Küchengeflüster: Diese charmante Liebesgeschichte in einem Grazer Sternerestaurant bietet perfekte Sommer-Unterhaltung!
Für die Liebe gibt es kein Rezept ...
Die Restaurantkritikerin Tilda Kaufmann schreibt unter dem Pseudonym »Emil Fürst« gern gefürchtete Verrisse. Doch dieses Mal ist sie zu weit gegangen. Die Besitzerin des Grazer Sternelokals »Wolf« wehrt sich via Anwalt gegen Tildas Schmähkritik. Außerdem stellt ihr Chefredakteur Tildas Kündigung in den Raum. Doch die 29-Jährige bekommt eine zweite Chance. Um sich zu rehabilitieren, erklärt sie sich bereit, zwei Monate »undercover« in der Küche des bekannten Spitzenkochs Magnus Lehner zu arbeiten. Genau in dem Lokal, das sie brutal verrissen hat. Magnus ahnt natürlich nicht, wer Tilda wirklich ist – und erfährt erst dann von ihrem Geheimnis, als es längst zu spät ist: Die beiden haben sich ineinander verliebt.
Silvia Trippolt weiß, wovon sie schreibt: Sie erhielt als Kulinarik-Journalistin zahlreiche Preise; alle ihre Kochbücher wurden zu Bestsellern
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Macht Appetit auf mehr!
Bewertung am 06.04.2026
Bewertungsnummer: 3100964
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Wir wissen, wenn etwas besonders leicht und locker daherkommt, steckt am allermeisten dahinter. So ist es auch in Silvia Trippolts Wohlfühlroman „Küchengeflüster.“ Sie selbst ist Kulinarikjournalistin und führt ein 3-Hauben-Restaurant. Das merkt man. Allein, wie sie die Abläufe in der Sterneküche und im Restaurant beschreibt, sowie ihr Zugang zu den Gerichten, lässt darauf schließen, dass sie ein Profi ist.
Ihr Schreibstil ist unendlich sympathisch, ebenso wie Plot, Figuren und Setting. Ich habe abwechselnd gelacht und geheult. Das passiert mir sonst nur bei Büchern von Sophie Kinsella, Emily Henry und Mhairi McFarlane. Romantik, mit viel Humor, das ist das absolute Ding der Silvia Trippolt.
Zum Inhalt. Es geht um die Restaurantkritikerin Tilda Kaufmann, die undercover in einem Sternerestaurant arbeitet. Allerdings nicht freiwillig, sondern weil sie eine Kritik total versemmelt hat und ihren Job retten will. Dort lernt sie den Starkoch Magnus kennen und lieben. Der weiß allerdings nichts von ihrem Geheimnis und als er es herausfindet, wird die Küche zum Pulverfass. Denn auch Magnus hat sich in Tilda verliebt. Die ganze Zeit zitterte ich beim Lesen mit: Sag es ihm doch, Tilda, sag es ihm! Manchmal möchte man der Protagonistin sogar einen Schubs in die richtige Richtung geben.
Was mir aufgefallen ist, wie wichtig der Autorin die Tiefe der Nebencharaktere sind. So wie Mascha, die queere Kioskbesitzerin, die ständig Thomas Bernhard zitiert. Oder die selbstlose Enzi, die beste Freundin der Protagonistin, die gerne in Pfützen springt. Oder Luisa, die sanfte Seele – mein Herzensmensch im Restaurant Wolf. Es ist auch schön zu sehen, wie Tildas Bruder Johannes sein Leben in den Griff bekommt.
Zwischenmenschlich passiert in Trippolts Roman ganz viel. Sprachlosigkeit wird überwunden, Schubladen werden geöffnet. Es geht um Loslassen, im Sinne von Es-Sein-Lassen. Alles in allem: eine Geschichte mit Charme und Substanz und ich bin dankbar, dass es in Zeiten wie diesen solche Bücher gibt.
Wenn es eine neue Art der Healing Fiction gibt, dann ist dieser Roman ein Prototyp dafür.
Mein Fazit: Ich habe eine neue Lieblingsautorin entdeckt.
