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Die Bastion der Tränen Roman

Aus der Reihe welt bewegt
1

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

170

Maße (L/B/H)

20,6/13,6/2,3 cm

Gewicht

274 g

Farbe

Cool Grey / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Le Bastion de Larmes

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-85-6

Beschreibung

Rezension

»Die Bastion der Tränen ist das umfang reichste, dichteste, intensivste und emotionalste Buch von Abdellah Taïa. Seine Bastion der Schönheit.« Le Figaro Littéraire
»Wie kann man sich befreien, vom ›absoluten Bösen, das in ein Kinderherz eingepflanzt‹ worden ist? Einfach zurücktreten? Schweigen? Den Mut verlieren? Sich rächen? Weggehen? Vergeben? […] Trost, wenn überhaupt möglich, findet Abdellah Taïa im Schreiben, der sanften Melancholie, der bemerkenswerten Sensibilität dieser einfühlsamen Elegie über unvergessliche Erinnerungen.« Télérama

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Orlanda Verlag GmbH

Seitenzahl

170

Maße (L/B/H)

20,6/13,6/2,3 cm

Gewicht

274 g

Farbe

Cool Grey / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Le Bastion de Larmes

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949545-85-6

Herstelleradresse

Orlanda Buchverlag GmbH
Karl-Liebknecht-Str. 36
04107 Leipzig
DE

Email: mail@orlanda.de

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Eine schmerzhafte Kindheit in Marokko

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 18.02.2026

Bewertungsnummer: 3049833

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

“Die Bastion der Tränen” von Abdellah Taïa erzählt von einem Leben, das von Schmerz geprägt ist. Youssef, ein schwuler Lehrer, der seit Jahren in Frankreich lebt, kehrt nach dem Tod seiner Mutter auf Wunsch seiner sechs Schwestern nach Marokko zurück, um das Erbe zu regeln. Zurück im Land seiner Kindheit wird Youssef mit schmerzhaften Erinnerungen konfrontiert; zum einen an das Leben mit seiner Familie und seinen sechs Schwestern, vor allem aber an seinen Jugendfreund und Liebhaber Najib, dessen Leben tragisch endete. Unterwegs auf den Straßen seiner Heimat blitzen alte Bilder von Schmerz, Leid, Armut und Gewalt auf.   „Meine Schwestern wussten über mich Bescheid. Sie wussten von den schrecklichen Dingen und den Vergewaltigungen, die ich erleiden musste, sobald ich einen Fuß aus dem Haus setzte. Sie taten nichts, um mich zu beschützen, nein, gar nichts. Aber zumindest urteilten sie nicht über mich. Sie waren bei mir in dieser Sache: der Homosexualität. Ich war ihr Homosexueller, der meiner Schwestern. Fremd. Seltsam. Komisch. Feminin. Nicht wie die anderen. Es war manchmal beglückend, nur für meine Schwestern diese Sache zu sein. Wir waren alle in der Homosexualität. Wir lachten. Wir tanzten. Ganz aufgeregt warteten wir gemeinsam auf die ägyptischen Filme im Fernsehen. Und danach ahmten wir die ägyptischen Schauspielerinnen und Schauspieler nach. Wir sprachen ihre Sprache. Die harte, höllische Welt da draußen machte uns keine Angst. Inzwischen weiß ich, dass auch meine Schwestern über mich urteilen. Mich verurteilen. Mich ablehnen. Was wir zusammen erlebt haben, war anscheinend nur eine Illusion. Sie tun, als würden sie sich für mich und für mein Leben interessieren. Ich glaube ihnen nicht mehr. Sie sagen leere Worte: Weißt du, Youssef, wir haben Angst um dich. Du bist ein Mann. Ein Erwachsener. Wir müssen eine Lösung für dich finden … Wenn wir Mädchen unter uns zusammenkommen, sprechen wir über dich und weinen. Die Vorstellung, dass meine Schwestern meinetwegen weinen, alle gleichzeitig meinetwegen Tränen vergießen, erschüttert mich.“   Am Ende muss Youssef für sich selbst entscheiden, ob er die schmerzhafte Vergangenheit hinter sich lassen kann oder daran zugrunde geht wie Najib.   Obwohl mich das Schicksal von Youssef und auch von Najib sehr berührt hat; die unfassbare Gewalt, die sie in jungen Jahren in Marokko erleiden mussten, konnte mich das Buch nicht ganz begeistern. Etwa ab der Mitte empfand ich den Schreibstil sehr anstrengend, wie ein endloser Monolog. Trotz des emotionalen Themas hat mich das Buch leider nur bedingt abgeholt.   Vielen Dank an den Orlanda Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Eine schmerzhafte Kindheit in Marokko

