecken der Märchen sehr viel Spaß.
Einfach klasse!
LeLiPä am 14.03.2026
Bewertungsnummer: 3076087
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
„Es waren einmal sieben Zwergbären, die nach einem Besuch beim Kleinen Däumling (wo sie sich zu Tode gelangweilt hatten) in den Wald zurückgekehrt waren, um ihr Haus für den Winter zu bauen.“
Und wer kann dabei am besten helfen? Das Schweinchen natürlich, das sofort die besten Ziegel zum Eindecken des Daches empfiehlt. Aber wie sollen die Zwergbären das nur finanzieren? Sie haben lediglich eine Kuh im Stall. Sonst nichts. Und Geld schon mal gar nicht.
Ein Zwergbär soll mit der Kuh losziehen und sie in der Stadt verkaufen. Auf dem Weg dorthin trifft er einen alten Mann, der ihm im Tausch mit der Kuh EINE Zauberbohne anbietet.
Dass die anderen Bären nach seiner Rückkehr not amused sind, erklärt sich von selbst.
Und als auch noch der gestiefelte Kater bei ihnen einziehen will, um sie in Sachen Haushaltsführung zu managen, reicht es den Bären endgültig. Manche von ihnen ziehen in den Wald und treffen dort auf Hänsel und Gretel, die es sich im Lebkuchenhaus bequem gemacht haben.
Auch in diesem zweiten Band werden wieder viele Märchen auf lustige Art miteinander verwoben. Es macht einfach nur Spaß zu lesen. Und trotz der überschaubaren Textmenge, enthält die Geschichte ein Füllhorn an unterhaltsamem Stoff. Einfach klasse!
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