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Produktbild: Die Elefanten
Artikelbild von Die Elefanten
Sasha Filipenko

1. Die Elefanten

Die Elefanten

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4
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Alexander Gamnitzer

Spieldauer

6 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

19

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Ruth Altenhofer

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696448

Beschreibung

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Ja

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Gesprochen von

Alexander Gamnitzer

Spieldauer

6 Stunden und 39 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

25.02.2026

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Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

19

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Ruth Altenhofer

Sprache

Deutsch

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9783257696448

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Literarisches Experiment

gst (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 19.05.2026

Bewertungsnummer: 3143005

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich liebe die kritischen Bücher des weißrussischen, in die Schweiz emigrierten Autors und seinen Schreibstil. Doch dieses Werk ist überraschend anders! Ich habe noch nie ein ähnliches Buch gelesen. Ebenso wie ein abstraktes Gemälde keine präzise Darstellung der optischen Realität repräsentiert, so ist auch diese Literatur nicht für bare Münze zu nehmen. Doch wer sich darauf einlässt, wird staunen, wie viel mehr Aussagekraft in dem Konglomerat aus Literaturstilen vorhanden ist. Da wird anhand eines Autors und seiner Familie eine Geschichte über plötzlich aufgetauchte Elefanten erzählt. Der Comedian Pavel, der in die Tochter des Schriftstellers verliebt ist, versucht sich dagegen zu wehren. Kommentare von Internetusern ergänzen die Szene ebenso, wie vom Amt ausgegebene, streng geheime Handlungspläne. Und zu allem Überfluss hilft einem ein Kreuzworträtsel beim Lesen dieses Buches. Noch nie habe in einem Roman während des Lesens so viel hin und her geblättert. Das wurde leider durch die E-Book-Variante ziemlich erschwert. Deswegen würde ich raten, hier der gedruckten Version den Vorzug zu geben. Während ich zu Beginn etwas verwirrt und verunsichert war, ob mich dieses Durcheinander überhaupt erreichen kann, baute sich schon bald eine zunehmende Begeisterung auf. Die Gesellschaftskritik, die immer deutlicher wird, geht tief unter die Haut. Da liest man beispielsweise in einer geheimen Handlungsanweisung: „Der Mensch muss dressiert werden. Dafür ist der Staat ja da.“ Gibt es eine größere Manipulation? Erschreckend auch, wie sich die Obrigkeit in persönliche Beziehungen einmischt. Und zum Schluss braucht man ein gute Nervenkostüm! Fazit: Um das Buch voll und ganz genießen zu können, sollte man sich auf das Ungewöhnliche voll und ganz einlassen. Dann wird der Roman zu einer überaus spaßigen Angelegenheit mit ernstem Hintergrund.

Literarisches Experiment

gst (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 19.05.2026
Bewertungsnummer: 3143005
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich liebe die kritischen Bücher des weißrussischen, in die Schweiz emigrierten Autors und seinen Schreibstil. Doch dieses Werk ist überraschend anders! Ich habe noch nie ein ähnliches Buch gelesen. Ebenso wie ein abstraktes Gemälde keine präzise Darstellung der optischen Realität repräsentiert, so ist auch diese Literatur nicht für bare Münze zu nehmen. Doch wer sich darauf einlässt, wird staunen, wie viel mehr Aussagekraft in dem Konglomerat aus Literaturstilen vorhanden ist. Da wird anhand eines Autors und seiner Familie eine Geschichte über plötzlich aufgetauchte Elefanten erzählt. Der Comedian Pavel, der in die Tochter des Schriftstellers verliebt ist, versucht sich dagegen zu wehren. Kommentare von Internetusern ergänzen die Szene ebenso, wie vom Amt ausgegebene, streng geheime Handlungspläne. Und zu allem Überfluss hilft einem ein Kreuzworträtsel beim Lesen dieses Buches. Noch nie habe in einem Roman während des Lesens so viel hin und her geblättert. Das wurde leider durch die E-Book-Variante ziemlich erschwert. Deswegen würde ich raten, hier der gedruckten Version den Vorzug zu geben. Während ich zu Beginn etwas verwirrt und verunsichert war, ob mich dieses Durcheinander überhaupt erreichen kann, baute sich schon bald eine zunehmende Begeisterung auf. Die Gesellschaftskritik, die immer deutlicher wird, geht tief unter die Haut. Da liest man beispielsweise in einer geheimen Handlungsanweisung: „Der Mensch muss dressiert werden. Dafür ist der Staat ja da.“ Gibt es eine größere Manipulation? Erschreckend auch, wie sich die Obrigkeit in persönliche Beziehungen einmischt. Und zum Schluss braucht man ein gute Nervenkostüm! Fazit: Um das Buch voll und ganz genießen zu können, sollte man sich auf das Ungewöhnliche voll und ganz einlassen. Dann wird der Roman zu einer überaus spaßigen Angelegenheit mit ernstem Hintergrund.

