Produktbild: Die Jahre in Asagaya

Die Jahre in Asagaya

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

36621

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.06.2026

Verlag

Reprodukt

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,1/15,8/3 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Ozeanblau

Auflage

1

Übersetzt von

Nora Bierich + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95640-509-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

36621

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.06.2026

Verlag

Reprodukt

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,1/15,8/3 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Ozeanblau

Auflage

1

Übersetzt von

  • Nora Bierich
  • Toshiaki Kobayashi

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95640-509-9

Herstelleradresse

Reprodukt
Gottschedstraße 4 /Aufg.1
13357 Berlin
DE

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  • Faszination_Manga

    aus Berlin

    5/5

    30.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Alltag und Abgrund

    Ich liebe Geschichten über Menschen, die nicht so recht in die Welt passen. Über Figuren, die scheitern, suchen, zweifeln und genau dadurch interessant werden. Eigentlich mag ich Kurzgeschichten gar nicht besonders. Umso gespannter war ich auf Die Jahre in Asagaya. Der Manga versammelt zwölf autobiografische Kurzgeschichten eines Mangaka, der bereits in den 1970er Jahren schonungslos offen über sein Privatleben schrieb. Im Mittelpunkt steht seine Zeit im Tokioter Stadtteil Asagaya. Allein der Entstehungszeitpunkt zeigt, wie mutig es damals gewesen sein muss, Themen wie psychische Erkrankungen, Liebeskummer oder die Schwierigkeiten des Künstlerdaseins so offen zu behandeln. Die Geschichten sind teilweise nur wenige Seiten lang, wirken dabei aber erstaunlich intensiv. Sie haben etwas Poetisches an sich und sind gleichzeitig von einer Ehrlichkeit geprägt, die direkt ins Mark geht. Die Sammlung fängt eine Lebensphase ein, die von Orientierungslosigkeit, Unsicherheit und komplizierten Beziehungen geprägt ist. Gerade die zwischenmenschlichen Konflikte stehen im Mittelpunkt und hinterlassen oft einen bitteren Nachgeschmack, der lange nachhallt. Viele Geschichten lassen bewusst Raum für Interpretationen. Das muss man mögen. Natürlich funktionieren bei zwölf Kurzgeschichten nicht alle gleich gut. Insgesamt fand ich die Sammlung aber absolut lesenswert. Die Zeichnungen wirken roh und skizzenhaft, gleichzeitig aber sehr ausdrucksstark. Dadurch entsteht das Gefühl, als wären die Geschichten direkt aus dem Leben heraus aufs Papier gebracht worden. Das passt perfekt zur melancholischen Stimmung des Werks. Kein Manga für jede*n, aber ein ungewöhnlicher und eindringlicher Blick auf einen Menschen, der mit sich und seinem Leben ringt. Im Kern ist Die Jahre in Asagaya das Porträt eines traurigen Mannes. So einfach und so treffend, wie es klingt.

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