• Produktbild: Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück
  • Produktbild: Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück

Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück Eine Anleitung für die demokratische Offensive | Demokratie, Widerstand, Hoffnung | Aktivist und SPIEGEL-Bestsellerautor

2

23,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

35918

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.06.2026

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,7/12,9/2,2 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Weiß / Rost

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-57072-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

"Dieses Buch von Arne Semsrott ist ein sehr nüchterner, sachlicher, faktenbasierter Text." ("MDR Kultur")
"Arne Semsrott schreibt so unterhaltsam, so fundiert, so aufrüttelnd und zugleich so motivierend und inspirierend, dass ich das Buch allen empfehlen möchte." ("Für eine bessere Welt (Onlinemagazin)")
"Dieses Buch ist ein Mutmacher, aber vor allem ein Handbuch gegen die Ohnmacht und für die Selbstwirksamkeit in der autoritären Wende." ("kulturnews")
"'Gegenmacht' ist eine kluge, sehr konkrete Einladung, unsere Zukunft aktiv zu gestalten." ("bodo - Das Straßenmagazin")

Produktdetails

Verkaufsrang

35918

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.06.2026

Verlag

Droemer Knaur

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,7/12,9/2,2 cm

Gewicht

280 g

Farbe

Weiß / Rost

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-57072-2

Herstelleradresse

Droemer HC
Landsberger Straße 346
80687 München
DE

Email: produktsicherheit@droemer-knaur.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • JuB

    5/5

    23.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Machtübernahme“ war das Werk zum Lauterwerden, „Gegenmacht“ ist das Werk zum Dranbleiben

