Bestsellerautor Hasnain Kazim über sein ambivalentes Verhältnis zum Islam»Herr Kazim, warum hassen Sie den Islam?« – »Was haben Sie gegen Muslime?« – »Warum zeigen Sie so wenig Empathie gegenüber den leidenden Palästinensern?« Hasnain Kazim, Spross einer schiitisch-muslimischen Familie und selbst evangelisch-christlich aufgewachsen, nimmt sich solche Vorwürfe zu Herzen. In diesem pointierten Essay setzt er sich mit seinem ambivalenten Verhältnis zu der Religion auseinander, der ein Großteil seiner Verwandtschaft angehört. Er selbst hat jahrelang als Korrespondent in muslimisch geprägten Ländern, in Pakistan und der Türkei gelebt. Entlang weltpolitischer Ereignisse und privater Erfahrungen zeichnet er sein persönliches Bild des Islam, widmet sich familiären Zwängen sowie Fragen der Gleichberechtigung. Dem Kampf für Demokratie, für religiöse Toleranz und Menschenrechte, der auch innerhalb des Islam geführt wird. Ein Text, der das Unbehagen vieler Menschen in Worte kleidet und zugleich pauschaler »Islamkritik« etwas entgegensetzt.Ungekürzte Lesung mit Hasnain Kazim3h 9min
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Mimi
5/5
16.05.2026
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Bin begeistert
Sehr kurzweilig, weitsichtig und differenziert beschreibt der Autor die Sicht seiner Dinge und regt zum Nachdenken und zum Dialog ein. Bei der Geschichte mit dem Zwiebelmett konnte ich sogar schmunzeln. Eingängige und schnörkellose Sprache, dadurch fühlte ich mich den Geschichten und Sichtweisen verbunden. Danke sehr.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
23.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwiebelmett – warum nicht?
Mehr und mehr Muslime leben inzwischen in Deutschland. Viele befürchten, dass diese Emigranten Gesellschaft und Politik ihren Stempel aufdrücken werden, dass christliche Werte durch muslimische ersetzt werden, und dass es deswegen mehr Straftaten geben wird. Andere sehen den Islam als Bereicherung an und begrüßen die dadurch entstandene kulturelle Vielfalt im Land.
Der Bestseller-Autor Hasnain Kazim kennt beide Seiten. Seine Eltern stammen aus Pakistan, waren schiitische Muslime und sind inzwischen evangelisch. Kazim ist also nicht in einer muslimischen Parallelgesellschaft aufgewachsen, sondern glücklich integriert in einem norddeutschen Dorf, mitsamt leckeren Schweinemettbrötchen.
Bei Verwandtenbesuchen und später als Korrespondent lebt er in Pakistan und der Türkei. Wenn er also über den Islam schreibt, weiß er, wovon er spricht. Und es brodelt in dem konfessionslosen Autor. Da ist etwas, das er unbedingt loswerden will. Freunde warnen ihn, sagen, es sei zu gefährlich den Islam zu kritisieren. Dabei möchte er den Islam nicht schlechtreden, sondern einfach auf einige Warnzeichen hinweisen.
Er erklärt: „Es gibt viele Gründe, diesen Text nicht zu schreiben. Und doch muss ich es tun. Ursprünglich wollte ich nur einen Artikel für eine Zeitung verfassen, die mir eine ganze Seite dafür anbot. Dann begann ich zu schreiben und stellte fest: Ich brauche mehr Platz. Also entschied ich, ein Büchlein daraus zu machen.“
Dieses informative Buch lädt ein zum Gespräch. Gekonnt zeigt der Autor, was am Islam in Deutschland problematisch und was begrüßenswert ist. Religion darf sich mit anderen Menschen freuen, darum findet er Ramadanbeleuchtung genauso willkommen wie Weihnachtslichter. Doch der Glaube sollte getrennt bleiben von der Politik und niemals zum Zwang werden.
Dieses Werk ist ein aufrichtiges, passioniertes Plädoyer. Unerschrocken kritisiert der Autor die Gewaltbereitschaft der Islamisten, betont jedoch gleichzeitig, dass nur ein Bruchteil der Muslime damit sympathisieren. Dennoch sind es zu viele und es muss dringend etwas dagegen getan werden, meint er.
Fazit: Dieses kurze Buch ist schnell gelesen und interessant, vor allem für Menschen, die sich bisher wenig mit dem Islam auseinandergesetzt haben, aber die aktuelle Debatte besser verstehen wollen. Es ist ein mutiges Werk, das hoffentlich zum gegenseitigen Verständnis beiträgt.
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