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 18.02.2026
Bewertungsnummer: 3049833
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

“Die Bastion der Tränen” von Abdellah Taïa erzählt von einem Leben, das von Schmerz geprägt ist. Youssef, ein schwuler Lehrer, der seit Jahren in Frankreich lebt, kehrt nach dem Tod seiner Mutter auf Wunsch seiner sechs Schwestern nach Marokko zurück, um das Erbe zu regeln. Zurück im Land seiner Kindheit wird Youssef mit schmerzhaften Erinnerungen konfrontiert; zum einen an das Leben mit seiner Familie und seinen sechs Schwestern, vor allem aber an seinen Jugendfreund und Liebhaber Najib, dessen Leben tragisch endete. Unterwegs auf den Straßen seiner Heimat blitzen alte Bilder von Schmerz, Leid, Armut und Gewalt auf.   „Meine Schwestern wussten über mich Bescheid. Sie wussten von den schrecklichen Dingen und den Vergewaltigungen, die ich erleiden musste, sobald ich einen Fuß aus dem Haus setzte. Sie taten nichts, um mich zu beschützen, nein, gar nichts. Aber zumindest urteilten sie nicht über mich. Sie waren bei mir in dieser Sache: der Homosexualität. Ich war ihr Homosexueller, der meiner Schwestern. Fremd. Seltsam. Komisch. Feminin. Nicht wie die anderen. Es war manchmal beglückend, nur für meine Schwestern diese Sache zu sein. Wir waren alle in der Homosexualität. Wir lachten. Wir tanzten. Ganz aufgeregt warteten wir gemeinsam auf die ägyptischen Filme im Fernsehen. Und danach ahmten wir die ägyptischen Schauspielerinnen und Schauspieler nach. Wir sprachen ihre Sprache. Die harte, höllische Welt da draußen machte uns keine Angst. Inzwischen weiß ich, dass auch meine Schwestern über mich urteilen. Mich verurteilen. Mich ablehnen. Was wir zusammen erlebt haben, war anscheinend nur eine Illusion. Sie tun, als würden sie sich für mich und für mein Leben interessieren. Ich glaube ihnen nicht mehr. Sie sagen leere Worte: Weißt du, Youssef, wir haben Angst um dich. Du bist ein Mann. Ein Erwachsener. Wir müssen eine Lösung für dich finden … Wenn wir Mädchen unter uns zusammenkommen, sprechen wir über dich und weinen. Die Vorstellung, dass meine Schwestern meinetwegen weinen, alle gleichzeitig meinetwegen Tränen vergießen, erschüttert mich.“   Am Ende muss Youssef für sich selbst entscheiden, ob er die schmerzhafte Vergangenheit hinter sich lassen kann oder daran zugrunde geht wie Najib.   Obwohl mich das Schicksal von Youssef und auch von Najib sehr berührt hat; die unfassbare Gewalt, die sie in jungen Jahren in Marokko erleiden mussten, konnte mich das Buch nicht ganz begeistern. Etwa ab der Mitte empfand ich den Schreibstil sehr anstrengend, wie ein endloser Monolog. Trotz des emotionalen Themas hat mich das Buch leider nur bedingt abgeholt.   Vielen Dank an den Orlanda Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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Die Bastion der Tränen

von Abdellah Taïa, Astrid Bührle-Gallet

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