Produktbild: Waisenkind

Waisenkind

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.03.2026

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/3,3 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Karamell / Anthrazit

Auflage

1. Auflage, neue Ausgabe

Originaltitel

Masal Jetoma

Übersetzt von

Ruth Achlama

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5067-9

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Die Sprache ist frisch, die Hauptfigur gewitzt, frech, leidenschaftlich, rebellisch und feurig... es reißt einen mit, die Spannung bleibt.« Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur Lesart, 04.05.2026 ("Deutschlandfunk Kultur")
»Spannend erzählt, es gibt viele überraschende Wendungen und es ist einfach mal eine andere, erfrischende Lektüre.« Ziphora Robina, Bremen 2, 20.04.2026 ("Bremen Zwei")
»Der direkte, trockene Erzählton von Avital holt einen sofort ab und macht sie als Protagonistin und ihre Erlebnisse unmittelbar sehr lebendig. Mitreißend schildert sie ein Dasein im freien Fall.« Moritz Holler, WDR Westart, 10.04.2026 ("WDR Westart Lesen")
»Mutig und unerschrocken.« Grazia, 09.04.2026 ("Grazia")
»Spannend bis zum Schluss.«Angela Geger, Jüdisches Leben in Bayern, September 2026 ("Jüdisches Leben in Bayern")
»Das Schicksal der 17-Jährigen mit der milchweißen Haut, den prächtigen roten Haaren und der schnoddrigen Erzählerinnenstimme zieht einen in den Bann. Ein moderner Bildungs- und Gesellschaftsroman, der anfängt wie ein Krimi.« Aachener Zeitung, 21.06.2026 ("Aachener Zeitung")
»Sehr eindringlich... eine fesselnde Erzählung, in der es zahlreiche überraschende Wendungen gibt, Humor und Ironie.« Norbert Striemann, Radio Mülheim, 17.05.2026 ("Radio Mülheim")
»In 'Waisenkind' sucht nicht 'nur' ein Mädchen seinen Vater, sondern auch eine Israelin ihr Land. Mit all seinen Facetten. Oder wie man auch sagen könnte: In guten wie in schlechten Zeiten.« Gabriel Rath, Presse am Sonntag, 17.05.2026 ("Die Presse am Sonntag")
»Ein moderner Bildungs- und Gesellschaftsroman, der anfängt wie ein Krimi.« Susanne Schramm, General-Anzeiger, 02.05.2026 ("General-Anzeiger")
»Rasant, erfrischend, unkonventionell und unglaublich witzig... Mit seinem trockenen Ton, der rotzig-frechen Sprache und den überraschenden Wendungen zeichnet 'Waisenkind' nicht nur ein feinsinniges Porträt eines kämpferischen Mädchens, das nie ein Opfer sein will, sondern gewährt auch Einblick in ein Israel, das man so noch nicht kennt.« Karin Waldner-Petutschnig, Kleine Zeitung, 24.04.2026 ("Kleine Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.03.2026

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/3,3 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Karamell / Anthrazit

Auflage

1. Auflage, neue Ausgabe

Originaltitel

Masal Jetoma

Übersetzt von

Ruth Achlama

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5067-9

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einzigartige Stimme, harte Geschichte