Messerscharfe Parabel in einzigartiger Form

SimoneF am 24.02.2026

Bewertungsnummer: 3057102

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Alexander ist Schriftsteller und lebt in einer großen Villa. Seine Frau Sofija himmelt ihn an, lobt jede seiner Ideen. Die erwachsene Tochter, eine erfolglose Schauspielerin, wohnt in einer eigenen Villa nebenan, kommt aber jeden Morgen zum gemeinsamen Frühstück und löst Kreuzworträtsel. Eines Morgens steht plötzlich ein Elefant im Zimmer. Und bei den Nachbarn auch. In der ganzen Stadt tauchen sie plötzlich wie aus dem Nichts auf. Doch die Menschen leben einfach weiter und ignorieren die Tiere. Manchen ist etwas unwohl dabei, aber sie arrangieren sich damit, füttern die Elefanten und räumen ihre Hinterlassenschaften weg. Der Staat gibt Anweisung, wie sich die Menschen zu verhalten haben, manipuliert sie. Niemand widersetzt sich, bis auf den Stand-Up-Comedian Pawel, dessen große Liebe Anna ist. Pawel ruft bei seinen Vorstellungen dazu auf, die Elefanten aus der Stadt zu vertreiben, und zieht damit den Unmut des Staates auf sich. Der Elefant im Raum, den niemand sehen will – offensichtlicher könnte Sasha Filipenkos Metapher kaum sein. Der belarussische Schriftsteller, der im Schweizer Exil lebt, hat mit „Die Elefanten“ eine großartige Parabel auf autokratische Systeme geschrieben, die zu zivilem Ungehorsam aufruft und die große Masse kritisiert, die ihre Augen vor dem Offensichtlichen verschließt und ihr Leben möglichst unbehelligt weiterlebt. Natürlich hat man beim Lesen sofort Russland und den Krieg gegen die Ukraine im Sinn, die Geschichte passt als Warnung jedoch ebenso gut auf die USA unter Donald Trump oder die deutsche Gesellschaft, die zusieht, wie rechte Kräfte wieder an Einfluss gewinnen. Pawel, der Stand-Up-Comedian, leistet auf der Bühne Widerstand, nennt die Dinge als einiziger beim Namen – hier musste ich sofort an die amerikanische Late-Night-Szene mit Jimmy Kimmel, Jimmy Fallon und Stephen Colbert denken. Hier hat Trump ja bereits Versuche unternommen, diese absetzen zu lassen, bei Colbert vermutlich mit Erfolg. Pawel ist der tragische Held des Romans, dessen Schicksal mich stellenweise an Orwells „1984“ erinnert hat. Was Filipenkos Roman so einzigartig macht, ist die ungewöhnliche Form: Alexander ist gleichzeitig Autor sowie Figur der Geschichte, die stark mit Metafiktion und Selbstreferenzialität spielt. Der Text wird immer wieder unterbrochen durch Social-Media-Beiträge von Usern aus Literaturforen zu eben diesem Buch, sowie durch interne Dienstanweisungen aus dem Innenministerium. Darüber hinaus sind einzelne Schlüsselworte im Text durch Umschreibungen ersetzt, die am Schluss ein vollständiges Kreuzworträtsel bilden. Je weiter man liest, desto stärker wird klar, wie all diese Formelemente miteinander in Zusammenhang stehen, und es ergibt sich ein geradezu absurdes, groteskes Gesamtbild, das gespickt ist mit scharfzüngigem, hintergründigem Humor und beißender Gesellschaftskritik. Trotz der komplexen Konstruktion ist der Roman erstaunlich gut zu lesen. Wie schon „Der Schatten einer offenen Tür“ hat mich auch „Die Elefanten“ vollends begeistert, und ich werde das Buch in einigen Tagen sicher noch einmal lesen, da ich den Eindruck habe, dass es noch einige Details und Anspielungen zu entdecken gibt, die sich erst auf den zweiten Blick offenbaren. Ich empfehle „Die Elefanten“ allen, die bereit sind, sich auf einen anspruchsvollen Roman mit komplexer Form einzulassen.