    Im März dieses Jahres habe ich das Buch „Machtübernahme“ von Arne Semsrott gelesen. Und war geflasht, denn endlich wurde ich wach und nutzte Werkzeuge (Argumente), warum Aussagen wie „Die AfD wird sich schon entzaubern“ oder „Lass sie doch einfach mal machen, was soll schon kaputt gehen?“ verdammt gefährlich sind. Seither höre ich immer mittwochs seinen Podcast „Gilda con Arne“ mit Gilda Sahebi. Es stand also außer Frage, dass ich sein neues Buch „Gegenmacht“ lesen und genau wie bei „Machtübernahme“ parallel das Hörbuch hören werde. Endlich habe ich es getan. Und ich bin begeistert. Mein Review wird also maximal emotional. Und auch irgendwie ein politisches Essay. Also schnapp dir ein Getränk deiner Wahl und viel Spaß! Dieses Buch ist ein absolutes Muss für jeden. Nein, da kommt keine zusätzliche Ausführung „für wen“ hinten dran. Ja, es ist ein politisches Buch. Ja, Politik ist nicht für jeden etwas, glaubt mir, ich fühle das so sehr. Jahrelang war ich nicht nur leise, sondern stumm. Ich habe den Kopf geschüttelt und mir auch so manche Mär aufbinden lassen. Aber dieser fahle Geschmack im Mund verschwand leider nicht, egal wie intensiv und lange ich mich politisch tot gestellt habe. Bekannte und Freunde haben Angst, dass ich mich „radikalisiere“ - ich habe Angst, dass sie durch ihre Starre unsere Freiheit und nebenbei unseren Planeten verspielen. Und hey, ich schmeiße maximal mit Gedankensteinen, weil ich durch Fakten-Checks aufkläre, Falschaussagen und Pauschalisierungen nicht einfach stehen lasse. Wie radikal ist das denn bitte? Ich boykottiere ja auch nicht einfach dm, weil dm-Chef Werner sich zwar von der AfD distanziert, aber seine Aussagen die Normalisierung von Rechtsextremen bewirken. Ich würde maximal Rossmann bevorzugen, wenn ich die Auswahl habe, weil Herr Roßmann selbst Annäherungen an die rechte Fraktion von Grund auf ablehnt. Ein Boykott schadet nämlich weniger Herrn Werner selbst, sondern in erster Linie seinen Beschäftigten - die für die Aussagen von Herrn Werner nun wirklich nicht zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Seriously, ich bezeichne das eher als „bürgerliche Pflicht“, Fakten zu checken, mich näher zu informieren, daraus meine Handlungsentscheidungen abzuleiten, um nicht Wahnsinnigen auf den Leim zu gehen… Seit März bin ich verstärkt politisch aktiv und ich habe gefühlt schon jede Phase der Resignation erlebt. Jede:r mit politischem und/oder sozialem Engagement wird bestätigen, dass das Kämpfen gegen Windmühlen sehr ermüdend ist. Gefühlt gibt es wöchentlich eine neue Schelle aus der Politik. Ich meine, wer kam bitte auf die Idee, Jens Spahn nach der immer noch nicht vollständig aufgearbeiteten Maskendeal-Affäre künftig im Haushaltsausschuss einzusetzen, sodass er sich jetzt selbst überprüfen darf, ob er Milliarden von Euro für überteuerte und unbrauchbare Masken verschleudert hat? Ich setze meinen Kindern ja auch keine volle Tüte Gummibärchen vor die Nase und sage „Aber nur zwei!“ und verlasse den Raum… Wie? Warum ist die Tüte leer? Also das hätte ich ja jetzt wirklich nicht gedacht! Entschuldigt bitte, ich schweife ab. Zurück zum Buch. „Gegenmacht“ zeichnet sich dadurch aus, dass es sich nicht in der Problembeschreibung und Untergangsbeteuerung verheddert, sondern sehr konkrete Denk- und Handlungswerkzeuge den Leser:innen an die Hand gibt. Es ist faktenbasiert, natürlich mit Quellenangaben, und setzt konsequent auf Aufklärung statt Meinungsmache. Und gerade die Fakten und die Belege für erfolgreiche Einflussnahme der Zivilgesellschaft, also engagierte Mitmenschen, sind die Motivatoren, um sich aus der politischen Resignation zu erheben. Natürlich sind Erfolgsgeschichten medial nicht ganz so lukrativ wie die nächste Empörung, weswegen auch ich viel zu häufig das Gefühl habe, völlig alleine zu kämpfen. Spoiler: Nein, niemand ist allein, wir sollen es nur glauben, notfalls mit Gewalt, indem zivilen Einrichtungen Standbeine und Unterstützungen genommen werden. Der wohl wichtigste Satz des Buches in diesem Zusammenhang ist wohl folgender: „[…] Dass die demokratische Zivilgesellschaft derzeit so massiv unter Beschuss steht, ist kein Zeichen ihrer Schwäche - sondern ein Beweis für ihre Wirksamkeit. […]“, S. 177 Auch sprachlich lehrte das Buch mich viel oder zumindest hilft die Wiederholung von essenziellen Punkten. So zeigt „Gegenmacht“ sehr deutlich und anschaulich, wie viel Verantwortung in Sprache und Wortwahl liegt. Informationslenkung ist auch eine Art der Machtkontrolle, egal, ob wir es nun als Framing, Vereinfachung, Wiederholung oder Zuspitzung benennen. Sie bestimmen, wie Debatten geführt werden und auch im engeren Sinne ihren Ausgang, ggf. unabhängig vom vordergründigen Ziel. Arne Semsrott schließt gleich auch ein passendes Beispiel an diese Aussage an, indem er gefühlt 500-mal wiederholt: „Die Reichen sind schuld“. Erklärend gibt es zwar den Nachsatz, dass per se nicht die Einzelperson schuld ist, sondern das konstruierte System drumherum, aber was eben hängen bleibt, ist „Die Reichen sind schuld!“ Arne Semsrott demonstriert exemplarisch mit diesem Beispiel, wie wirksam vereinfachte und wiederholende Pauschalisierungen und Propaganda sind, sowie dass sie immer kritisch evaluiert werden müssen. Durch „Gegenmacht“ schöpfe ich neuen Mut, vertreibe das Ohnmachtsgefühl, erlange wieder ein Gefühl von Gemeinschaft, weil ich nicht allein bin und es nie sein werde. Und vielleicht am wichtigsten ist die Erkenntnis, dass Geschichte von jeder und jedem Einzelnen von uns beeinflusst und geschrieben wird. Abschließend möchte ich euch eine meiner Lieblingsstellen im Buch zitieren. Sie ist ein schönes Hilfsmittel für die Frage, wem wir unsere Aufmerksamkeit schenken sollten, denn unsere Aufmerksamkeit ist unsere Währung, mit der wir letztendlich auch die Medien steuern - und das können wir nur kollektiv. Ihr findet das auf Seite 75f. „[…] • Genießt die Person den Widerspruch? Ist sie vielleicht auf eine Reaktion angewiesen, weil sie nur auf diese Weise beruflich bestehen kann, beispielsweise in einer SPIEGEL-Kolumne? Hat sie womöglich einen Fetisch dafür, angeschrien zu werden, und laufen Sie Gefahr, durch Ihre Empörung diesen Fetisch zu befriedigen? → Ignorieren. • Positioniert sich die Person offen menschenfeindlich? Sagt sie beispielsweise etwas Rassistisches? → Plattform entziehen. Wenn ein direkter Austausch keinen Sinn ergibt, gilt es, das Umfeld zu sensibilisieren - etwa den Arbeitgeber, ein Medium, das diesen Aussagen eine Bühne bietet, oder Parteimitglieder (wenn es sich um das Mitglied einer demokratischen Partei handelt). Der Widerspruch sollte sich an sie richten. • Ist die Person (oder die Bewegung, aus der die Person stammt) Ihnen wichtig? → Direkter Dialog. Hier sollte man das persönliche Gespräch suchen, anstatt den Konflikt sofort öffentlich auszutragen. • Handelt es sich um eine prominente Person, die keine formelle Macht besitzt, beispielsweise einen Ex-Politiker, einen Ex-Fernsehmoderator oder einen Ex-Intellektuellen mit Reichweite? → Nicht in einen Austausch gehen, sondern sich - wenn überhaupt - lustig machen. • Bekleidet die Person eine Machtposition, etwa in einem Re-gierungsamt? Dann muss sie zunächst ernst genommen werden, weil sie ihren Worten Taten folgen lassen kann. → Breiter Widerspruch. Zugegeben: Eine vollkommen ausgereifte Methodologie ist das nicht. Als Richtschnur ist sie aber hilfreich. Wenn wir sie in konkrete Beispiele übersetzen, bedeutet das etwa: • Welt-Herausgeber Ulf Poschardt sagt etwas → Ignorieren. • Die AfD sagt etwas → Plattform entziehen. • Eine Freundin sagt etwas Blödes → Direkt ansprechen. • Ein FDP-Politiker schreibt ein Buch → Sich lustig machen. • Friedrich Merz hält eine Rede → Widerspruch (und dann vielleicht: sich lustig machen). […]“