Die Kochkunst ist eine Liebesgeschichte. Man muss sich in die Erzeugnisse und die Menschen, die diese machen, verlieben. Alain Ducasse
Bewertung am 30.03.2026
Bewertungsnummer: 3094146
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Die Restaurantkritiken von "Emil Fürst" sind berühmt, berüchtigt und von allen gefürchtet. Denn schärfer noch als die rasiermesserscharfen Damastklingen eines Profimessers ist die Feder gespitzt, mit der die Artikel verfasst sind. Niemand ahnt, dass Tilda Kaufmann hinter diesem Pseudonym steckt und für die schlimmsten Verrisse verantwortlich ist, die es jemals in der Gastro-Szene gegeben hat. Und dann kommt der Tag, an dem Fass voll ist und Tilda sich mit ihren eigenen Worten konfrontiert sieet. Einziger Ausweg, um ihren Job in der Redaktion zu behalten: Sie wird inkognito als Küchenilfe in das Restaurant geschleust, das sie in Grund und Boden gestampt hat. Für Tilda startet eine Zeit des Lernens, denn die Tätigkeit in der Küche ist nicht nur ein Knochenjob, sondern auch mit viel Hingabe für die Lebensmittel und Gerichte verbunden. Während Tilda das Gemüse schnibbelt, beginnt sie ganz langsam, umzudenken und ihr Herz zu öffnen. Bis die unvermeintliche Katastrophe geschieht....
Mit "Küchengeflüster" hat Silvia Trippolt einen echten Wohlfühlroman vorgelegt, der wunderbar die Zutaten der warmherzigen Romanze, Familiengeschichte und ein bisschen Teufels Küche miteinander zu einem stimmigen Menu verwebt.
Während Tilda wie gewohnt ihre spitze Zunge ölt, rennt sie quasi sehenden Auges in die Katastrophe. Trippolt plaudert ein bisschen aus dem Nähkästchen und ermöglicht den Leser:innen, an ihrer eigenen Lovestory teilzuhaben. Denn diese ist der beste Beweis dafür, dass nicht nur die sprichwörtliche Liebe durch den Magen geht, sondern auch die reale.
Sowohl der Einblick in die Welt der Gastrokritiker:innen als auch in die Gastro-Szene ist mehr als gelungen, sehr authentich und lebhaft geschildert. Viel zu oft vergessen wir als Restaurantbesuchende nämlich, dass die kulinarischen Köstlichkeiten mit Herzblut und Respekt für die Produkte für die Gäste zubereitet werden und das ist wirklich kein Spaziergang. Das Team in der Küche gibt jeden Tag sein Bestes, um Gaumenschmeichler, Geschmacksexplosionen und pure Seligkeit auf die Teller zu zaubern.
Erst als Tilda dies erkennt, beginnt ihr Umdenken. Die Autorin zeichnet abwechslungsreiche Charaktere, die nicht nur ihre Ecken und Kanten haben, sondern Menschen wie Du und Ich sind - Pfundskerle und Powerfrauen, Miesepeter und Bissgurrn inkluusive. Das "Wolf" wird zum zweiten Wohnzimmer, vermittelt jederzeit das Gefühl, dort herzlich willlkommen zu sein - als Gäste und als Mitarbeitende im Team. Es entsteht eine Wohlfühlatmosphäre, die mit wundervollen Aromen, Düften und Genüssen verbunden ist.
Ein paar Küchenkatastrophen, Stolpersteine und Missverständisse gilt es zu überstehen, damit aus der Leidenschaft zum Kochen eine echtes Happy End wie im Film wird. Damit der kulinarische Genuss auch noch lange nach dem Beenden des Buches bliebt, öffnet Trippolt das Rezeptbuch ihre Herzensmenschen und gibt somit ihren LEser:innen die Mögichkeit, nicht nur dem Koch über die Schulter zu schauen und ein Blick in die Töpfe zu wagen, sondern auch das ein oder andere Rezeot aus dem Buch nachzukochen.
Die perfekte Lektüre für gemütliche Nachmittage auf dem Sofa und tolle Küchenparties mit Freund:innen :)
Meinung aus der Buchhandlung
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Eine Prise Liebe, eine Prise Humor, eine Prise Spannung und viele Portionen gutes Essen machen dieses Buch zu einem charmanten und lesenswerten Erlebnis!!!
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