Messerscharfe Parabel in einzigartiger Form

SimoneF am 24.02.2026
Bewertungsnummer: 3057102
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Alexander ist Schriftsteller und lebt in einer großen Villa. Seine Frau Sofija himmelt ihn an, lobt jede seiner Ideen. Die erwachsene Tochter, eine erfolglose Schauspielerin, wohnt in einer eigenen Villa nebenan, kommt aber jeden Morgen zum gemeinsamen Frühstück und löst Kreuzworträtsel. Eines Morgens steht plötzlich ein Elefant im Zimmer. Und bei den Nachbarn auch. In der ganzen Stadt tauchen sie plötzlich wie aus dem Nichts auf. Doch die Menschen leben einfach weiter und ignorieren die Tiere. Manchen ist etwas unwohl dabei, aber sie arrangieren sich damit, füttern die Elefanten und räumen ihre Hinterlassenschaften weg. Der Staat gibt Anweisung, wie sich die Menschen zu verhalten haben, manipuliert sie. Niemand widersetzt sich, bis auf den Stand-Up-Comedian Pawel, dessen große Liebe Anna ist. Pawel ruft bei seinen Vorstellungen dazu auf, die Elefanten aus der Stadt zu vertreiben, und zieht damit den Unmut des Staates auf sich. Der Elefant im Raum, den niemand sehen will – offensichtlicher könnte Sasha Filipenkos Metapher kaum sein. Der belarussische Schriftsteller, der im Schweizer Exil lebt, hat mit „Die Elefanten“ eine großartige Parabel auf autokratische Systeme geschrieben, die zu zivilem Ungehorsam aufruft und die große Masse kritisiert, die ihre Augen vor dem Offensichtlichen verschließt und ihr Leben möglichst unbehelligt weiterlebt. Natürlich hat man beim Lesen sofort Russland und den Krieg gegen die Ukraine im Sinn, die Geschichte passt als Warnung jedoch ebenso gut auf die USA unter Donald Trump oder die deutsche Gesellschaft, die zusieht, wie rechte Kräfte wieder an Einfluss gewinnen. Pawel, der Stand-Up-Comedian, leistet auf der Bühne Widerstand, nennt die Dinge als einiziger beim Namen – hier musste ich sofort an die amerikanische Late-Night-Szene mit Jimmy Kimmel, Jimmy Fallon und Stephen Colbert denken. Hier hat Trump ja bereits Versuche unternommen, diese absetzen zu lassen, bei Colbert vermutlich mit Erfolg. Pawel ist der tragische Held des Romans, dessen Schicksal mich stellenweise an Orwells „1984“ erinnert hat. Was Filipenkos Roman so einzigartig macht, ist die ungewöhnliche Form: Alexander ist gleichzeitig Autor sowie Figur der Geschichte, die stark mit Metafiktion und Selbstreferenzialität spielt. Der Text wird immer wieder unterbrochen durch Social-Media-Beiträge von Usern aus Literaturforen zu eben diesem Buch, sowie durch interne Dienstanweisungen aus dem Innenministerium. Darüber hinaus sind einzelne Schlüsselworte im Text durch Umschreibungen ersetzt, die am Schluss ein vollständiges Kreuzworträtsel bilden. Je weiter man liest, desto stärker wird klar, wie all diese Formelemente miteinander in Zusammenhang stehen, und es ergibt sich ein geradezu absurdes, groteskes Gesamtbild, das gespickt ist mit scharfzüngigem, hintergründigem Humor und beißender Gesellschaftskritik. Trotz der komplexen Konstruktion ist der Roman erstaunlich gut zu lesen. Wie schon „Der Schatten einer offenen Tür“ hat mich auch „Die Elefanten“ vollends begeistert, und ich werde das Buch in einigen Tagen sicher noch einmal lesen, da ich den Eindruck habe, dass es noch einige Details und Anspielungen zu entdecken gibt, die sich erst auf den zweiten Blick offenbaren. Ich empfehle „Die Elefanten“ allen, die bereit sind, sich auf einen anspruchsvollen Roman mit komplexer Form einzulassen.

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