Rezension
»Zugleich erzählen die ›Meistererzählungen‹ (…) mal in erzählerischer Tiefe, mal in eher trivialliterarischem Duktus von der Reibung des Individuums an gesellschaftlichen Erwartungen und an den Unwägbarkeiten der großen Geschichte. Sie führen vor Augen, wie sehr die ukrainische Literaturtradition geprägt ist von den europäischen Ideen der Psychoanalyse, des Individuums und der Suche nach Selbstbestimmung und Freiheit.«
(Cornelius Wüllenkemper, Deutschlandfunk Büchermarkt, 24.06.2026)
»Allen Texten des Bandes ist eine starke poetische und auch kritische Kraft zu eigen. Sie zeigen einmal mehr, wie unendlich reich und vielfältig sich die ukrainische Literatur gestaltet, die zur Kenntnis zu nehmen uns glücklicherweise mehr und mehr ermöglicht wird.«
(Tobias Schwartz, Berliner Morgenpost, 11.07.2026)
»Eine Entdeckung, die überfällig ist.«
(Halyna Petrosanyak, Republik, 14.08.2026)
»Texte von 1880 bis 1930, die eine eindringliche, aber durchaus auch unterhaltsame Vorstellung davon geben, wie eigenständig und unverwechselbar die ukrainische Literatur schon unter russischer Herrschaft war.«
(Charles Linsmayer, Zürcher Tagblatt, 09.09.2026)
»Wer bislang nur oberflächlich mit ukrainischer Literatur in Berührung gekommen ist, kann hier wahre Entdeckungen machen.«
(Ulrich Rüdenauer, SWR Kultur lesenswert, 09.09.2026)
»Gegen das Klischee, die ukrainische Literatur stelle vor allem das Landleben dar, werden hier Erzählungen mit starken urbanen Bezügen vorgestellt. (…) Von der ersten Seite bis zur letzten hat man seine Freude mit diesen Prosa-Meisterwerken der ukrainischen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts.«
(Cornelius Hell, Die Presse - Spectrum, 26.09.2026)
»Katja Petrowskaja hat mit ›Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden‹ einen beeindrucken und wichtigen Sammelband herausgegeben.«
(Vladimir Vertlib, Zwischenwelt, Nr. 3, 2026, )
Portrait
Irina Bondas (*1985 in Kyjiw) hat Dolmetschen und Politikwissenschaft in Leipzig und Edinburgh studiert und arbeitet als freiberufliche Konferenzdolmetscherin, Übersetzerin und Dozentin in Berlin. Sie hat zu Translation im Theater geforscht und übersetzt Lyrik, Theaterstücke, Prosa- und Sachtexte, u.a. von Wassyl Stus, Oleg Senzow und Maksym Butkewytsch..Claudia Dathe, geb. 1971, arbeitet seit 2005 in Projekten zum literarischen Übersetzen, zum Kulturaustausch und zur politischen Bildung und übersetzt Literatur aus dem Ukrainischen und Russischen. Für ihr Engagement um die Vermittlung ukrainischer Literatur im deutschsprachigen Raumwurde sie mehrfach ausgezeichnet..Tanja Maljartschuk, geb. 1983, ist eine ukrainische Schriftstellerin und Essayistin. Sie lebt seit 2011 in Wien, ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt, und in zahlreiche Sprachen übersetzt..Katja Petrowskaja, geb. 1970 in Kyjiw, zählt zu den bedeutendsten deutsch-ukrainischen Stimmen der Gegenwart. Ihr Werk wurde bereits vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und dem Ernst-Toller-Preis. Zuletzt erschien »Als wäre es vorbei. Texte aus dem Krieg« (2025)