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Christoph Peters

1. Entzug

Entzug Roman - "Spannend ist das, klug und sehr souverän erzählt." SWR

Gesprochen von
3
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

3087

Gesprochen von

Nico Holonics

Spieldauer

10 Stunden und 7 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

136

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844556292

Beschreibung

Rezension

»Das Hörbuch liest Nico Holonics […], der Nebenfiguren eigene Sprachmelodien und Timbres schenkt und der Hauptfigur rückhaltlos in ihre irr um sich selbst kreiselnde Welt folgt.«

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

3087

Gesprochen von

Nico Holonics

Spieldauer

10 Stunden und 7 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

136

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844556292

Herstelleradresse

Der Hörverlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Telephone: +49 800 5003322
Fax: +49 89 41363333

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  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    30.03.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Hervorragendes, authentisches Lehrstück zum Thema Alkoholsucht

    Christoph Peters erzählt in “Entzug” seine eigene Geschichte vom selbstzerstörerischen Alkoholmissbrauch. Mittlerweile ist sie schon über 20 Jahre her. Peters erzählt authentisch und ehrlich über das ständige Selbstbelügen und die absurden Rechtfertigungen seiner damaligen Sucht. Im Mittelpunkt der Story steht der Entzug in einer Klinik mit all den Eindrücken und vor allen Dingen mit den Gedanken darüber, wie Alkohol sich einen immer größeren Platz im Leben ermogelt hat. Dabei beschreibt der Autor das Gefühl der Abhängigkeit mit dem damit einhergehenden Elend so unmittelbar, dass einem die Lust auf Alkohol so richtig vergeht. Natürlich, auch die gesellschaftliche Akzeptanz des Trinkens und die praktischen Probleme, bei gesellschaftlichen Anlässen auf Alkohol zu verzichten, werden thematisiert. Ohne jedoch zu vergessen: Die Verantwortung liegt letztlich immer bei einem selbst. So ist der “Entzug” von Christoph Peters ein hervorragendes, authentisches Lehrstück zum Thema Alkoholsucht – und eine Warnung vor den Folgen. Bestens gelesen von Nico Holonics.

  • Bewertung

    5/5

    14.07.2026

    eBook (ePUB)

    In vino veritas?!

    Christoph Peters ist dem Dorf aufgewachen, in dem ich seit 1999 lebe. Alle seine Romane habe ich zumindest angelesen. Dieses Buch war das zweite vom ihm, welches ich beendet habe. So gnadenlos ehrlich geht er mit sich um. Mutig und sicher immer ein aktuelles Thema.

  • MarieOn

    5/5

    02.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Knallharte Selbstanalyse

    Was das soll, will die verärgerte Frau wissen. Sie meint die halb leere Flasche Wodka auf dem Küchentisch, die dort grundsätzlich, jedoch mittags um 12 Uhr nichts verloren hat. Auf dem Tisch sollte bald das Mittagessen stehen, aber er hat noch gar nicht angefangen zu kochen. Wodka liegt bei ihnen sowieso im Eisfach, also wenn er ihn nicht getrunken oder vergessen hat, neuen zu besorgen. Wie er jetzt die Kurve kriegen soll, weiß er noch nicht. Der Nachbar könnte sie dort hingestellt haben. Er besorgt manchmal Einkäufe und stellt sie in der Küche ab, vielleicht hatte er noch Wodka übrig, den bei ihm niemand trinkt. Er versucht das naheliegendste. Er weiß es nicht, gesteht er. Die Frau verdreht die Augen und verschwindet mit ihrem Kind, ihrer gemeinsamen Tochter, seinem kleinen Mädchen im Kinderzimmer. Er entsorgt die Flasche dort, wo er sie schon vor Stunden hätte hinbringen müssen, wenn er nicht so selten dämlich wäre. Die E-Mail seines Verlegers fährt ihm in die Glieder. Er habe sich seines Textauszuges angenommen und etwas anderes erwartet, das sei jedoch in einem persönlichen Telefongespräch schnell zu klären und er sei sicher, dass Peter (so ist weder sein Vor- noch sein Nachname) auch gleich sein Unbehagen verstehen werde. Der Autor geht etwas ängstlich durch den Flur auf die geschlossene Kinderzimmertür zu, klopft an, obwohl er das nicht müsste und tritt ein, obwohl ihn niemand gebeten hat. Er müsse noch kurz weg. Die Frau und sein kleines Mädchen puzzeln. Wie es mit dem Essen sei, will die Frau wissen. Er würde kochen, sobald er zurückkäme, schon ganz bald. Sein ersehntes Ziel ist, schnell in die Kohlengrube zu huschen, seine bevorzugte Einzeltrinkerkaschemme gleich um die Ecke, ein halbes Glas Wodka gegen den Schreck zu kippen und direkt wieder zurückzukommen, um etwas schnelles zu kochen, aber auf einem Bein kann man schlecht stehen. Fazit: Christoph Peters zeigt in seiner autofiktionalen Erzählung, mit feiner Selbstironie, sein Leben als Alkoholiker. Sein Leidensweg begann mit sechzehn im Internat, wo die Älteren den jüngeren Bier besorgten. Doch schon während seiner Kindheit war das Saufen ein gängiges Mittel, um Geselligkeit zu erzeugen und den Gemeinschaftssinn zu fördern. Während seines Literaturstudiums traf er auf saufende Professoren und Dozenten. Die ersten Filmrisse nahm er hin, fühlte sich großartig eloquent in der Konversation mit Freunden und Bekannten, die er im benebelten Zustand wortreich verjagte. Diverse Schreibflauten überflutete er mit den harten Getränken und sein Verlag war zufrieden. Zwanzig Jahre später hat der Alkohol seine peripheren Nervenenden, die Leber und die Magenschleimhaut zerstört. Er ist ein Wrack, das sich in Selbsthass suhlt. Beim seltenen Blick in den Spiegel sieht er den aufgedunsenen, ungepflegten Mann, der er geworden ist. Wenn er keinen Entzug macht, wird er Frau und Tochter verlieren. Christoph Peters (ich habe „Krähen im Park geliebt) zeigt mir auf knallhart ehrliche Weise und mit großer Liebe zum Wort, wie er sich in dieser Hölle gefühlt hat. Er beschönigt nichts mehr, holt sich seine Selbstachtung und Würde zurück und weckt mein tiefes Mitgefühl, aber auch meinen Respekt, dass er diesem Monster die Stirn geboten hat. 90 % schaffen den Entzug nicht dauerhaft. Ich finde auch, dass dieses Buch ganz wunderbar in die Zeit der toxischen Männlichkeit passt, denn Christoph Peters zeigt sich offen verletzlich, schwach und am Boden. Es ist das eine alkoholabhängig zu sein, die Fähigkeit allerdings, zu einer solchen Selbstanalyse, das andere. Für alle, die „Einsamsein“ von Daniel Haas mochten.

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