    Das Waisenkind Avital lebt in Israel und ist die Tochter einer verstorbenen "Hure", so wird sie jedenfalls von ihren eigenen Eltern, Avitals Großeltern, despektierlich bezeichnet, und eines unbekannten Vaters, vermutlich kein Jude, so meinen Großeltern abfällig, denn Avital hat rote Haare, wie sonst niemand in der Familie. Die Großeltern sind üblen Charakters, Avital wächst mit wenig Liebe auf, wird ausgebeutet, muss Alkohol für die Großeltern besorgen und wird von deren Bekannten missbraucht. Sie sehnt sich nach ihrem unbekannten Vater, würde ihn so gerne finden. Auch die Pflegeeltern, bei denen sie kurzfristig landet, behandeln sie nicht gut, auch wenn sie nach außen den schönen Schein waren wollen und so reißt Avital wieder aus. Ja, dieses Buch ist harter Tobak. Erzählt wird die Geschichte von Avital selbst, einer jugendlichen, rotzfrechen Stimme, die sich gegenüber dem Richter und Anklägern erklären will und so aus ihrer eigenen, unverwechselbaren Perspektive die Geschichte einer jungen Frau an der Grenze zum Erwachsenenleben erzählt, die in keinster Weise auf die Butterseite des Lebens gefallen ist, die sich mutig und stark durchkämpfen will, die genau beobachtet und messerscharf kommentiert und der man doch auch ihre Verletzlichkeit anmerkt: "Doch hier muss ich kurz innehalten und euch was sagen: Ich habe mich nie vor der Hölle gefürchtet und auch nie für diesen Quatsch mit dem Paradies interessiert - alle wollten dahin, einschließlich Opa und Oma, was sollte ich dann wohl dort? Hatte ich im Diesseits nicht genug mit ihnen durchgemacht, um sie auch noch im Jenseits wiederzutreffen? (...) Und was die Hölle angeht - die war doch schon da." (S. 29 im E-Book) Entstanden ist dabei ein außergewöhnliches Buch mit einer Stimme, die ich so noch nicht gelesen habe und die besonders und einzigartig ist. Allerdings muss man in der passenden Stimmung für dieses Buch sein und all die Gewalt, die Avital erfährt und die sie manchmal so kaltschnäuzig zu kommentieren scheint, während man gleichzeitig spürt, was für ein Leid dahinter liegt, aushalten können. Ist man dafür in der Stimmung, dann wird man mit einem einzigartigen Buch belohnt, das Einblick in das Israel der Menschen am Rande der Gesellschaft gibt und dabei in frech-rasantem Tempo eine spannende Geschichte erzählt.

  • MarieOn

    5/5

    17.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erfrischend spritzig

    Dies ist Avitals zweites Mal im Kloster. Zuerst war sie mit sechzehn hier, da hatte Jesus ihr den Weg gewiesen, damals war sie Prostituierte, genauso, wie man das der Maria Magdalena ja nachgesagt hatte. Heute ist sie fast aus freien Stücken gekommen, als Mörderin. Es hat sich einiges geändert. Damals war Theresa die Äbtissin, jetzt ist es Agnes. Der schöne Innenhof mit den Bänken, so als habe Jesus hier irgendwann einen Gastauftritt, lockt zum Verweilen. Der Weg zur Bibliothek ist von Bougainvillen gesäumt und kurz, damit die Männer, die zum Lesen kommen die Nonnen nicht schwängern. Aufgewachsen ist Avital in Lifta bei ihren Großeltern Malka und Jakob Ochajon, der Terroristin und dem Informanten. Ihre Mutter hatte sie nur als Grabstein kennengelernt, mit vielen Kanten und einem Foto, das mehr Dunkelheit als Licht enthielt. Sie hieß Schula und war in Avitals Geburtsjahr gestorben. Sobald Oma und ihr Informant Mama erwähnten, ließen sie einen ganzen Schwall Flüche vom Stapel. S. 17 Eine ganze Weile lang hat Avital ihren König Lear gesucht, den Typen, den Shakespeare in seinem Stück beschreibt, ihren Vater halt, den sie eben Lear nannte. Aber diese Suche und die verfluchte Geschichte mit Opas Parlament, lauter alte Säcke, die anrückten, wenn Oma Arak besorgte oder Leichen wusch und Avital dann auf die Pelle rückten, hatte sie zum ersten Mal in dieses Kloster geführt. Fazit: Galit Dahan Carlibach, mehrfach ausgezeichnete Autorin, hat mich aus dem Staunen nicht mehr rausgelassen. Ihre Protagonistin ist ohne Eltern bei ihren alkoholkranken Großeltern aufgewachsen. Sie sucht ihren Vater, weil sie sich ein bisschen Geborgenheit wünscht, die sie sonst nirgendwo findet. Nach einer Eskalation haut sie mit vierzehn ab und schlägt sich mit allem, was sie kann, durchs Leben, bis sie auf einen alten Mossad-Agenten trifft, der alles über Avitals Familie weiß, aber das weiß Avital wiederum nicht. Avitals Geschichte könnte schlimmer nicht sein, doch ich finde keine Sekunde Zeit, das arme Ding zu bemitleiden und das tut gut, weil mir nicht weh. Die Autorin bedient sich einer besonderen Stilart. Sie lässt ihre Protagonistin einen Brief an den Herrn Richter und die Sozialarbeiter schreiben, in dem sie ihnen alles berichtet, für was sie sie schuldig befinden könnten und die Umstände, die dazu geführt haben. Die Sprache ist erfrischend abgefuckt und macht Avital so authentisch. Natürlich geht es in Avitals Berichterstattung drüber und drunter, doch ich erkenne schnell, dass der Mossad Agent das Beste ist, was Avital passieren konnte, nicht weil der Mossad eine gute Einrichtung wäre, sondern weil der Spion sich schuldig fühlt. So mehr wird nicht verraten. Das ist kreatives Schreiben par excellence. So erfrischen und spritzig, ich bin hin und weg.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    09.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternd

