Ein beklemmender Bodensee-Thriller, der unter die Haut geht
Die Idylle am Bodensee wird durch einen grausamen Leichenfund erschüttert. Wer hat Ben getötet - und ihm eine mysteriöse Botschaft auf den Bauch geschrieben? Kommissar Heinzle steht unter enormem Druck, denn schon bald folgen weitere Tote. Die Spur führt zu erschütternden Flucht- und Familientragödien, und bald schon schaut die ganze Welt auf den Bodensee, wo jemand tötet, der keine Optionen mehr hat.
Schonungslos und mit einer Prise schwarzem Humor erzählt Rebekka Moser in Tief von brutalen Verbrechen, bei denen das Tatwerkzeug ausgerechnet Wasser ist. Ein brandaktueller, düster-melancholischer Pageturner, der gesellschaftliche Fragen aufwirft, die uns alle beschäftigen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
23 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Ein Thriller, der unter die Haut geht und nachhallt
Bewertung aus Bad Säckingen am 24.05.2026
Bewertungsnummer: 3147651
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Bodensee, ob auf der österreichischen Seite, wie hier im Buch oder aber auch auf der deutschen Seite, ist nicht nur das idyllische Urlaubsparadies für Touristen. Besonders im Sommer lockt der See viele an, während im Winter der Nebel über dem Wasser hängt. Die Autorin schreibt über ein brandaktuelles Thema und lässt mich betroffen zurück.
Es geht um Flüchtlinge und darum, dass wir die Falschen zurückschicken in eine Welt, in die sie nicht mehr gehören- Diejenigen, die sich angepasst haben, die arbeiten, freundlich sind und Freunde haben. Diese sind zuhause anzutreffen und können zurückgeschickt werden. Aber wir behalten diejenigen, die ins kriminelle Milieu abtauchen, die nicht zu finden sind oder schlimmer noch, die in Machtpositionen aufgestiegen sind und diese gegenüber ihren Landsleuten missbrauchen.
Es geht um Rache, um falsch verstandenes Ehrgefühl und Unschuldige müssen leiden. Und mittendrin Kommissar Heinzle, der feststellen muss, auch wenn er sich politisch eindeutig links einordnen würde, dass auch er vor dem Alltagsrassismus nicht gefeit ist.
Heinzle ist menschlich, er ist echt, ein Big Bulle, der Fehler macht, aber für die Gerechtigkeit kämpft. Und ich mag seinen Freund „Sense“, der ihn immer wieder erdet.
Etliche Menschen werden ermordet, um die meisten ist es nicht wirklich schade und Heinzle und ich jagen vielen falschen Spuren hinterher.
Das Ende lässt mich betroffen zurück. Religiöser Fanatismus, verblendete „Gotteskrieger“, radikalisierte Jugendliche, das alles ist auch in meiner Heimat zu finden und macht mir Angst für unsere Zukunft.
„Tief“ hat mich gepackt und aus meiner Komfortzone geworfen. Ein Thriller, der mehr ist als reine Fiktion, der so real erscheint, dass es mich schaudert. Der aufrüttelt und zur Diskussion anregt, der in einer Schulklasse die Schüler vielleicht mehr abholt als Goethe und Schiller.
Das Buch berührt mich wie sein Titel: Tief.
Die Feinde deiner Feinde
mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 13.05.2026
Bewertungsnummer: 3137123
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
»An manchen Tagen hasste er seinen Job, und ab morgen würde er auch diesen Strand hassen. Er war vergiftet mit einer Erinnerung an tote kleine Kinderaugen, die den Himmel anstarrten.« (Seite 20)
-
Ein kleiner Junge wird am Ufer des Bodensees entdeckt, eine Botschaft wurde auf seinem Körper hinterlassen. Kommissar Heinzle fängt an zu ermitteln und gerät unter Zeitdruck, als das nächste Opfer auftaucht. Da ist es nicht hilfreich, dass sich der Verfassungsschutz einschaltet, der Informationen zurückhält und ziemlich mauert. Gegen alle Widerstände ermittelt Heinzle weiter und stößt bald auf eine Spur, die in ferne Länder führt.
-
Seit ich vor Jahren das erste Buch von Rebekka Moser gelesen habe, fiebere ich einem weiteren Werk der sympathischen Autorin entgegen. Nun war es endlich soweit und zu meiner großen Freude beinhaltet dies auch ein Wiedersehen mit dem großartigen Kommissar Heinzle aus dem ersten Buch mit dem Titel »UNTEN«, auf das nun »TIEF« folgt. Man muss das vorherige Buch nicht gelesen haben, um dieser Geschichte folgen zu können, allerdings würde man sich dann um einen Thriller bringen, der mich damals vor lauter Begeisterung ausflippen und extra Sternchen vergeben ließ. Ich meine ja nur.
-
Ziemlich schnell war ich mitten im Geschehen drin, erlebte Unbegreifliches, spürte Trauer und Schmerz, war entsetzt und erschüttert, kochte vor Wut und verzweifelte wegen mancher Situation. Dies hatte ich mit Heinzle gemeinsam, der gegen Windmühlen zu kämpfen schien, wie einst Don Quijote. Der Fall war hart, zimperlich darf man nicht sein, wenn es um ein totes Kind geht, das versprach bereits der Klappentext. Insgesamt war dies ein kluger, vielschichtiger, voller Überraschungen steckender Thriller, der für mich keine Wünsche offen ließ. Trotz der schweren Thematik gab es einige amüsante Momente, die die tragische Geschichte etwas leichter ertragen ließen. Das Ende war perfekt und ich hoffe sehr, dass eine Fortsetzung nicht wieder Jahre auf sich warten lässt. Fünf Sterne mit Sternchen, das hatten wir schon, deswegen sind es an extra Sternchen nun doch lieber zwei. Danke für die wunderbare Unterhaltung!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.