  • Bewertung

    aus Dortmund

    5/5

    12.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Wichtig und mutmachend

    ARNE SEMSROTT: GEGENMACHT: DIE ZIVILGESELLSCHAFT SCHLÄGT ZURÜCK Semsrott beleuchtet verschiedene Aspekte, wie wir als Gegner des Faschismus diesen (noch) verhindern und bekämpfen können. Was mich besonders motiviert und mir Mut gemacht hat: es ist zwar spät, aber nicht zu spät. Vor allem, wenn man berücksichtigt, daß die Blaunen schon lange so gut wie keine kleinere Wahl mehr gewonnen haben (Bürgermeister, Landrat etc.) Wenn jetzt noch der rechte Flügel der CDU mal nachdenkt und die Klappe hält, ist die nächste Schlacht noch nicht verloren. Semsrott schreibt sehr anschaulich und mitreißend, was mich wieder motiviert hat und mir zeigt: wir Demokraten sind viele; nur müssen wir lauter werden. Das Buch gibt es auch als Hörbuch, sehr gut vorgelesen von Alexander Pensel. Beides zu empfehlen. Auch, wenn ich leider sicher bin, daß die „Freunde der kommenden Diktatur“ dieses Buch nicht lesen werden oder nicht verstehen wollen.

Kundinnen und Kunden meinen

5

2

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (2)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück
  • Produktbild: Gegenmacht: Die Zivilgesellschaft schlägt zurück