    Die israelische Schriftstellerin Galit Dahan Carlibach hat uns mit dem Roman, Waisenkind, eine besondere Geschichte gebastelt. Sie erzählt uns von dem Waisenkind Avital. Sie wächst bei ihren Großeltern auf, das ist nicht besonders schön. Sie wird schon früh missbraucht. Sie ist schon so weit, das sie Selbstmord begehen will. Da erzählt ihr ein Freund, wie ihre Mutter bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam. Als sie 17 Jahre alt ist gibt es einen Brand und die Großeltern sterben. Sie hat nicht viel Glück und sie gibt sich für vieles die Schuld. Sie schreibt für sich Briefe an die Staatsanwaltschaft, Sie glaubt sie soll verhaftet werden. Diese Lebensgeschichte wird einfühlsam und brillant geschrieben. Ich hoffte immer, das Avital ihren Vater findet, das ist aber sehr schwierig. Ich war von der Geschichte gefesselt und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    19.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Starke Protagonistin, heftige Geschichte

    “Waisenkind” von Galit Dahan Carlibach erzählt die Geschichte der zwanzigjährigen Avital. Ihre Kindheit und Jugend waren hart. Ohne Mutter wuchs sie in prekären Verhältnissen bei ihren alkoholabhängigen Großeltern am Rande von Jerusalem auf. Irgendwann hält sie es nicht mehr aus, sie haut ab, doch sie gerät von einem Unglück ins nächste. Ihr größter Traum: Ihr unbekannter Vater, den sie sehnsüchtig “König Lear” nennt, kommt und rettet sie - genau wie in den Waisenkindergeschichten, die sie so gerne liest. Als irgendwann der ehemalige Mossad-Agent Achituv Porat auftaucht und sich um sie kümmert, scheint Avitals Leben sich endlich zum Positiven zu wenden.   „Ich wohnte jetzt in einem Palast, wollte dort aber nicht bleiben. Ich wusste, wer sich nicht bewegt, droht unterzugehen. Es ist zwar besser, in Sahne zu ertrinken als im Schlamm, so viel ist klar, aber man muss aufs Weiterziehen gefasst sein, immer.“   Aber war Avitals Begegnung mit Achituv wirklich so zufällig? Achituv weiß mehr über Avitals Familie, als sie ahnt …   Ich gebe zu, ich habe eine Weile gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Galit Dahan Carlibachs Schreibstil ist ungewöhnlich, aber auch fordernd. Ebenso die Geschichte an sich: Obdachlosigkeit, Gewalt, Alkoholismus, Missbrauch - das Buch ist wahrlich keine leichte Kost. Im weiteren Verlauf zog mich die Geschichte jedoch immer mehr in ihren Bann; gerade zum Schluss hin zeigte das Buch seine wahre Stärke. Avital als Protagonistin fand ich sehr stark und authentisch: Kein Opfer, trotz all ihrer unschönen Erlebnisse, sondern eine Kämpferin. Ungewöhnlich und interessant ist auch die Perspektive: Avital wendet sich direkt an den Richter bzw. Sozialarbeiter, was für eine eindringliche Wirkung sorgt.   „Jetzt, während ich an euch schreibe, kommt mir ein interessanter Gedanke: Hat der Ort, an dem ihr sitzt, Herr Richter und werte Sozialarbeiter, einen Geruch? Wie riecht überhaupt die Gerechtigkeit? Denn erst jetzt, nach allem, was ich durchgemacht habe, wird mir klar, dass unwirkliche Orte geruchlos sind.“   „Waisenkind“ ist ein sehr intensiver, aber auch fordernder Roman mit einer sehr starken Protagonistin, für den ich 4 von 5 Sternen vergebe.   Vielen Dank an den Kein & Aber Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

  • Bewertung

    4/5

    24.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Waisenkind dem man gewachsen sein muss - auch als Leser*in

    „Ich habe das Buch Waisenkind von Galit Dahan Carlibach gelesen, das am 9. März 2026 im Kein&Aber Verlag erschienen ist und über 300 Seiten umfasst. Die deutsche Übersetzung stammt von Ruth Achlama. In dem Buch geht es um ein Waisenkind, das in Form eines Berichts an einen Richter und Sozialarbeiter seine Lebensgeschichte erzählt. Dabei wird deutlich, wie es zu der aktuellen Situation gekommen ist. Besonders prägend ist das starke Schuldgefühl der Protagonistin sowie ihre ständige Suche nach ihren Eltern. Diese Sehnsucht zieht sich durch das gesamte Buch und macht die Geschichte sehr traurig, zumal sie in vielen Menschen mögliche Vaterfiguren erkennt. Das Buch ist stellenweise sehr heftig, vor allem durch die derbe und direkte Sprache der Protagonistin. Zudem werden erschreckende Themen wie Alkoholismus, Missbrauch und Obdachlosigkeit behandelt sowie die damit verbundenen Probleme eindringlich geschildert. Mein persönlicher Eindruck: Zu Beginn fiel es mir schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Die Erzählweise wirkte auf mich zunächst unsortiert und sprunghaft, und ich hatte das Gefühl, dass viele Themen nur angerissen werden, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen. Teilweise fragte ich mich, welchen Zweck einige der scheinbar belanglosen Schilderungen erfüllen. Im weiteren Verlauf wurde das Buch jedoch deutlich spannender und interessanter, sodass ich immer mehr weiterlesen wollte. Trotzdem finde ich das Buch als etwas ganz Besonderes. Besonders die Erzählstruktur hat mich beeindruckt: Die Protagonistin richtet sich immer wieder direkt an den Richter und die Sozialarbeiter, was der Geschichte eine sehr unmittelbare und eindringliche Wirkung verleiht.  Außerdem fand ich es spannend, die gesamte Handlung aus ihrer Perspektive zu erleben. Man erfährt nicht nur, was passiert ist, sondern auch, wie sie selbst die Ereignisse interpretiert. Dabei entsteht teilweise eine spürbare Diskrepanz zwischen dem, was tatsächlich geschehen sein könnte, und ihrer eigenen Wahrnehmung. Gerade diese subjektive Sichtweise macht das Buch für mich besonders eindrucksvoll und hebt es von anderen Erzählungen ab. Vor allem das Ende hat das Buch für mich noch einmal aufgewertet und ihm eine besondere Tiefe verliehen. Die ungewöhnliche Erzählweise und die mutige Protagonistin sind mir besonders im Gedächtnis geblieben.

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